256bit gegen neugierige Blicke
Dateien und Ordner mit TrueCrypt sicher verschlüsseln
Sicherheit
Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, Onlinedurchsuchung: In den letzten Monaten sind Stichwörter gefallen, bei denen man nicht einmal paranoid sein muss, um sich um die Sicherheit seiner Daten zu sorgen. Ein Laptop kann gestohlen werden, ein USB-Stick ist allzu leicht verloren gegangen. Wie sichert man seine privaten Daten effektiv? Zum Beispiel kostenlos, mit der Open-Source-Software TrueCrypt.
Inhalt
TrueCrypt ist ein kostenloses Open-Source-Programm, mit dessen Hilfe in wenigen Minuten ein sicheres Image als Datencontainer angelegt ist oder gar ein ganzes Laufwerk verschlüsselt wird. Damit ist ein sicherer Raum geschaffen, sodass dort sensible Daten wie persönliche Unterlagen oder andere Dinge, die nicht jedem in die Hände fallen sollten, gut untergebracht sind.
Beispielsweise kann eine Speicherkarte oder ein USB-Stick gefahrlos zum Schlüsselanhänger mit allen wichtigen Daten werden. Geht er verloren, bleibt dem Finder nicht anderes übrig, als ihn neu zu formatieren. Auslesen kann er die Dateien dank 256bit-Verriegelung nicht.

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TrueCrypt mit gemounteter Speicherkarte
(Klick vergrößert.)
Es ist aber ebenso machbar, nur ein verschlüsseltes Image anzulegen, statt gleich ein ganzes Laufwerk in Ketten zu legen. Dieses Image von beliebiger Größe kann als Laufwerk "gemountet" werden und so zur sicheren Festung für geheime oder heikle Ordner und Dateien werden. Anders als bei einfachen Verschlüsselungstools muss bei TrueCrypt nicht jedesmal der gesamte Inhalt vollständig entschlüsselt werden. TrueCrypt öffnet den Datenträger oder das Image wie ein Laufwerk, sodass der Anwender wie gewohnt im Explorer damit arbeiten kann. "On-the-fly" nennt man dieses Echtzeit-Arbeiten mit verschlüsselten Daten.
Tarnung ist Sicherheit
Paranoiker gehen noch einen Schritt weiter und legen das Image als versteckten Bereich an. Damit ist das verschlüsselte Laufwerk für Diebe, Ermittlungsbehörden oder vor wem sich ängstliche Zeitgenossen sonst noch fürchten, unsichtbar. Es ist dann also nicht einmal ersichtlich dass sich verschlüsselte Inhalte auf der Festplatte befinden.
"Plausible-deniability" nennt sich dieses Prinzip - "glaubwürdiges Abstreiten". Denn wenn keine verschlüsselten Daten sichtbar sind, wird auch niemand versuchen, diese zu entschlüsseln. TrueCrypt beherrscht mehrere Verschlüsselungsverfahren, die jeweils unterschiedlich hart zu knacken und im praktischen Alltag ebenfalls unterschiedlich schnell in der Benutzung. Die Spannweite der Algorithmen reicht von AES über Twofish bis hin zum dreifach verschlüsselten Triple DES.
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