Mehr Atmosphäre zum Zocken
Games Convention: Gefühlvoll spielen mit Philips amBX
Gaming
Schon in den Achtzigerjahren gab es die ersten Ansätze, Computerspiele gefühlsechter zu gestalten. Zunächst fing es mit mechanischen Rückmeldungen in den Arcade-Spielhallen an. Inzwischen sind bereits Lenkräder, Joysticks und Gamepads mit "Force Feedback" für jeden Zocker erschwinglich. Mehr als nur Gerüttel soll das amBX-System von Philips liefern, das mit zusätzlichen Licht-, Sound-, Vibrations- und sogar Windeffekten ein noch gefühlvolleres Erlebnis verspricht.
Einen Tag vor dem heutigen Start der Games Convention gab der Elektronikhersteller weitere Spiele bekannt, die von amBX profitieren. Zu den bislang unterstützten Titeln zählen damit unter anderem "Overlord", "Clive Barker's Jericho", "Baphomets Fluch 4" sowie die Rennspiele "DTM Race Driver 3" und "rFactor". Zudem wurden bereits weitere Verträge mit den Spielentwicklern Gearbox ("Brothers in Arms"), Zombie, Riot, Brain in a Jar, Invictus und Instinct Technology geschlossen.

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Spielen mit mehr Licht, Luft, Vibrationen und Farbe
Von Wandflutern und Ventilatoren
Wer die amBX-Möglichkeiten voll ausschöpfen will, muss zum Premium Kit für knapp 400 Euro greifen. Hier teilen zwei Lautsprecher nicht nur Töne aus, sondern auch Licht, zusätzlich sorgt ein Subwoofer für tiefe Bässe. Neben dem 2.1-Boxenset gehören noch zwei kleine Tischventilatoren und eine vibrierende Handgelenkauflage. Kontrolliert werden die Effekte von einer speziellen Steuereinheit mit integriertem Wandfluter.
Ähnlich der Ambilight-Technik passen sich die Leuchten dem Geschehen auf dem Bildschirm an. Dabei sollen die verwendeten LED satte 16 Millionen Farben liefern, fast so viel wie ein aktueller TFT-Monitor. Dadurch sei die Wiedergabe von atmosphärisch passenden Umgebungslicht möglich, etwa zu weißen Blitzen, rotglühenden Explosionen, Veränderungen der virtuellen Raumbeleuchtung, flackerndem Kaminfeuer oder blauem Himmel.
Games Convention: Gefühlvoll spielen mit Philips amBX
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Wind und Vibrationen
Mit dieser Aussage könnte sich Philips schnell die Sympathie geräuschempfindlicher PC-Besitzer verscherzen: "kompakte Lüfter mit variabler Drehzahl von bis zu 5.000 Umdrehungen pro Minute". Denn das könnte laut werden. Über die Geräuschkulisse wird leider kein Wort verloren, doch immerhin ist die Drehzahl variabel geregelt. Die kleinen Windmaschinen verschieben entsprechend der Spielszene nicht nur Luft, sondern dienen auch der Simulation von Aufprall, Beschleunigung, Geschwindigkeit, Flugzeugpropeller oder Temperaturabfall.
Darüber hinaus liegen die Handgelenke auf einer motorbetriebenen Unterlage, die Spielmanöver in Form von Vibrationen an den Gamer weitergibt. Was sich allerdings nur dann lohnen dürfte, wenn nicht bereits ein entsprechend ausgestattetes Eingabegerät wie etwa ein Lenkrad, Joystick oder Gamepad vorhanden ist und die Hände immer schön brav auf der Tischfläche liegen bleiben.
Mehrere Möglichkeiten
Am interessantesten für Spieler dürfte sicherlich das "Starter Kit" zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro sein. Billig ist es damit zwar nicht, dafür erhält der Käufer nur das Steuergerät inklusive Wandfluter sowie zwei Satelliten-Leuchten - Lautsprecher stehen ohnehin schon auf den meisten Spieltischen. Wer zusätzlich noch ein 2.1-Boxen-Set benötigt, zahlt für das "Pro-Gamer Kit" 100 Euro drauf. Beide Pakete lassen sich später bei Bedarf immer noch mit dem "Extension Kit" für 129 Euro extra um Tischlüfter und Vibrationsauflage erweitern.
Per Patch will Philips in den kommenden Monaten noch weitere PC-Spiele mit der amBX-Funktion bereichern, darunter sowohl neue als auch ältere Titel. Ferner sollen die Lichteffekte sogar zur optischen Untermalung von MP3-Musik herhalten können.
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