Von der Aufnahme bis zum Endergebnis
Tutorial: Schrittweise zum perfekten HDR-Foto
Digitalkamera
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Überall liest man zurzeit von HDR, HDR-Fotografie und HDRI. Aber wie wird das richtige Ausgangsmaterial für derartige Bilder fotografiert? Wie geht es danach weiter, und kann ein HDR-Bild noch zusätzlich optimiert werden? Begleiten Sie mit netzwelt ein HDR-Foto von dessen Planung über die Fotografie bis hin zur finalen Bearbeitung.
Inhalt
- Motivsuche
- Vor der Aufnahme
- Fotografieren
- Das HDR-Foto erstellen
- Optimierung und Aufbereitung fürs Web
- Finale Schritte und Endergebnis
Die Grundlagen zur HDR-Fotografie werden in diesem Tutorial vorausgesetzt. Zudem wird eine Digitalkamera benötigt, die sich manuell in den wichtigsten Parametern einstellen lässt: ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Fokus, Blende und Verschlusszeit müssen frei wählbar sein. Ein Stativ und optional ein Kabelfernauslöser sind als Kamerazubehör sinnvoll.
HDR-Fotografie Tutorial
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Wo kommt der HDR-Effekt besonders gut zur Geltung und welche Motive belohnen den Fotografen am Ende am meisten durch ein gelungenes Ergebnis? Zunächst entscheidet hier natürlich der eigene Geschmack. Es wird sicher keinen Spaß machen, dunkle Kellerverliese zu fotografieren, wenn man eher ein Fan romantischer Sonnenuntergänge ist. Darüber hinaus gibt es jedoch Motive, die durch die Aufnahme im HDR-Verfahren zu echten Hinguckern werden. Dazu zählen in der Regel Maschinen oder auch Maschinenteile, Bauwerke mit vielen feinen Details und Kirchen oder Kathedralen.
Architektur ist in der Regel immer gut für HDR-Fotos geeignet. Dieses Bild kann sich vor stürzenden Linien kaum retten, will durch effektvolle Detailzeichnung aber dennoch gerne gefallen.
Durch HDR-Fotografie wirkt ein Bild plastisch und greifbar, daher können Gegenstände, die sich dazu noch in interessantem Licht befinden, mit dem HDR-Effekt begeisternd in Szene gesetzt werden. Beliebte Motive sind auch Autos, Statuen, Möbel oder Landschaften, die oft durch einen beeindruckenden Himmel ergänzt werden. Je mehr strukturierte Wolken unterschiedlicher Helligkeiten der Himmel zu bieten hat, desto effektvoller wird das spätere HDR-Image, kurz HDRI. Im Endeffekt ist es dem HDR-Fan egal, was sich vor seiner Linse präsentiert, Hauptsache, es finden sich sowohl sehr dunkle als auch sehr helle Elemente im Bild und die Motivbewegung hält sich in Grenzen.
Das Motiv steht fest, die Kamera ist auf dem Stativ montiert. Zunächst wird das Motiv ausgemessen, um den Kontrastumfang für unsere Aufnahme zu definieren. Dazu an der Kamera die Blendenvorwahl mit einer mittleren Blende, zum Beispiel Blende 8 oder 11, einstellen. Die Blende sollte für reichlich Tiefenschärfe im Bild, was meistens erwünscht ist, recht hoch gewählt werden. Als Belichtungsmessung wird Spotmessung ausgewählt, um bestimmte Stellen im Bildausschnitt gezielt anmessen zu können. Die ISO-Empfindlichkeit muss ebenfalls fest gewählt sein, damit keine Automatik unsere Aufnahmeeinstellungen beeinflusst.
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Hi,
die Anleitung ist sehr verständlich und logisch dargelegt. Ich würde jedoch gern noch einen Schritt weiter gehen. Dazu folgende Frage:
Gibt es eigentlich irgendwo eine Software oder einen Workflow (Script), mit der man nicht nur Bilder, sondern auch Filme (avi oder mpeg) zu HDR verarbeiten kann?
