Solid State Disk im Subnotebook
Dell Latitude D420 im Test: Notebook mit Flash-Festplatte
Laptops
Mit nicht einmal eineinhalb Kilogramm zählt das Latitude D420 zu den tragbarsten Rechnern aus dem Hause Dell. Doch das Besondere am federleichten Subnotebook ist seine Festplatte: Es besitzt überhaupt keine, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Statt mechanisch angesprochenen Magnetplatten kommt reiner Flash-Speicher zum Einsatz - schnell, stoßfest und absolut geräuschlos.
Zwecks Gewichtsersparnis muss der DVD-Brenner leider draußen bleiben und über einen externen Schacht ("Dbay") angeschlossen werden. Doch wer seine Daten ohnehin auf der Festplatte speichert, spart sich somit unnötigen Ballast. In diesem Fall sind die Bits und Bytes dort sogar am sichersten aufgehoben, da die aus Flash-Speicher bestehende "Solid State Disk", kurz SSD, viel unempfindlicher auf Stöße, Vibrationen und ungewollte Begegnungen mit der Erdanziehungskraft reagiert. Zudem sorgt das Fehlen jeglicher Mechanik und hoher Umdrehungszahlen für einen völlig lautlosen Betrieb. Ab 999 Euro verlässt das 12,1-Zoll-Notebook inklusive Fingerabdruckscanner und durchaus ordentlichem Kontaktangebot den Online-Shop.
Inhalt
Bildqualität
Verarbeitung
Ausstattung
Fazit
Alle Daten auf einen Blick
Obwohl die Entwickler in erster Linie das Stromsparen und die Gewichtsreduzierung im Sinn hatten, kommt die gefühlte Geschwindigkeit nicht zu kurz. Das Herzstück bildet ein besonders genügsamer Ultra-Low-Voltage-Prozessor aus dem Hause Intel, genauer gesagt ein Core Duo U2500 mit zwei CPU-Kernen zu 1,2 Gigahertz. Zusammen mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher zählt schnelles Ansprechen nicht unbedingt zu den Vorzügen, die man von einer solchen Kombination erwarten würde, erst recht wenn Windows Vista mit zugeschalteten Transparenzeffekten zum Zuge kommt.

![]()
![]()
Doppelte Eingabe: Touchpad und Trackstick als Mausersatz
Flash-Festplatte sei Dank, kann die erste Einschätzung in der Praxis glücklicherweise revidiert werden. Denn wie bereits der erste netzwelt-Vergleich zwischen einer Standard-Festplatte und der hier verbauten Solid State Disk zeigte, reagiert der Flash-Speicher spürbar flotter. Und das nicht bloß auf dem Papier: Programme starten merklich schneller und selbst die Navigation in der Windows-Ordnerstruktur flutscht geradezu. Das technisch vergleichbare Sony Vaio TZ ließ sich deutlich länger bitten, was sich nicht allein durch das leichte Defizit an Prozessortakt erklären lässt.
Angesichts des maximalen Energieverbrauchs von gerade einmal 37 Watt verwundert es kaum, dass schon ein recht schwacher 42-Wattstunden-Akku für eine Laufzeit von immerhin fast zweieinhalb Stunden gut ist. Für ein Subnotebook ist dies jedoch nicht besonders ausdauernd, weshalb besser gleich zum größeren Akku mit 68 Wattstunden gegriffen werden sollte. Schade finden wir außerdem, dass der Geräuschvorteil der Flash-Festplatte ungenutzt verpufft: Um der hohen Wärmeentwicklung des Notebooks entgegenzuwirken, dreht der Lüfter im Dauerbetrieb und bereits im Leerlauf entschieden zu aufdringlich. Und wenn Höchstleistungen gefordert sind, arbeitet die Kühlung sogar noch lauter.
Dell Latitude D420 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Notebook, Testbericht, Dell, Hardware
-
Dell Latitude XT: Tablet-PC mit iPhone-Bedienung
Erster PC mit Multitouch -
Test: Flash-Festplatte gegen Standard-Festplatte
Solid State Disk auf dem Prüfstand -
Dell Latitude D531 im Test: Notebook-Nutztier
Mobile Mittelklasse mit guter Ausstattung
Links zum Artikel
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Dell Latitude D420 im Test: Notebook mit Flash-Festplatte
Was sagen Sie dazu?
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben



