Was der Underdog unter den Browsern kann
Opera: Der unterschätzte Außenseiter
Browser
Reines Vorlesen funktioniert auch ohne Mikrofon. Um die verbalen Fähigkeiten des Browsers zu aktivieren, muss in den Einstellungen und "Sprache" die entsprechende Erweiterung heruntergeladen werden. Ähnlich wie bei den Mausgesten können auch die Sprachbefehle selbst zusammengestellt werden.
Ein simples Suchmaschinenfeld neben der Adressleiste reißt heute niemanden mehr vom Hocker. Bei Opera geht dieses jedoch über ein reines Google-Suchfeld hinaus. Denn dank der flexiblen Suche kann jedes beliebige Suchfeld einer Homepage im Netz zu Opera hinzugefügt werden. So ist es kein Problem, die Artikelsuche von Wikipedia oder die Produktsuche eines Preisvergleich-Anbieters direkt in den Browser zu integrieren. Mit einem Rechtsklick in ein Suchfeld reicht es, "Suche erstellen" auszuwählen. Schon erscheint das auserkorene Suchfeld auch in Operas Suche.
Dieses Suchfeld ist nur eine visuelle Komforthilfe. Wer mag, kann es einfach weglassen. Opera bietet einen Hauch von Kommandozeilen-Anmutung. Mit dem richtigen Suchkürzel versehen, kann der gewünschte Begriff auch direkt in das Adressfeld eingetippt werden. Das spart die Auswahl der Suchquelle. Ein "g netzwelt" in die Adressleiste geschrieben wäre eine Google-Suche nach netzwelt, "e" das entsprechende Kürzel für eBay.
Opera - Suche erweitern
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Auch den manuell hinzugefügten Suchmasken können wir Kürzel zuweisen und sie so ohne Umwege ansteuern. So könnte man beispielsweise die netzwelt-Suche ebenso hinzufügen wie das Eingabefeld eines Übersetzungstools. Damit muss nie wieder die Startseite von eBay oder Wikipedia aufgerufen werden, nur um dort die Suche zu bemühen - von außerhalb suchen und direkt bei den Ergebnissen landen.
Kleine, mehr oder minder nützliche Hintergrund-Programme sind keine Besonderheiten mehr. OS X hat es, Vista hat es auch und einige andere Programme stellen ebenfalls Widgets, Gadgets oder wie sie auch heißen mögen, zur Verfügung. Mit Opera kann seit Version neun auch der erste Browser eigene Widgets verwalten und darstellen. Die in Ajax programmierten Helferlein können nützliche Dinge wie Merklisten oder Wettervorhersage sein, aber auch Spiele wie ein Aquarium oder andere kurzweilige Beschäftigung sind als Opera-Widget zu haben.

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Reichlich Widgets für jeden Geschmack und Anwendungszweck
Das waren bislang ausschließlich die markantesten Fähigkeiten unter norwegischer Flagge. Es bleibt kaum Platz, um erwähnenswerte Dinge wie den vollwertigen Email-Client oder das Adressbuch zu erwähnen. Entwürfe aus dem praktischen Notizbuch sind mit einem Klick als Mail verschickt. Downloads wandern vom Downloadmanager gesteuert auf den Rechner. Zugleich besitzt Opera einen simplen BitTorrent-Client, der weitere P2P-Software unnötig macht.
Der Newsreader soll ebenso wenig unerwähnt bleiben wie der Phishingfilter gegen Betrugsversuche. Ein Chat zwischendurch per integriertem IRC-Client hilft, weltweit neue Kontakte zu knüpfen. Ästheten können ihren Browser über Skins einen individuelleren Touch verleihen. Überhaupt ist wohl keine andere Software zum Surfen so vielseitig konfigurierbar wie der Browser aus Oslo. Schwer vorstellbar, warum nur 1,3 Prozent aller Nutzer bisher diese Talente entdeckt haben. So bleibt Opera-Nutzern immerhin der Exoten-Bonus unter den Surfern.
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