Neue Alternativen zum Apple iPod
Microsoft Zune kommt - nicht allein
Benjamin Schnitzler
Nach leichter Verspätung knackt Microsofts Multimedia-Player Zune endlich die Millionen-Marke. Kein Vergleich zum iPod, dafür der Startschuss für die nächste Generation. Bislang war Apples Gegen-Spieler bloß dem amerikanischen Markt vorbehalten, doch bis zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft könnte er auch in deutschen Regalen stehen. Und das nicht allein, die Zune-Familie bekommt Nachwuchs.
Als potenzieller Anti-iPod dürfte der Zune in allen Apple-Revieren wildern wollen. Laut dem "Whizbyte"-Weblog sind neue Größen, Designs und Preisregionen geplant, vermutlich als direkte Gegenmaßnahme zur iPod-Familie, der neben dem klassischen Festplatten-Player noch der kompakte "Nano" sowie der zwergwüchsige Zufallsgenerator "Shuffle" angehören. Gerüchten zufolge soll der Microsoft-Mitbewerber zu Letzterem, als "Zune 2Go" bezeichnet, nicht größer ausfallen als eine SD-Karte, die aber genauso gut das Speichermedium des Winzlings darstellen könnte.

Microsoft Zune im Test: Bald auch ohne Import in Deutschland?
Mit mehr Funktionen soll der Zune zu Apples Erfolgsmodell aufschließen, darunter die Fähigkeit zur Video- und Podcast-Wiedergabe, ohne dass Alleinstellungsmerkmale wie das eingebaute Wireless LAN und FM-Radio auf der Strecke bleiben. Hiesige Zune-Fans lässt eine Aussage über die Erschließung internationaler Märkte hoffen. So könnte der Microsoft-Medienspieler noch dieses Jahr über den großen Teich auch nach Deutschland schwappen. Als Termin für die nächste Zune-Generation wird ein grober Zeitraum vor den Weihnachtsfeiertagen genannt.
Als weiteren Pluspunkt führt Whizbyte ein mögliches Firmware-Update auf, um das Gerät nachträglich auf den neuesten Stand zu bringen und neue Funktionen zu ermöglichen. Nicht nur in puncto Hardware brodelt die Gerüchteküche, auch bei der Vermarktung: So ist einerseits von öffentlichen "Ladestationen" für den Zune 2Go die Rede, an denen Musik in Abo-Manier nachgefüllt werden kann. Anderseits soll an den selben Stationen eine Art Musik-Recycling möglich sein. Sprich der Zune-Besitzer wirft seinen Player einfach ein und erhält im Gegenzug den 2Go eines anderen Nutzers, um neue Musik kennenzulernen.
Microsoft Zune
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Ohne zusätzliche Frickelei ist ein Zune-Import aus den USA nicht mit hiesigen Rechnern kompatibel und so gut wie nutzlos. Schon allein deshalb dürften iPod-Verächter bald auf ihre Kosten kommen. Auch wer nicht gleich über 200 Euro in einen Musik-Player investieren möchte, kann auf günstigere Microsoft-Modelle hoffen.
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