DirectX-10-Grafik und Turbo-Prozessoren
Schöne, schnelle Notebook-Welt
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Eine weitere Neuerung, die "Santa Rosa" mit sich bringt, ist der Mobile 965 Express-Chipsatz, der neben Windows Vista-Kompatibilität vor allem einen schnellen, kabellosen Datentransfer nach dem Funkstandard 802.11n zu bieten hat. So sollen eine doppelt so große Funkreichweite und bis zu fünfmal mehr Bandbreite möglich sein als mit den gängigen Standards 802.11a, b und g, die ebenfalls unterstützt werden. Möglich macht das alles das so genannte 4965A GN-Modul.
"Centrino Pro" für Profis, "Centrino Duo" für den Heimanwender
Angeboten wird der Chipsatz in den Varianten "PM" und "GM". Letztere bietet zusätzlich einen integrierten Grafikkern, den GMA X3100. Dieser ist DirectX-9-fähig und verfügt über acht programmierbare, mit 500 Megahertz getaktete Einheiten. Dadurch soll die Videodarstellung beschleunigt und adaptives Deinterlacing ermöglicht werden. Zusammenfassend bezeichnet Intel das Ganze als "Clear Video Technology". Die Schnittstellenausstattung des neuen 965-Chipsatzes soll unter anderem zehn USB 2.0-Ports, dreimal Serial-ATA/300 sowie sechs einfache PCI-Express-Lanes umfassen. Für den Anschluss von Grafikkarten steht PCI Express x16 zur Verfügung.
Anders als ihre Vorgänger erscheint "Santa Rosa" als erste Plattform in zwei Varianten, die unterschiedliche Zielgruppen adressieren. "Centrino Pro" soll dabei dem Unternehmenseinsatz dienen, "Centrino Duo" hingegen in Endkunden-Geräten zum Einsatz kommen. Der Unterschied zwischen den beiden Ausführungen besteht letztlich aber lediglich darin, dass "Centrino Pro" zusätzlich über Intels Active-Management-Technologie verfügt, mit der sich Rechner fernüberwachen lassen.
Erste Notebooks mit "Santa Rosa"-Technik sollen schon bald im Handel verfügbar sein. Bereits im kommenden Jahr soll die Plattform aber bereits wieder überholt sein. Dann will Intel "Montevina" und 45-Nanometer-CPUs ins Rennen schicken. Während Intel bereits die 45-Nanometer-Fertigung im Auge hat, ist Erzrivale AMD erst einmal damit beschäftigt, seine Notebook-Palette erfolgreich auf 65nm umzustellen. Das haben die Kalifornier aus Sunnyvale jetzt mit fünf neuen Varianten der Notebook-Prozessoren Turion 64 X2 geschafft.
AMD: Konterversuch mit 65 Nanometer
Topmodell ist dabei der Turion 64 X2 TL-66 mit einer Taktrate von 2,3 Gigahertz und einer Thermal Design Power (TDP) von 35 Watt. Die untere Leistungsgrenze markiert der Turion 64 X2 TL-56, der mit 1,8 Gigahertz taktet und eine TDP von 31 Watt aufweist. Dazwischen liegen die Turion 64 X2 CPUs mit den Modellnummern TL-64 (2,2 Gigahertz / 35 Watt), TL-62 (2,1 Gigahertz / 35 Watt), TL-60 (2,0 Gigahertz / 31 Watt) und TL-58 (1,9 Gigahertz / 31 Watt). Alle Chips verfügen über ein Megabyte L2-Cache und unterstützen DDR2-800-Speicher im Dual-Channel-Betrieb.
Dank der hohen Taktraten und niedrigen Leistungsaufnahmen sollen in Kombination mit dem kürzlich ebenfalls neu vorgestellten M690G-Chipsatz deutlich längere Akkulaufzeiten möglich sein. Laut AMD sollen Notebooks so bis zu einer Stunde länger durchhalten können. Schlüsseltechnologie ist, ähnlich wie bei Intels "Turbo Memory", ein zusätzlicher Speicher, der vom Chipsatz genutzt werden kann, um letztlich CPU und Hauptspeicher zu entlasten. Bezeichnet wird das Ganze von AMD als "Display Cache" und meint bis zu 128 Megabyte Speicher, die einfache Aufgaben, wie beispielsweise die Aktualisierung des Bildschirminhalts bei Office-Anwendungen, übernehmen. Dadurch können CPU, Chipsatz und Hauptspeicher in der Zwischenzeit einen Stromsparmodus einlegen.
Weitere Merkmale des M690G sind eine DirectX-9-fähige, integrierte Grafik (Radeon X1200) sowie eine umfangreiche Schnittstellen-Ausstattung. Zur Verfügung stehen neben der Grafik-Schnittstelle vier einfache PCI-Express-Steckplätze, vier Serial-ATA-Anschlüsse, ein Kanal für zwei parallele IDE-Laufwerke sowie zehn USB 2.0-Ports. Hinzu kommen noch maximal sechs weitere Slots für den PCI-Bus.
Es dürfte aber zu bezweifeln sein, dass Intel dies als echte Bedrohung ansieht: Immerhin sind die Kalifornier schon seit langem auf den 65-Nanometer-Zug aufgesprungen. AMD versucht daher gleichzeitig die Kunden mit Preissenkungen, Angebotspaketen und einer mobilen Version des 690-Chipsatzes auf seine Seite zu ziehen. Der nächste richtige Angriff von AMD dürfte aber nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen: Dann sollen der Dual-Core-Prozessor "Griffin" auf Basis der angekündigten, neuen K10-Architektur sowie die dazugehörige "Puma"-Plattform den Notebook-Bereich wieder aktiv mitgestalten.
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