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21.06.2007
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Rentner ins Netz

Eine Milliarde Euro für Surfen im Alter

Internet & Netzwelt

Eine Milliarde Euro für Surfen im Alter

Die Jugendlichen haben das Netz längst für sich erobert, nun sind die Älteren dran. Von wegen Technikphobie, die Rentner entdecken das Netz für sich und nutzen das Web immer häufiger. Die EU-Kommission will ältere Mitbürger nun aktiv unterstützen und lässt bis 2013 eine Milliarde Euro für altengerechte Technik springen.

Inhalt

Die Rentner von heute sind körperlich und geistig fitter als jede Generation vor ihnen. Sie fahren Fahrrad, haben Handys - und nutzen das Internet. Laut der Studie "(N)Onliner Atlas", durchgeführt von TNS Infratest, sind etwa ein Drittel aller Deutschen über 50 online. Das liegt zwar unter dem Gesamtschnitt von etwa 58 Prozent, doch die Alten holen auf.

Marktlücke Rentner

Während sich bei den Jungen zwischen 14 und 29 bereits Sättigungserscheinungen zeigen und weiteres Wachstum kaum noch möglich ist, kommt die gehobene Altersgruppe gerade erst in Fahrt. Dieses Wachstumspotenzial macht die ältere Generation zunehmend interessanter für die Wirtschaft. Denn im Bereich der Computer und Breitbandanschlüsse findet in der Hauptzielgruppe lediglich noch Verdrängungswettbewerb statt.



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Ältere Bürger als Zielgruppe fürs Web

Die EU-Komission will dieses Wachstum nun gezielt fördern und die Älteren zu Surfern machen. Das Forschungsprogramm "Information and Communications Technologies" soll im Rahmen des Aktionsplans "Ageing Well in the Information Society" mit Mitteln von einer Milliarde Euro bis zum Jahr 2013 gefördert werden. "Europas alternde Bevölkerung ist eine Herausforderung für unseren Arbeitsmarkt", sagt Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien.

Immer mehr Alte

"Diese zwei Initiativen werden digitale Technik mobilisieren, die das Alltags- und Sozialleben für alte Menschen verbessern und neue Möglichkeiten für Europas Industrie schaffen werden", so Reding weiter. Die EU-Kommission rechnet vor: Im Jahre 2020 wird ein Viertel der Bevölkerung im vereinten Europa über 65 sein. Bis 2050 werden sich die sozialen Kosten verdreifachen.


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who?!, am 21.06.2007 16:05

bitte was ?!! also ich find mal das ist ne schwachsinnige idee. Was wollen die denn mit Geld anfangen. Im ersten Abschnitt steht das über 50-jährige soviel Geld haben ( im Durchschnitt) wie kein anderer und dann kommt noch das man Ihnen was kauft. Ich frag mich was die sich dabei Denken. Ich kenn schon genug die viel jünger sind und kaum genug zum Leben haben und gescheige denn davon träumen überhaupt einen PC zu besitzen. Und jetzt kommt die grandiose Idee von Politikern "Rentnern" den Alltag zu verschönern. Frag mich was sie mit der Milliarden vorhaben. Gamermäuse für die kaufen oder Internetkurse ??? Also mein Opppa hat sich surfen selbst beibringen können und ich auch. Will man die Alten als dumm darstellen oder was und dazu kommt noch das sie im Durchschnitt mehr Geld zu Verfügung haben. Ich glaub Deutschland geht mal wieder unter ist ja nichts neues.......


King W., am 21.06.2007 16:50

Zitat:

"Die Generation '50 plus' ist nicht nur kaufkräftig und vermögend, sie ist auch bereit, das Geld auszugeben"


Aha, da kommt die Katze aus dem Sack. Man will den Älteren eine bequeme Einkaufsmöglichkeit schaffen - also an deren Portemonnaie, unter dem Deckmantel ihnen die Lebensqualität zu verbessern. :spinnstw:

Zitat:
Umsätze für Provider oder Onlineshops


Das also ist es, alles andere hätte mich auch sehr gewundert! :vogel:

Wäre doch gelacht, wenn die Abo-Abzocker nicht auch noch den Rentnern ein paar Euros aus den Taschen leiern könnten! :keineahn:


Blindenhund, am 21.06.2007 17:14

Hallo!

Öhm - also es geht nicht darum, dass man den älteren Menschen Computer kauft ;).
Das ganze ist eine umfassende Angelegenheit und die Förderung der Webnutzung ist nur ein Aspekt. Dabei geht es eher um "altengerechte" Technik, technisches Wissen zu vermitteln und beispielsweise "altengerechte" Webportale, wie es sie beispielsweise in England schon gibt.

