Welche Kamera die richtige ist
Einkaufsberater: Digitale Kompaktkamera, Spiegelreflex- oder Bridgekamera?
Digitalkamera
Die Fähigkeiten für die Aufnahme von Bildserien sind deutlich verbessert und dadurch, dass meistens auch manuell fokussiert werden kann, eignen sich Bridgekameras schon für einfache Sportfotografie. Das Vorschaudisplay bringt auch hier den Vorteil, dass aus ungewöhnlichen Perspektiven zielsicher fotografiert werden kann. Gerade für Makrofotografie müssen bei Aufnahmen in Bodennähe keine halsbrecherischen Verrenkungen ausgeführt werden, um das Motiv durch den Sucher im Blick zu behalten.
Auch die Akkulaufzeit ist bei Bridgekameras angenehm lang, da durch das größere Gehäuse auch ein größerer Akku verbaut werden kann. Schlecht bleibt leider die Leistung bei wenig Licht. Denn auch die Bridgekamera hat den kleinen Bildsensor einer Kompaktkamera und ist daher ebenso unfähig hohe ISO-Empfindlichkeiten in angemessener Bildqualität zu realisieren. Eine Ausnahme bildet hier Sonys DSC-R1, die einen Bildsensor in der Größe einer dSLR hat. Bei den Aufnahmeformaten bieten Bridgekameras häufig neben den üblichen JPEG-Fotos auch die Möglichkeit, Bilder im RAW-Format aufzuzeichnen. Dadurch sind auch nach der Aufnahme noch tiefgehende Korrekturen am Bild möglich. Vor- und Nachteile noch einmal auf einen Blick:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Viele manuelle Einstellmöglichkeiten | Groß und schwer |
| Vorschaudisplay | schlechte Bildergebnisse bei hohen ISO-Werten |
| Großes Brennweitenspektrum | Teilweise langsamer Autofokus |
| Gute Makrotauglichkeit | |
| Aufnahme im RAW-Format (modellabhängig) | |
| Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | |
| Bedienung ähnlich wie dSLR |
Digitale Spiegelreflexkamera - ambitioniert fotografieren
Es sieht schon verdammt gut und professionell aus, wenn man ein digitale Spiegelreflexkamera anstelle einer Kompaktkamera verwendet. Das effektvollere Auftreten ist zusammen mit den sinkenden Preisen sicher auch dafür verantwortlich, dass die Verkaufszahlen in diesem Segment derart in die Höhe schnellen. Dazu bietet die dSLR aber noch eine ganze Menge sinnvollen Mehrwert, der den Kauf rechtfertigen kann. Aufgrund des größeren Sensors kann auch bei wenig Licht mit hohen ISO-Empfindlichkeiten mit nur geringen Einbußen in der Bilderqualität fotografiert werden. Durch die Möglichkeit, Objektive zu wechseln, wird Avaiable-Light-Fotografie in reinster Form möglich, wenn entsprechend lichtstarke Optiken verwendet werden.
Lichtstarke Objektive verhelfen auch dem Autofokus in schwierigen Lichtsituationen zu deutlich mehr Zielsicherheit und lassen diesen vor allem wesentlich schneller agieren. Der große Sensor hat dazu noch den Vorteil, dass durch Fotografieren mit offener Blende der Hintergrund in angenehme Unschärfe getaucht werden kann. Gerade für Porträts ist das ein beliebtes Gestaltungsmittel, das eine Kompaktkamera nicht bieten kann. Die meisten Spiegelreflexkameras bieten für Motive in Bewegung eine Schärfenachführung, die ein bewegtes Objekt im Fokus hält. Fortgeschrittene Sport- und Actionfotografie wird dadurch erst möglich. Eine hohe Serienbildgeschwindigkeit unterstreicht zusammen mit insgesamt schnellerer Datenverarbeitung den sportlichen Charakter einer dSLR. Das wichtigste an der Spiegelreflexkamera ist aber, dass das Fotografieren ausschließlich über den Sucher der Kamera abläuft.
Objektive, Stativ, Ersatzakkus, Reinigungsutensilien - der Spiegelreflexfotograf trägt jede Menge an Zubehör mit sich herum.
Bauartbedingt reflektiert ein Spiegel das Bild aus dem Objektiv in den Sucher, klappt nur für den kurzen Moment einer Belichtung hoch und gibt Verschlussvorhang und Sensor frei, um das digitale Foto entstehen zu lassen. Auch hier gibt es wieder einige wenige Ausnahmen, diverse Spiegelreflexmodelle bieten eine Live-Vorschau über das Display auf der Rückseite. Aber in der Regel ist das hochauflösende Sucherbild, das kein Display auch nur ansatzweise ersetzen kann, einer der Hauptgründe, sich für eine Spiegelreflexsystem zu entscheiden.
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