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01.07.2007
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Welche Kamera die richtige ist

Einkaufsberater: Digitale Kompaktkamera, Spiegelreflex- oder Bridgekamera?

Digitalkamera

Beim Stichwort System findet das Systemzubehör Erwähnung. Ähnlich einem Baukastensystem bieten die Hersteller von Spiegelreflexkameras zahlreiches Zubehör für die Kamera. Ob weitere Objektive, externe Blitzgeräte oder Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein Fernauslöser. Je nach fotografischem Vorhaben ist sicher, dass der Kamerahersteller entsprechendes Zubehör mehr oder weniger günstig zu bieten hat. Daher sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass wenn eine dSLR gekauft wird, der Wunsch nach weiterem Zubehör recht schnell immer lauter werden kann.

Wer sich eine digitale Spiegelreflexkamera kauft, erwirbt leider nicht automatisch auch professionellere Bildergebnisse. Der Kopf hinter der Kamera bleibt derselbe und dieser ist gerade bei einer Spiegelreflexkamera besonders stark gefordert. Wer mit einer dSLR ansprechende Bildergebnisse erzielen möchte, muss sich mit dem Basiswissen der Fotografie auseinandersetzen. Zwar bieten Einsteiger-Spiegelreflexkameras die beliebten Motivprogramme, das volle Potential der Kamera kann aber nur durch einen bewussten Umgang mit den Kamerafähigkeiten ausgeschöpft werden. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit dem RAW-Format, einem unkomprimierten Bildformat, das dem Fotografen auch noch nach der Aufnahme ermöglicht, Belichtung und Weißabgleich des Fotos zu korrigieren.

Vorteile Nachteile
Gute Bildergebnisse bei hohen ISO-Werten Groß und schwer
Hohe Autofokusgeschwindigkeit Kein Vorschaudisplay (mit Ausnahmen)
Leistungsfähigste Objektive wählbar nach Einsatzzweck Viel Zubehör muss mitgeführt werden
Freistellung des Hintergrunds bei Portraitaufnahmen Hoher Anschaffungspreis und Folgekosten
Aufnahme im RAW-Format (Modellabhängig) Keine Filmaufnahme möglich
Optimaler Motivschärfeeindruck durch Sucherblick Basiswissen der Fotografie muss erarbeitet werden
Lange Akkulaufzeiten Objektive müssen je nach Einsatzzweck gekauft werden

Entscheidungshilfe - Welcher Typ bin ich?

Einen guten Ausgangspunkt für eine Kaufentscheidung stellt in der Regel die Einschätzung der persönlichen fotografischen Interessen dar. Wie oft werde ich die Kamera benutzen, welche Motive werden hauptsächlich fotografiert und möchte ich mich fotografisch weiterentwickeln? Als Gelegenheitsfotograf muss jeder für sich selbst entscheiden, was er oder sie für das Kamera-Equipment ausgeben möchte. Macht es Sinn eine Ausrüstung zwischen 500 und 800 Euro anzuschaffen, die dann drei- bis fünfmal im Jahr genutzt wird? Die günstige Kompaktkamera wäre da vielleicht eine treffendere Lösung, zumal ab etwa 170 Euro schon Digitalkameras zu bekommen sind, die für Urlaubs- und Famielienfotos gute Ergebnisse liefern.

Der fortgeschrittene Hobbyfotograf hatte vielleicht schon eine Kompaktkamera und möchte sich nun ein besseres Gerät gönnen. Er hat sich bislang zum Beispiel über lange Auslöseverzögerungen und schlechte Bildqualität bei wenig Licht geärgert. Ein Bridgekamera bietet da vielleicht Abhilfe, denn mit mehr manuellen Einstellmöglichkeiten können schwierige Motivsituationen besser gemeistert werden. Wer sich dazu mit dem Grundwissen der Fotografie auseinandersetzt und das Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit verinnerlicht, kann mit einer Bridgekamera schon tolle Ergebnisse erzielen.


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