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11.06.2007
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DDR3, PCI Express 2.0 und Stromspar-Prozessoren

Hardware-Neuigkeiten von AMD und Intel

Prozessoren & Overclocking

Hardware-Neuigkeiten von AMD und Intel

Jahr für Jahr aufs Neue, immer im Juni, wandelt sich Taiwans Hauptstadt Taipeh für einige Tage zum Mekka der Hardware-Branche. Dann werden auf der weltweit zweitgrößten Computerfachmesse Computex Innovationen vorgestellt, Trends benannt und Kleinkriege ausgefochten. Wie sich AMD und Intel dieses Jahr geschlagen haben, weiß netzwelt.

Inhalt

Trotz aller Rivalitäten und Unterschiede scheinen AMD und Intel letztlich ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: effizientere Produkte. Im Klartext heißt das mehr Leistung bei gleichbleibendem oder sogar geringerem Stromverbrauch. Mehr als 130.000 Computex-Besucher konnten sich bereits persönlich davon überzeugen, ob die Neuheiten der beiden Chipriesen diese Erwartungen erfüllen oder nicht. Der Otto-Normal-Anwender wird sich jedoch noch einige Zeit gedulden müssen, bis er sich ebenfalls ein eigenes Bild davon machen kann - sei es zum einen wegen noch unzureichender Verfügbarkeit, zum anderen wegen schlichtweg horrender Preisvorstellungen der Hersteller.

Zukunftsorientiert: Intels neue Mainboard-Chipsätze

Ein absolutes Highlight der mittlerweile 27. Computex war die offizielle Vorstellung der neuen Mainboard-Chipsätze von Intel, die zusammenfassend schlicht als "Intel 3 Series" bezeichnet werden und bislang unter dem Codenamen "Bearlake" bekannt waren. Vorerst sind sechs Vertreter der neuen Chipsatz-Familie geplant: Den Anfang machen der G33 und der P35 Express, die beide bereits auf der diesjährigen Cebit zu sehen waren und schon seit April von Intel ausgeliefert werden. Ab sofort ebenfalls erhältlich sind der Q33 und der Q35 Express. Die beiden letzten im Bunde, der G35 Express sowie das Highend-Modell X38, lassen allerdings noch bis zu drei Monate auf sich warten.

Mit seiner 3er-Serie will Intel vor allem seine Vorreiterstellung erneut unter Beweis stellen und bringt mit den neuen Chipsätzen auch direkt neue Features an den Start - DDR3 und PCI Express 2.0 sind hier die Schlagworte. Darüber hinaus sind die "Bearlakes" bereits für den Einsatz mit 45-Nanometer-Prozessoren (Codename "Penryn") konzipiert, die Intel noch in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt bringen will. Intels Marketing-Beauftragte lassen es sich zudem nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Chipsätze eine "außergewöhnliche Performance", eine "höhere Energieeffizienz", ein "optimiertes Systemdesign" sowie einen "leiseren Betrieb" bieten. Mag sein, lässt sich aber natürlich erst durch ausführliche Tests bestätigen.

Unumstößlicher Fakt ist hingegen die Implementierung der bereits erwähnten neuen Features DDR3 und PCI Express 2.0. Aber was genau bedeutet das? Zunächst zu PCI Express 2.0: Die zweite Generation des Nachfolgers von PCI und AGP bietet in erster Linie eine Steigerung der Geschwindigkeit; die Bandbreite soll sich von derzeit 2,5 Gigabyte pro Sekunde auf fünf Gigabyte pro Sekunde verdoppeln. Des Weiteren soll der enorme Stromhunger aktueller Grafikkarten durch eine Leistungsaufnahme von bis zu 300 Watt gestillt werden.

Schneller, besser, teurer: DDR3 vs. DDR2

Bei DDR3 wiederum handelt es sich - wie der Name schon sagt - um eine Weiterentwicklung des aktuellen DDR2-Speicherstandards. Die Vorteile der neuen Speicherriegel sind dieselben, die schon DDR2 gegenüber DDR1 zum Durchbruch verholfen haben - eine niedrigere Versorgungsspannung (jetzt 1,5 Volt statt 1,8 Volt) und deutlich höhere Taktraten. Möglich macht das ein so genannter Achtfach-Prefetch (DDR2: Vierfach-Prefetch), der es ermöglicht, mehr Daten in kürzerer Zeit zu verarbeiten. Wer baldmöglichst von diesen Vorteilen profitieren will, muss jedoch tief in die Tasche greifen: Die ersten, bereits erhältlichen DDR3-Module kosten in etwa doppelt so viel wie DDR2-Riegel. Schon allein deshalb wird ein Durchbruch der neuen Speichertechnologie erst mit dem Sinken der Preise erwartet.

Glücklicherweise sind Intels neue Chipsätze der 3er-Serie abwärtskompatibel zum aktuellen DDR2-Standard, sodass eine Anschaffung eines entsprechenden Boards auch schon vor dem nötigen Preissturz möglich ist, ohne den Geldbeutel unnötig stark strapazieren zu müssen. Natürlich sind auch die neuen Platinen teurer als Varianten mit älteren Chipsätzen - aber hier hält sich die Preisdifferenz noch in erträglichen Grenzen. Entsprechende Boards sind in Online-Shops teilweise schon ab gut 100 Euro gelistet.


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News Flash, am 08.01.2009 04:39

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