Zweites Major-Label ohne Kopierschutz
Entfesselt: Universal verkauft MP3s ohne DRM
Patrick Woods
Das Major-Label Universal hat angekündigt, künftig Musik ohne DRM zum Download anzubieten. Damit hat nach EMI ein weiterer Mediengigant der gesicherten und eingeschränkten Online-Musik abgeschworen. Zusätzlich versucht Universal, die Marktmacht von Apples iTunes Stores zu brechen. Der Musikmarkt bleibt in Bewegung.
In einer Testphase vom 21. August bis zum 31. Januar 2008 will Universal Music den Verkauf von ungeschützten MP3s in ausgesuchten Onlineshops testen. Zu diesen Shops zählen Amazon, Google und der Onlinedienst der amerikanischen Supermarktkette Wal-Mart sowie die Homepages verschiedener Künstler. Marktführer iTunes gehört nicht dazu.
Universal vs. iTunes
Universal will damit die Dominanz von Apple beim Onlineverkauf von Musik brechen. Bereits im Juli hatte das Label angekündigt, seinen Vertrag mit Apple nicht langfristig verlängern und stattdessen einen neuen Vertrag mit kürzerer Laufzeit abschließen zu wollen. Die Testphase mit DRM-freien MP3s soll laut Universal zeigen, welchen Einfluss der MP3-Verkauf auf die Kundennachfrage und die Musikpiraterie hat. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Onlinemusik will das Unternehmen nach dem Test fällen.
Mit Universal und EMI, das seit Mai 2007 DRM-freie Downloads anbietet, sind nun zwei der vier Major-Labels von der DRM-Politik abgerückt. Die Universal-MP3s sollen in den USA 99 Cent kosten und in verschiedenen Bitraten angeboten werden. Ob es bald auch in Europa Musik von Universal ohne DRM zu kaufen gibt, ist bislang nicht bekannt.
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Das nenn ich mal eine sinnvolle und vor allem bezahlbare Variante von digitaler Musik. $99 Cent entsprechen in Euro aufgerundet etwa € 75 Cent.
Darüber hinaus kann ich die Musikstücke dann auf jedem gängigen System abspielen, ohne mir Sorgen umd DRM machen zu müssen.
Jetzt fehlt nur noch ein deutscher Anbieter, bei dem man mit gängigen Bezahlsystemen (Onlinebanking oder besser noch PayPal) bezahlen kann.
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