Starkes 17-Zoll-Notebook vom US-Computerriesen
Erfolgs-Nachfolger: Dell Inspiron 1720 im Test
Laptops
Performance
Unter Windows Vista lässt sich das Inspiron 1720 nie lange bitte. Dank zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und dem zweitschnellsten Dual-Core-Prozessor aus der Dell-Palette, einem Intel Core 2 Duo mit 2,2 Gigahertz, liefert es Systemleistung satt. Für reine Internet- und Office-Einsätze wäre der vehemente Vorwärtsdrang viel zu schade. Deutlich näher liegt es da schon, die Reserven bei der Bild-, Musik- oder Videobearbeitung auch richtig auszureizen - nicht die einzigen Disziplinen, in denen das 17-Zoll-Notebook glänzen kann.
Für einen vertretbaren Aufpreis von knapp über 100 Euro erhält der PC-Ersatz einen schnellen Grafikchip, der auch anspruchsvollere Spiele und Qualitätseinstellungen bewältigt. Obwohl das Asus G2S ebenfalls über einen Nvidia GeForce 8600M GT verfügt, schlägt es das Inspiron 1720 in puncto Spiele-Performance um Längen. Aufklärung bringt der Blick aufs Datenblatt.

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Ein echtes Manko: der fehlende
Digitalanschluss für externe Monitore
Während Asus bei der Grafik auf flotten GDDR3-Speicher setzt, kommt bei Dell langsamerer DDR2-Speicher zum Einsatz. Bei der DDR2-Variante des GeForce 8600M GT schmilzt der Vorsprung auf Atis Mobility Radeon HD 2600, wie er beim Test des Toshiba Satellite A200 zum Einsatz kam, dahin. Mit einem gleich getakteten Core 2 Duo dürfte Ati die Konkurrenz sogar hinter sich lassen können. Für Gelegenheitsspieler reicht die Leistung eines gut ausgestatteten Inspiron 1720 jedoch völlig aus.
Die Fraktion der Hardcore-Gamer sollte aber besser zu einem GeForce 8700M GT oder Mobility Radeon HD 2600 XT greifen oder gleich auf stärkere DirectX-10-Grafik warten. Doch scheinbar haben die Treiber für Nvidias neue Notebook-Grafik immer noch nicht ausgereift. Wie schon beim Asus G2S treten beim Aktivieren des Antialiasings unter Half-Life 2 heftige Bildfehler auf, hier jedoch erst ab der achtfachen Einstellung.
Erfolgs-Nachfolger: Dell Inspiron 1720 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.In mancherlei Hinsicht ist das Inspiron 1720 sogar rückständig im Vergleich zum Vorgänger. Ein USB-Port weniger macht immer noch ansehnliche fünf Anschlüsse, aber der nun fehlende Digitalausgang für Flachbildschirme ist ein klares Defizit. Selbst aktuelle Mittelklasse-Modelle mit separater Grafik verfügen, wenn nicht bereits über HDMI, wenigstens über DVI. Eine Netzwerkverbindung mit Gigabit-Geschwindigkeit steht nach wie vor nicht zur Verfügung.
Doch nun zu den Dingen, die besser beziehungsweise mehr geworden sind: Im ausladenden Gehäuse finden bis zu zwei Festplatten Platz, die eine Gesamtkapazität von bis zu sage und schreibe 500 Gigabyte erzielen. Für knapp 18 Euro zusätzlich erhält das Inspiron 1720 zudem Unterstützung für Wireless LAN nach dem 802.11n-Standard, der höhere Reichweiten und Datentransfers ermöglicht.
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