Sinnvoll wäre das z.B. bei der Digitalisierung von Schmalfilmen über eine Videokamera. Das Problem: Schmalfilme haben in der Regel ein Kontrastverhältnis von ca. 1:3000, gute Videokameras können aber in einem Bild höchstens ein Kontrastverhältnis von 1:1000 verarbeiten.
Das führt dazu, dass entweder die Lichter "ausbrennen" oder die Schatten "absaufen".
Würde man den Schmalfilm 2 mal digitalisieren - einmal hochbelichtet und einmal niedrig belichtet - könnte das Problem gelöst werden. Sofern es eine entsprechende Software gäbe, welche auch Filme (inkl. Interlacing) verarbeiten könnte.
Manuell habe ich das Problem schon mal mit Photoshop CS3 hinbekommen.
Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:
1.Hochbelichteten und niedrig belichteten Film mit AFTER FX in psd-Bilderfolge zerlegen. (ACHTUNG: nur das psd-Format zerstört nicht die Halbbildreihenfolge. Alle anderen Formate wie flm, bmp, tif usw. verlieren die Interlacing-Infos)
Danach steht in Photoshop folgende Aufgabenstellung: Es soll eine Bilderfolge von HDR-Bildern aus jeweils einem hoch belichteten und einem dazugehörigen niedrig belichteten Ausgangsbild (Format psd, 8 Bit) via Stapelverarbeitung zur automatische Abarbeitung ohne Unterbrechung generiert werden.
Die hochbelichteten Quell-Bilder befinden sich im Ordner "HIGH" mit dem Syntax "high0001.psd" bis "high9999.psd" und die niedrig belichteten Quell-Bilder im Ordner "LOW" mit dem Syntax "low0001.psd" bis "low9999.psd". Der Zielordner soll "TARGET" sein, die bearbeiteten Bilder sollen den Syntax "end0001.psd" bis "end9999.psd" haben.
Alle Ausgangsbilder haben das gleiche Format und die gleiche Größe. (8 Bit, psd, RGB)
Die Aktionen sollen folgendermaßen ablaufen:
1. Öffnen des ersten "low-Bildes" aus dem Ordner "LOW"
2. Öffnen des ersten "high-Bildes" aus dem Ordner "HIGH"
3. In Photoshop DATEI>AUTOMATISIEREN>"Zu HDR zusammen fügen". Option: Bilder ausrichten: ein / Verwenden:geöffnete Dateien / ok
4. Im sich öffnenten Fenster "EV manuell einstellen" soll dem "high-Bild" der EV-Wert 3 zugewiesen werden, und dem "low-Bild" der EV-Wert 0. OK. Fenster: Zu HDR zusammenfügen mit ok bestätigen.
5.In 8-Bit-Bild konvertieren mit Methode: Histogramm equalisieren (Menü Bild>Modus>in 8 Bit wandeln)
6.Bildgröße bikubisch nicht propotional auf 720x576 Pixel umrechnen. (Menü Bild>Bildgröße)
7.Speichern des ersten Endbildes im Ordner "TARGET" .
8.Alle Bilder schließen.
Danach soll das Ganze für das 2. Bild usw usf. bis zum letzten Bild automatisiert erfolgen.
Trotz langem experimentierens ist es mir weder gelungen, eine funktionierende (durchlaufende) Stapelverarbeitung oder ein funktionierendes Droplet zu erstellen.
Manuell funktioniert das jedoch sehr gut, wenn auch sehr aufwendig.
Die Target-Bilderfolge wird in PREMIERE wieder zu einem avi zusammengefügt. Das Ergebnis ist SUPER.
Leider fehlt mir das Wissen, um ein Script zur Automatisierung zu schreiben. Kann jemand helfen? Oder gibt es schon eine Lösung?
Es wäre schön, wenn jemand helfen könnte.
Gruß Thomas
Direkt helfen kann ich dir nicht, aber es gibt AviSynth, eine skriptbasierte Videobearbeitung/Verarbeitung. Schau dir das mal an.
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