Starkes 17-Zoll-Notebook vom US-Computerriesen
Erfolgs-Nachfolger: Dell Inspiron 1720 im Test
Laptops
Auch wenn die Materialanmutung nicht zur besten zählt, steht es um die Verarbeitung deutlich besser. Aufgrund der teilweise ein wenig unregelmäßigen Spaltmaße geht sie zwar nicht als perfekt durch, aber als ordentlich. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistet zum Beispiel das verwindungssteife Display, das kaum hörbar aufschwingt und stabil die Stellung hält. Zudem lassen sich große Flächen einschließlich der Tastatur nur schwer mit dem Finger eindrücken.
Egal für welches Display sich der Käufer entscheidet, eine Webcam mit zwei Megapixeln ist in fast jedem Fall inbegriffen. Neben der höchsten verfügbaren Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln, die für die maximale Detailstufe von HD-Videos ausreicht und satte 160 Euro Aufpreis kostet, gibt es wie beim verwendeten Testgerät noch einen günstigeren Bildschirm mit 1.440 x 900 Punkten. Erster Eindruck: spiegelnd, aber schön hell und scharf.
An die enorme Leuchtkraft des Asus G2S reicht das Dell Inspiron 1720 zwar nicht heran, doch für sich betrachtet ist die Luminanz absolut ausreichend. Woran es etwas hapert sind die Farben, die ein bisschen blass und kraftlos erscheinen und in den Randbereichen unregelmäßig ausgeleuchtet sind. Damit liegt das Dell-Display für Notebook-Verhältnisse aber immer noch im guten Mittelmaß. Dies unterstreicht auch der satte Schwarzwert, der lediglich von einem helleren Streifen am unteren Rand getrübt wird.

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Auf- und anfällig: Lackierung in "Sonnengelb"
Bei der Blickwinkeltoleranz lautet das Urteil eher mäßig als gut, da die Anzeige bei seitlicher Einsicht oder von unten betrachtet früh dunkler und von oben schnell heller erscheint. Schwächen offenbart auch die Graustufendarstellung, bei der sehr helle Nuancen ins Weiße abrutschen. Dagegen gelingt ein großflächiger Verlauf von Schwarz nach Weiß ohne sichtbare Längsstreifen.
Unter der Bildfläche ist das Inspiron 1720 gegenüber dem Vorgänger 9400 um einen wichtigen Vorzug reicher - einen separaten Nummernblock neben der ausgewachsenen Tastatur. Gerade wenn ein Notebook den PC ersetzt, sollte dieses Detail nicht ausbleiben, da es vor allem das Jonglieren mit Zahlen bedeutend erleichtert. Nach vorne hin flachen die Keyboard-Tasten stark ab, wodurch eine bequem erfühlbare Kante entsteht. Versehentliche Ausrutscher sind so gut wie unmöglich, da sich die klebrige Oberfläche förmlich an den Fingern festsaugt.
Im Ansprechverhalten eher von der harten Sorte, punktet die Tastatur mit sehr knackigen Druckpunkten. Dazu liefert sie im Vergleich zu vielen anderen Notebooks zwar eine keineswegs übermäßige, aber dennoch etwas lautere Geräuschkulisse, was auf die leicht locker sitzenden Abdeckungen der Tasten zurückzuführen ist. Endlich wurde das üppige Platzangebot sinnvoll ausgenutzt: Trotz des praktischen Nummernblocks besitzt die Klaviatur nahezu Standardgröße. Links- und Rechtsklick des Touchpads sind ebenfalls eine klare Steigerung zum Inspiron 9400.
Erfolgs-Nachfolger: Dell Inspiron 1720 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Nicht nur die Optik ist wertiger geworden, auch die Rückmeldung. Die Tasten haben kaum Spiel und bieten einen angenehm weichen Widerstand, was die subjektiv recht lang wirkenden Wege teilweise aufwiegt. Das Fingerfeld arbeitet erstklassig und bildet ein nahezu perfekten Kompromiss aus Präzision und Leichtgängigkeit. Allerdings verlangen die beiden Tasten nach einer gewissen Gewöhnungszeit: Sie sitzen zusammen mit der Sensorfläche in einer Vertiefung und stechen lediglich durch schmale, erhöhte Stege hervor. Was wiederum dazu führen kann, dass der Finger versehentlich die in unmittelbarer Nähe liegende Gehäusekante trifft.
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