Extrem-Grafikkarte für DirectX 10 und Windows Vista
GeForce 8800 Ultra im Test: Dekadenz in 3D
Grafikkarten
Es soll tatsächlich Menschen geben, die selbst einen Supersportwagen noch aufmotzen. Mit etwas Vergleichbarem versucht sich die Grafikschmiede Nvidia, indem sie ihrem absoluten Top-Modell eine noch schnellere Variante vorsetzt. Gut vier Jahre nach dem GeForce 6800 Ultra - in der Hardware-Zeitrechnung eine halbe Ewigkeit - gibt es nun endlich wieder Grafikkarten mit dem bedeutungsschwangeren Zusatz. Was der 3D-Overkill in der Praxis bringt, zeigt der Testbericht.
Aufmotzen ist im konkreten Fall mit Übertakten gleichzusetzen, denn mehr hat Nvidia im Grunde nicht getan. Damit Grafikkarten mit dem GeForce 8800 Ultra wegen der Leistungssteigerung nicht gleich Feuer und Flamme sind, wurde der Kühler geändert. Wer es nicht für möglich hielt, wird eines Besseren belehrt - er ist sogar noch größer als bei der zweitbesten GTX-Version. Überhaupt ist beim beschleunigten Beschleuniger nichts weniger geworden. Abgesehen vom Bargeld natürlich, wovon nach dem Kauf nicht mehr allzu viel übrig bleibt.
Inhalt
Extremist
Übertaktungspotenzial
Fazit
GeForce 8800 Ultra vs. GeForce 8800 GTX
Wie gehabt ist der derzeit stärkste Vertreter der GeForce 8800-Serie eine regelrechte Monströsität - mit einer Länge von 27 Zentimetern überragt er selbst ausgewachsene Mainboards um ein gutes Stück. Die vorliegende GeForce 8800 Ultra von Asus entspricht bis auf einen kleinen Sticker am Lüfter dem Referenzdesign von Nvidia und die schwarze Kunststoffabdeckung des Kühlers nimmt im Gegensatz zum GTX-Pendant die ganze Platine in Beschlag. Da schon die Grafikkarte allein mehr Energie schluckt als zwei komplette Büro-PCs zusammen, braucht sie auch gleich zwei Stromanschlüsse.

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Gegenüber der GeForce 8800 GTX (unten) wurden
bei der Ultra-Variante Kühler und Takt geändert.
Beim Takt des Grafikprozessors (GPU) legt die GeForce 8800 Ultra gegenüber der GTX um die Wenigkeit von 37 Megahertz zu, dafür sind es beim Speicher immerhin effektive 360 Megahertz mehr. Wie das "kleine" Schwestermodell setzt sie auf 128 so genannte "Stream Prozessoren", die jedoch mit 1,51 statt 1,35 Gigahertz laufen. Bei den Anschaffungskosten erzielt die GeForce 8800 Ultra mit einem Straßenpreis von mindestens 630 Euro einen fragwürdigen Vorsprung von etwa 150 Euro, nochmals übertaktete Grafikkarten knacken locker die 700-Euro-Marke.
Da bereits die GeForce 8800 GTX als ungeschlagener Platzhirsch die Sparte der High-End-Grafikkarten dominierte, steht die übertaktete Ultra nun folglich ganz vorne. Allerdings ohne den drastischen Performance-Zuwachs, welcher den satten Aufpreis zumindest ansatzweise rechtfertigen würde. Bei sehr hohen Qualitätseinstellungen bringt die GeForce 8800 Ultra pro Sekunde immerhin etwa sieben bis acht Bilder mehr auf den Schirm. Ein Hardcore-Gamer, der diesen mageren Unterschied bemerkt, kann höchstwahrscheinlich auch Wireless-LAN-Kabel sehen.
GeForce 8800 Ultra im Test
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