Die "Ageing well"-Aktion zielt ja darauf ab, die Lebenssituation älterer zu verbessern und die Folgen des "demografischen Wandels" der Gesellschaft abzumildern.
Also bitte nicht zu sehr in Richtung "den Alten das Geld aus der Tasche ziehen" verstehen. Das ist eher ein volkswirtschaftlich angenehmer Nebeneffekt :).


immorb, am 21.06.2007 18:45

Zitat:

Das ganze ist eine umfassende Angelegenheit und die Förderung der Webnutzung ist nur ein Aspekt.

Webnutzung? Es wird vergessen das ein Grossteil der 50+er mit dem Web gross geworden sind,und eine Vielzahl sogar noch das DOS beherrschen.
Die sogenannten Jugendlichen haben sich doch ins gemachte "Netz" gesetzt und können in der Regel nicht mehr als das was der ALDI-,Volks-PC zu lässt.
Würde man aber über 70+er in dem Bericht schreiben,dann könnte alles stimmen.

Aber dann müsste ich meine Signatur ändern.
:confused: haltet eure kinder in ehren,sie suchen euren Provider und OnlineShop aus :confused:

M.f.G.


Gudruninge, am 21.06.2007 19:32

Zitat:

Webnutzung? Es wird vergessen das ein Grossteil der 50+er mit dem Web gross geworden sind,und eine Vielzahl sogar noch das DOS beherrschen.
Die sogenannten Jugendlichen haben sich doch ins gemachte "Netz" gesetzt und können in der Regel nicht mehr als das was der ALDI-,Volks-PC zu lässt.
Würde man aber über 70+er in dem Bericht schreiben,dann könnte alles stimmen.

Aber dann müsste ich meine Signatur ändern.
:confused: haltet eure kinder in ehren,sie suchen euren Provider und OnlineShop aus :confused:

M.f.G.


Wenn ich mich nicht irre, sind so ziemlich alle Pioniere des Computerzeitalters mindestens 50+, oder wie Zuse, sogar schon tot:fahrrad:

Aber es nicht um Ehrfurcht vor dem Alter sondern nur mal wieder ums Geld :confused: Ich könnt mich vor Lachen be ....:engelsei:


GreasySpoon, am 21.06.2007 19:34

stimmt wohl. hm, die 70er könnten aber auch noch wissen, was btx ist und vielleicht sogar wie das funktioniert. so gesehen haben sich eher die 80er in das gemachte nest gesetzt. ;)


King W., am 21.06.2007 19:44

Zitat:

Webnutzung? Es wird vergessen das ein Grossteil der 50+er mit dem Web gross geworden sind,und eine Vielzahl sogar noch das DOS beherrschen. [...]


:D

Und ich entwickle sogar noch unter DOS - mit der Programmiersprache Cobol! Dabei wird meine lahme Gurke (Pentium II mit 300 MHz) unter DOS zur Rennmaschine!

Windows nutze ich nur, wenn ich muß. Ist halt ein bißchen unhandlich, mit reinem DOS ins Netz zu gehen ...

Hab mir schon ein paarmal überlegt, unter XP zu programmieren. Aber womit? C++ kann ich zwar, aber das ist für meine Zwecke wenig geeignet. Visual Basic? Ist mir zu kompliziert und kann auch nicht das, was ich brauche. Delphi? Erinnert mich an diese scheußliche Schulsprache Turbo-Pascal. Danke, ohne mich.

Oder weiß jemand, wo ich einen vernünftigen Cobol-Compiler, der unter XP läuft, bekommen kann?


immorb, am 21.06.2007 20:03

Zitat:

Aber es nicht um Ehrfurcht vor dem Alter sondern nur mal wieder ums Geld

Vergessen?? Silber-Surfer sind wertvolle Personen.
Silber in den Haaren, Gold in den Zähnen, Blei in den Knochen.

M.f.G.


Blindenhund, am 21.06.2007 20:29

Leute, jetzt beißt Euch doch nicht so an den 50-Jährigen fest. ;)

Z1 hin, Newton oder BTX her :)
Wie im Artikel steht: Über 50 nutzen halb so viele das Web wie der Durchschnitt. Über 70 sind sogar nur noch 12 % "im Web" (steht nicht im Artikel).

Da gibt es also noch massiven Nachholbedarf.
Und niemand muss sich in seiner Ehre gekränkt fühlen, wenn er nicht zu dieser Gruppe gehört - weil er dann einfach nicht gemeint ist.


immorb, am 21.06.2007 21:28

Zitat:

Da gibt es also noch massiven Nachholbedarf.

