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Verkehrte Netzwelt: Warum nur Vista, warum?
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Ha, Ha, Halo 2
Genauer gesagt ging es nur um ein einziges Game: Nach der Konsolenumsetzung brauchte Microsoft über zweieinhalb Jahre, um den Ego-Shooter "Halo 2" endlich auf den PC zu bringen. Allerdings unter einer Bedingung und nur einem Betriebssystem. Wenn dieses Spiel die neuerworbenen Grafikfähigkeiten von Windows Vista demonstrieren soll, dann gute Nacht. Mittlerweile wurde Halo 2 "Classic" längst als günstige Budget-Version für die Xbox verhökert. Klassisch war dann auch die Optik des PC-Pendants.
Grobe Texturen, blasse Charaktere und einschlaftaugliche Effekte für den vollen Preis, eventuelle Kosten für das passende Betriebssystem nicht eingerechnet. Glücklicherweise konnte sich das Spiel mit einer epischen Story, künstlich intelligenten Gegnern und einem atmosphärischen Soundtrack retten. Technisch betrachtet dennoch ein völlig unnötiger Schritt, denn die Grafik nutzt sogar nicht einmal annähernd das Potenzial von Windows XP. Doch das ist nur der erste Vorbote zum Vista-Zwang.
Noch für dieses Jahr erwartete Blockbuster wie "Crysis", "Hellgate: London" oder "Unreal Tournament 3" sollen Gamer endgültig in die Abhängigkeit treiben. Diese Titel verwenden Microsofts modernste und bis dato wahrscheinlich schönste Spiele-Basis DirectX 10, die der Software-Goliath jedoch nur exklusiv in Windows Vista anbietet. Die volle Grafikpracht bekommt folglich nur der zu sehen, der auf das neueste Betriebssystem setzt.
Ein todsicherer Tipp, um müde Rechner wieder munter zu machen: Windows Vista runter, Windows XP drauf. Dann klappt es auch mit der Geschwindigkeit. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher unter XP entspricht gefühlt locker der doppelten Kapazität unter Vista. Wer unbedingt möchte, kann den schönen Design-Schein mit recht einfachen Mitteln auf das ältere Betriebssystem übertragen. So gesehen besteht keine unmittelbare Notwendigkeit, überhaupt auf Windows Vista umzusatteln.
Selbst an einer DirectX-10-Portierung wird abseits der Microsoft-Hallen bereits enthusiastisch gearbeitet. Sicherheitskritische und somit wichtige Updates für XP sind zunächst bis 2014 geplant. Sollte Redmond keinen Strich durch die Rechnung machen und weiterhin jedes aktuelle Computerspiel unter Windows XP laufen, darf getrost bis 2010 gewartet werden. Warum gerade 2010? Ganz einfach, dann wird Vista bereits von seinem Nachfolger abgelöst.
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