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29.05.2007
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Radeon HD 2000: Erste DirectX 10-GPUs von Ati

Ati-Grafikkarten auf Angriffskurs

Grafikkarten

Ati-Grafikkarten auf Angriffskurs

Ein Schnellschuss war Atis Radeon HD 2000-Serie nun wirklich nicht: bereits fürs letzte Jahr angekündigt, dann verschoben, erneut für Anfang dieses Jahres angekündigt, wieder verschoben... Man hatte den Eindruck, dass es dem AMD-Adoptivkind Ati nicht gerade leicht fällt, mit der Entwicklung in der Grafikwelt Schritt zu halten. Erzrivale Nvidia hatte somit wieder einmal die Nase vorn und präsentierte mit seinem GeForce 8800 den ersten DirectX 10-fähigen Grafikchip. Aber jetzt ist auch Ati soweit und bringt nach einer langen Odyssee "Radeon HD 2000" an den Start. Netzwelt hat sich das Endprodukt einmal genauer angeschaut.

Inhalt

Kleinere Strukturbreiten und Spielkonsolen-Knowhow

Die mittlerweile sechste Generation der Radeon-Familie formiert sich aus dem Topmodell Radeon HD 2900 XT, den Mittelklasse-Modellen der Radeon HD 2600er-Serie sowie den Radeon HD 2400 getauften Einsteiger-GPUs. Basis der neuen Grafikprozessoren sind der R600-Chip und seine Derivate (RV610, RV630), deren Architektur nicht vollkommen neu ist: Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Weiterentwicklung des Xenos-Designs, das bereits in der Xbox 360 für die nötige Grafikpower sorgte.

Bemerkenswert ist, dass mit der neuen Grafikgeneration auch die Fertigung in 65-Nanometer-Strukturen bei Ati Einzug gehalten hat. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen können bei gleichbleibender Größe mehr Transistoren untergebracht werden, zum anderen kann der Energieverbrauch deutlich abgesenkt werden. Atis sonst so fortschrittlicher Konkurrent Nvidia muss in diesem Fall passen: Im kalifornischen Santa Clara ist die 80-Nanometer-Fertigung zurzeit noch das Maß aller Dinge.

Aber auch Ati hat sich noch nicht ganz vom altbewährten 80-Nanometer-Prozess gelöst: Ausgerechnet das Flaggschiff Radeon HD 2900 XT wird als einziges Modell der neuen Radeon HD 2000-Serie noch mit Strukturbreiten von 80 Nanometern gefertigt. Dafür ist sie aber auch schon im Handel erhältlich - auf die kleineren Geschwister der Radeon HD 2600- und der Radeon HD 2400-Serien muss noch bis Ende Juni gewartet werden.

Angriff auf die Pole Position bleibt aus

Zunächst wurde erwartet, dass Ati mit dem Launch seiner ersten DirectX 10-GPUs direkt in die Vollen geht und Nvidias derzeitiges High-End-Modell GeForce 8800 Ultra kontert. Überraschenderweise ist dem nicht so: Wie der Preis der Radeon HD 2900 XT (circa 400 Euro) erkennen lässt, positioniert Ati sein Flaggschiff stattdessen genau zwischen Nvidias Nummer zwei und Nummer drei, der GeForce 8800 GTX (knapp 500 Euro) und der GeForce 8800 GTS (gut 300 Euro). Ob die Radeon HD 2900 XT allerdings auch leistungstechnisch dorthin gehört, bleibt angesichts erster, eher bescheidener Test-Ergebnisse eher fraglich.


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rumpel02, am 29.05.2007 15:51

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