Anonymes Filesharing unter der Lupe
StealthNet: P2P-Client mit Schutzmaske
Moritz Zielenkewitz
Daher setzen sich einige Projekte daran, die Kommunikation in Tauschbörsen so zu realisieren, dass die IP-Adresse der Teilnehmer vor den restlichen Filesharern verborgen bleibt. Auf den ersten Blick ein Ding der Unmöglichkeit: Denn wie soll ich jemanden erreichen, dessen Telefonnummer ich nicht kenne?
Hier gibt es zwei Ansätze: Um im Bild zu bleiben, könnte zum einen der Teilnehmer nicht per Festnetz, sondern über das Handy erreicht werden. So kann er zwar immer noch seiner Nummer zugeordnet werden, anhand der Zahlenfolge lassen sich allerdings immerhin keine zusätzlichen Informationen wie beispielsweise der Wohnort auslesen.
Die zweite Idee ist, eine Art Auskunft zwischenzuschalten: So kann also ein bestimmter Teilnehmer kontaktiert werden, dessen Telefonnummer unbekannt ist. Dafür sind aber andere Informationen notwendig, über die die Auskunft eindeutig auf den Nutzer schließen kann, zu dem verbunden werden soll. Klappt das, kann die Auskunft eine Kommunikation der Beiden realisieren - im Zweifelsfall sogar direkt, ohne die Nummer überhaupt herauszugeben.
StealthNet verwendet dabei grob gesprochen eine Kombination der beiden geschilderten Ansätze. Der Client sitzt dem RShare-Netzwerk auf, über das die Daten gesendet werden. Die Funktion der erwähnten Auskunft übernehmen hier spezielle Server, Webcaches genannt: Sie speichern die tatsächliche IP-Adresse für die Dauer der Sitzung.

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Nach kurzer Zeit tauchen die ersten Nachbarknoten auf.
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