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26.06.2007
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Die Herstellung und Entsorgung des Computers

Komplettsysteme

Die Herstellung und Entsorgung des Computers

Der ambitionierte Computerfan kennt seinen Rechner genau. Er weiß noch, wann er ihn gekauft hat, welche Teile er austauschte und wem er seinen letzten Rechner weiterverkauft hat. Aber was passiert vorher und nachher? Wo und unter welchen Bedingungen entstand der Computer, wo wird er einmal landen, wenn er sein Dasein als Rechenknecht beendet hat?

Computer sind die wichtigsten Begleiter des digitalen Alltags. Sie sorgen für Kommunikation, Unterhaltung oder für den Lebensunterhalt. Der Rechner begleitet uns oft sein ganzes Leben lang. Von der Geburt aus dem Karton bis hin zur Trennung durch den Elektrogeräteverwerter. Doch die dramatischsten Momente eines Computerlebens bekommen wir nicht mit.

Inhalt

Wir erleben nur einen Teil des Lebenszyklus eines PCs. Von der Produktion oder gar der Entsorgung erfahren wir nichts. Wir ahnen, dass ein Großteil der Herstellung sicherlich in Asien stattfindet. Von der Entsorgung sind die Vorstellungen meist noch diffuser. Jemand wird den Computer vermutlich zerlegen und vielleicht die Einzelteile verwerten. Doch so einfach ist es leider nicht. Laut Greenpeace fallen in Deutschland jährlich 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an. 114.000 Tonnen davon sind IT-Schrott.

Konsumfalle Computer

Das Konsumverhalten von Computerkäufern hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Während Computer in den Neunzigerjahren durchschnittlich etwa sieben Jahre im Haushalt verweilten, beträgt die mittlere Lebensdauer eines heutigen Rechners gerade einmal drei Jahre. Kein Wunder: Neue Prozessorgenerationen, potentere Grafikkarten, eine neue RAM-Generation oder ein neues Betriebssystem mit hohen Anforderungen. Gründe für einen Wechsel liefert die Industrie reichlich. Künstlich geschaffene Nachfrage.



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Mehr Power: Gamer brauchen öfters Nachschub

Kaum löst eine neue Technik die bestehende ab, nehmen Neukäufe zu. Niemand will zum alten Eisen gehören. Moderne Rechner und deren Komponenten werden immer leistungsstärker und meist steigt damit auch der Stromhunger. Damit steigen auch die Unterhaltskosten und die Umweltbelastung. Der Verbrauch im Betrieb ist jedoch nur ein kleiner Posten in der Bilanz eines Rechners. Den weitaus größten Schaden richten Computer nicht in der Zeit an, in der sie ihre Arbeit verrichten.

Energiebilanz des Computers

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat ausgerechnet, dass die Herstellung eines PCs etwa 3.000 Kilowattstunden Energie kostet. Soviel, wie ein Zwei-Personen-Haushalt in einem ganzen Jahr verbraucht. Ein PC mit 150 Watt Stromverbrauch kann mit dieser Energiemenge mehr als sechs Jahre acht Stunden täglich laufen. Nur die wenigsten Computer sind aber so lange und so viel im Einsatz. Den Großteil ereilt schon weit früher das Schicksal durch Ausmusterung. Somit ist die Herstellung in der Gesamtbilanz weitaus umweltschädlicher als der Betrieb.


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News Flash, am 08.01.2009 02:41

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