Das neue Windows privat und beruflich
Verkehrte Netzwelt: Warum nur Vista, warum?
Internet & Netzwelt
Nötigung zum Neukauf
Was war geschehen? Waren die neuesten, mit modernster Technik gesegneten Notebooks tatsächlich langsamer als ihre betagteren Vorgänger? Nein, ganz im Gegenteil. Denn ihnen wurden bloß schicke Designer-Hemmschuhe in Form von hübschen Transparenzeffekten, Vorschaufenstern, dreidimensionalen Fensterwechseln und einer mehr oder weniger sinnvollen Bildschirmleiste angelegt.
Es sind diese kleinen Verzögerungen, Sekunden oder nur Bruchteile davon, die gerade so ausreichen, um einen geschwindigkeitsliebenden Computernutzer wie mich auf die Palme zu bringen. Erst recht wenn man zu den Zeitgenossen zählt, die ihre Maus übers Mousepad scheuchen wie ein Rennfahrer seinen Boliden über den Rundkurs. Die neuentdeckte Langsamkeit nahmen viele Hardware-Hersteller nicht nur vorbehaltlos hin, sondern auch zum Anlass, die Käuferschaft zum Geldausgeben zu nötigen.
In Form von mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, die für den reibungslosen Betrieb von Windows Vista unbedingt nötig seien. In Wirklichkeit dient dies jedoch lediglich dem Zweck, das ursprüngliche Geschwindigkeitsniveau von Windows XP wiederherzustellen. Apropos: Aufgrund unausgereifter Treiber laufen auch Spiele unter Windows Vista bei gleicher Qualität immer noch deutlich langsamer.
Nach getaner Arbeit erfüllte es mich immer wieder mit einem Gefühl der Erleichterung, wenn ich wieder vor meinem eigenen PC sitzen und der langweilig grauen Oberfläche von Windows XP sitzen konnte. Um bremsenden Ballast abzuwerfen, deaktivierte ich alle nicht unbedingt benötigten Dienste und Hintergrundprogramme, darunter auch das farbige Design des Vista-Vorgängers.
Mit einem Grundbedarf von weit unter 150 Megabyte Arbeitsspeicher scheint mir meine RAM-Ausstattung von zwei Gigabyte manchmal wie die reinste Geldverschwendung. Zum Vergleich: Selbst nach manuellen Sparmaßnahmen braucht Windows Vista hier noch mindestens 400 Megabyte. Doch im Sommer des Jahres 2007 sollte ich sehr froh darum sein. Zu diesem Zeitpunkt fand Windows Vista zum ersten Mal auf meine Festplatte. Sehr früh für meine Verhältnisse, und das aus einem recht profanen Grund - Computerspiele.
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