Wobei??
Zitat:
Im Jahr 2006 einigten sich die EU-Minister darauf, unsere Informationsgesellschaft barrierefrei zu machen.

Ach ja.
Zitat:
Ältere, Behinderte oder Arbeitslose sollten nicht davon abgehalten werden, am Leben im Internet teilzunehmen.

Richtig!
Sollte man nicht erst anfangen um die normale Umwelt barrierefrei zu machen??
Denn wenn ich als altersgeschwächter Mitbürger ohne Barrieren am sozialem Leben teilnehmen kann,brauche ich kein Internetz.
Zitat:
Die Aktion "Ageing well" hat es sich zum Ziel gesetzt, die generelle Lebensqualität der Älteren zu verbessern und die Sozialkosten der alternden Gesellschaft niedrig zu halten.

Richtig.
Jedem Alten seinen PC.Möglichst mit integrierter Tablettenausgabe ,Fütterungsautomat und Unterhalter.
Zitat:
Die "Ageing well"-Kommision hat errechnet, dass alleine in Deutschland 1,5 Milliarden Euro eingespart werden könnten, wenn ein mobiler Monitoring-Gesundheitsdienst angeboten werden könnte.

Total durchgeknallt.
Nicht schaue mir in die Augen Kleines, sondern, schaue in den Monitor und der PC sagt was du brauchst!

Bei uns fördert man integriertes wohnen.
Alles ist vorhanden.Junge Leute,Alte,Gebrechliche wohnen in einem kleinem Komplex.Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe.Auch eine Art Monitoring.Mit dem Unterschied,es sind keine Computer,sondern Menschen.

Warum bekomme ich öfter den Gedanken das in Brüssel die Idioten der EU versammelt sind und Steuergelder verschwenden.

In dem Sinne:
Biste als Politiker im eigenem Land verbrannt,gehste nach Brüssel.

M.f.G.


pittiplatsch, am 22.06.2007 09:58

Zitat:

stimmt wohl. hm, die 70er könnten aber auch noch wissen, was btx ist und vielleicht sogar wie das funktioniert. so gesehen haben sich eher die 80er in das gemachte nest gesetzt. ;)


:lol: Na prima - auf diese Diskussion habe ich lange gewartet:
Auf der einen Seite versuchen uns Hersteller und Behörden den Alltag zu erleichtern,
auf der anderen Seite ist es aber doch wieder nur der Griff in die Geldbörse.

Obwohl ich erst in der Lehre mit EDV (kc 85) in Kontakt geraten bin
(die kleinen Schaltungen aus der Schulzeit mit Trigger, Widerstand, Kondensatoren und Transistoren vergesse ich lieber - die brauche ich heute für die Modellbahn :schmunze:)
und meine Anfänge mit einen Commodore 128D auch schon eine Weile zurückliegen,
die Grundlagen der Technik interessieren die Planer dieser Aktion wohl weniger.

Heutige Jugendliche sind mit Computern und Elektronik groß geworden - für sie sind Onlinegames, Chats und Foren kaum noch wegzudenken.

Die Generation, die z.B. beruflich nicht gezwungen war in den Bereich der EDV einzusteigen oder privat nicht das Interesse mitbrachte, soll doch hoffentlich das Ziel sein.
Denn wenn immer mehr Servicedienstleistungen nur noch via Internet und Serviceportal erhältlich sind, dann soll auch die Oma noch die Chance haben am Leben teilzunehmen.

Ich kenne genug ältere Leute, die ihre Gewohnheiten trotzdem nicht ändern werden. Die nie im Leben mit Karte bezahlen, die ihre Überweisungen immernoch schön zum Schalter bringen und die Bestellung im Versandhaus auf eine Bestellkarte kritzeln.
Aber irgendwann werden diese Nutzungswege weiter zurückgedrängt - und dann stehen diese Menschen noch mehr im Abseits!

Als Webmaster mache ich mir mitunter keine Gedanken über Barrierefreiheit etc. - auf der privaten Homepage interessiert es mich auch weniger.
Wichtige - insbesondere behördliche - Informationen sollten aber auch für den körperlich eingeschränkten Mitbürger problemlos zugänglich sein - und dafür könnte das "www" genutzt werden!

:hmmm: Nur die ABO-Seiten werden sicherlich nie barrierefrei - denn dann müsste der Preis und die ABO-Laufzeit ja ganz groß dastehen und noch angesagt werden! :schmunze:


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