Flache Digitalkamera mit hochauflösendem TV-Ausgang
Cybershot: Sony DSC-W90 im Test
Digitalkamera
Es war die ursprünglich angedachte Verwendung für Digitalkameras: Bilder machen und diese auf dem Fernseher anzeigen. Zum Glück ist es dabei aber nicht geblieben, Digitalkameras bieten heute viel mehr als nur das. Die Sony DSC-W90 trägt diese Option Fotos zu präsentieren nun in die High-Definition-Liga und möchte die Diashow am heimischen HD-Ready-Fernseher zum echten Erlebnis machen.
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Wer sich noch an die ursprüngliche W-Serie der Sony Cybershot Digitalkameras erinnert, der sieht ein kleine, etwas dickere Kamera mit der Besonderheit, vorne am Objektiv Filter befestigen zu können. Dazu war die alte W-Serie immer beliebt, da Mignon-Batterien die Stromversorgung sicherstellten. Bei der Cybershot W90 erinnert höchstens noch das Moduswählrad an die Vorfahren, der Rest ist nun bereits in der zweiten Generation vollständig neu gestaltet. Eine wesentlich schlankere Linie und ein kühles Metallgehäuse fallen direkt auf. Auch die Carl-Zeiss-Optik macht Lust auf mehr und lässt hohe Bildqualität erhoffen.
Sony DSC-W90
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Das große 2,5-Zoll-Display auf der Rückseite lässt noch Platz für einen optischen Sucher und ein Lithium-Ionen-Akku sorgt inzwischen für Energie. Die silber glänzenden Bedienelemente fügen sich nahtlos in das edle Gesamtbild der W90 ein und unterstützen ein frisches Design, das die Kamera zu einem hübschen Accessoire macht. Das Gehäuse der W90 besteht überwiegend aus leichtem Metall, das an einigen Stellen von Kunststoff unterbrochen wird. Auf der Unterseite fällt ein vergleichsweise großer Steckerkontakt auf, über den sämtliche Kommunikation, sei es mit Fernseher oder Computer, realisiert wird. Das mitgelieferte Kabel sollte daher gut aufbewahrt werden, denn nur das Original-Kabel von Sony passt an diesen Stecker.
Mit 8,1 Megapixel Auflösung liefert die W90 aktuellen Standard und kann mit dreifachem optischem Zoom aufwarten. 35 bis 105 Millimeter Brennweite werden mit Blende 2,8 im Weitwinkel geboten, was ebenfalls eher Durchschnitt als Ausnahme darstellt. Vier Zentimeter Naheinstellgrenze reichen für einfache Makrofotos gut aus und mit dem großen 2,5-Zoll-Display sollte alles angenehm im Blickfeld bleiben. Mit nur 115.000 Bildpunkten löst das Display leider nicht sehr hoch auf. Dafür realisiert der BIONZ-Bildprozessor hohe ISO-Empfindlichkeiten bis maximal ISO 3200. Inwieweit derart hohe Werte in der Praxis zu gebrauchen sind, wird der Test zeigen.
Nicht nur für Besitzer eines HDTV-fähigen Fernsehers interessant: Die Sony DSC-W90 möchte durch solide Leistung und ein ansprechendes Design überzeugen. Interessante Extras sollen den Unterschied zur Konkurrenz machen.
Dank BIONZ kann die W90 auch Gesichter erkennen und Fokus und Belichtung automatisch auf diese ausrichten. Für das Fotografieren mit niedrigen ISO-Empfindlichkeiten bei längerer Verschlusszeit kann die Cybershot W90 mit dem eingebauten Steady-Shot-System Verwacklungen vermeiden. Wie bei der großen Spiegelreflexschwester Alpha 100, wird auch bei der W90 die Bildstablisierung per CCD-Shift realisiert. Der Bildsensor der Kamera kann in Sekundenbruchteilen entgegengesetzt zur Verwacklungsrichtung bewegt werden, was den Stabilisierungseffekt bewirkt.
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