TV-Tendenzen in Full HD
IFA 2007: Fernseher fürs Heimkino
Benjamin Schnitzler
Das Film-Feeling im Wohnzimmer steht und fällt mit der Wahl der passenden Bildfläche. In der "Generation HD" zählt aber nicht bloß die äußere, sondern immer mehr auch die innere Größe. Von einem schnödem "Fernseher" spricht hier niemand mehr, das hochauflösende TV-Gerät von heute heißt Plasma oder LCD. Wir haben uns angesehen, was die IFA in der Full-HD-Klasse so alles fürs Auge bietet.
Inhalt
- Loewe und Sharp: LCDs mit mehr Drum und Dran
- Samsung, Pioneer und Sony: Fortgeschrittene Schwarzmalerei
- Hitachi und Samsung: Protzige Plasmas
- Toshiba und Philips: Auf die Technik kommt es an
- Hochauflösendes Hintergrundwissen
Loewe und Sharp: LCDs mit mehr Drum und Dran
Manchen geht es nicht mehr allein darum, ein möglichst schönes Bild auf den Schirm zu zaubern. Loewe beispielsweise. Der Luxushersteller stattet die LCDs seiner "Connect"-Serie mit Merkmalen aus, die normalerweise nur PCs oder so genannten HTPCs oder Wohnzimmer-PCs vorbehalten sind. So verfügen die neuen Modelle optional über einen USB-Port für MP3-Player, USB-Sticks, Kartenleser, externe Festplatten oder Digitalkameras sowie eine Diashow-Funktion für gespeicherte Bilder.
Zusätzlich zu zwei mittlerweile gängigen HDMI-Anschlüssen für HD DVD- beziehungsweise Blu-ray-Player oder Spielkonsole macht ein DVI-Eingang den direkten Kontakt zur einer PC-Grafikkarte möglich. Interessant sind auch die Empfangsmöglichkeiten: Ein integrierter Steckplatz erklärt eine separate Settop-Box für Pay-TV für überflüssig. Außerdem können die Geräte bei Bedarf mit einem Satelliten-Tuner ausgerüstet werden.
Vernetzt geht es mit dem "Connect Media"-Paket weiter, das ferner noch mit Ethernet und WLAN für die kabelgebundene oder drahtlose Kommunikation mit externen Medienarchiven aufwartet. Um die Handhabung zu erleichtern, verfügt es noch über einen "Network Media Player" zur Verwaltung von Foto-, Musik- und Video-Beständen. Als Sahnehäubchen der heimischen Unterhaltung bietet die Top-Ausstattung "Connect Media DR+" einen eingebauten Festplattenrekorder, mit dem sich auch HDTV-Sendungen aufzeichnen lassen.
Je nach Gusto und Geldbeutel sind die Connect-Geräte mit sichtbaren Diagonalen von 32, 37 und 42 Zoll ausgestattet. Bei der Farbe hat der Käufer die Wahl zwischen Silber oder 100 Euro teurerem, hochglänzendem Schwarz oder Weiß. Der 42-Zöller allein wird etwa 2.600 Euro kosten, für die optionalen Zusatzausstattungen Connect Media oder Connect Media DR+ werden weitere 300 beziehungsweise 400 Euro fällig. Die Preise für das 37-Zoll-Modell beginnen bei etwa 2.100 Euro, zu den Anschaffungskosten des kleinsten Geräts konnte Loewe noch keine genauen Angaben machen.

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Sharp: Festplattenrekorder und Pay-TV-Option
Sharp heimste gerade die begehrte EISA-Auszeichnung für den "European Time Shift TV Of The Year 2007- 2008" ein. Diese sicherte sich das 52-Zoll-LCD Aquos LC-52HD1E mit einer Bilddiagonale von 132 Zentimetern. Timeshift, das zeitversetzte Fernsehen, deutet auf den eingebauten Festplattenrekorder hin, der eine Kapazität von 160 Gigabyte bietet und wie bei Loewe auch mit HDTV-Sendungen harmoniert. Als weiteres schlagkräftiges (Ver)kaufsargument führt der japanische Hersteller die 100-Hertz-Technik an, die Schlieren vermeiden und eine besonders hohe Schärfe von Bewegtbildern garantieren soll.
Die LCD-Konkurrenz von Loewe und Toshiba setzt allerdings ebenfalls bereits auf die verdoppelte Bildwiederholfrequenz. Die Geräte aus der Aquos HD1E-Serie sind auch mit einer kleineren Sichtfläche von 117 Zentimetern respektive 46 Zoll zu haben. Unter anderem inklusive: ein hohes dynamisches Kontrastverhältnis von 15.000:1, Tuner für analoges Fernsehen, DVB-T und HDTV sowie jeweils zwei HDMI-, SCART- und CI-Anschlüsse. Für 52 Zoll empfiehlt Hitachi einen Preis von knapp 5.000 Euro, für 46 Zoll genau 2.000 Euro weniger.
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Äußerst interessant! Danke dass ihr euch immer so eine mühe macht!
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