Ultraflache Ästheten-Tastatur
Logitech diNovo Edge im Test: Eingeben für Angeber
Mäuse, Tastaturen, Zubehör
Wer hier am Drücker ist, hält eine der teuersten und wahrscheinlich schönsten Tastaturen in den Händen. Ob die diNovo Edge von Logitech auch zu den besten zählt, zeigt der netzwelt-Testbericht. Orangefarbene Lichteffekte hinter schwarz verspiegeltem Acrylglas, eine Handballenauflage aus Aluminium, berührungsempfindliche Sensoren und ein eingebautes Touchpad sind nur einige Eckpunkte der knapp einen Zentimeter flachen Extravaganz.
Obwohl im Auftritt eher schlicht, umweht die diNovo Edge ein edler Hauch von Luxus. Mit der harmonischen Kombination von Klavierlack-Optik und gebürstetem Leichtmetall kann man kaum etwas falsch machen, in dieser Hinsicht wagt Logitech also keine risikoreichen Design-Experimente. Dennoch ist die aggressiv-orangene Beleuchtung von recht seltener Natur, da die Hersteller effektheischender Eingabegeräte in der Regel auf kühles Blaulicht setzen.
Inhalt
Orangen und rund
Tiefgelegt und abgehoben
Nichts für Kassenkräfte
Volle Ladung
Logitech kontra Microsoft
Alle Daten auf einen Blick
Nicht nur äußerlich erinnert das nahezu perfekt verarbeitete Edel-Keyboard an die Tastatur eines Notebooks, es fühlt sich auch genauso an. In puncto Ansprechverhalten hat Logitech alles richtig gemacht - besser geht es kaum. Sämtliche Tasten bestechen durch ihre ausgesprochen wertige und exakte sowie angenehm leise Rückmeldung, mit der das Tippen gleich doppelt so viel Spaß macht. Etwas problematisch dürfte es sich jedoch gestalten, wenn die Aufmerksamkeit des Schreibers mehr dem Keyboard selbst als dem Inhalt des Bildschirms gilt.
Was durchaus passieren könnte, auch wenn Ergonomie-Experten etwas anderes empfehlen würden. Denn laut Bildschirmarbeitsverordnung sollten Tastaturen eine reflexionsarme Oberfläche aufweisen, was dieses spezielle Exemplar aber herzlich wenig interessiert. Im Test gereicht dies der diNovo Edge aber keineswegs zum Nachteil. Abgesehen von der hohen Anfälligkeit für Schmutz, Staub und Fingerabdrücke versteht sich, doch immerhin gehört auch ein überaus sinnvolles Wischtuch zum Lieferumfang.

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Animation: TouchDisc und Lautstärkeregler
Beim Entwurf wurde scheinbar penibelst darauf geachtet, dass keine unnötige Beschriftung das Understatement verfälscht. So leuchten die Piktogramme für die sekundäre Konfiguration der F-Tasten 1 bis 12 beispielsweise erst nach dem Betätigen der entsprechenden "Fn-Taste" am unteren Rand. Nicht viel mehr als eine Spielerei, aber eine äußerst sehenswerte. Gleiches gilt auch für den gekonnt versteckten Lautstärkeregler, der erst beim Kontakt mit der berührungsempfindlichen Sensorleiste zwei kleine Lichtpunkte offenbart.
In der unteren rechten Ecke bietet die so genannte TouchDisc sowohl viel fürs Auge als auch für die Finger. Ein sanfter Druck genügt, um ihr eine grell-orangene Korona zu entlocken. Funktional entspricht sie dem Touchpad eines gewöhnlichen Notebooks, der einzige Unterschied besteht im runden statt rechteckigen Format. Auf diesen Mausersatz wäre mit Sicherheit so mancher Mobilcomputer stolz. Das Fingerfeld arbeitet zwar reaktionsschnell und zackig, lässt es aber trotzdem nicht an Präzision mangeln.
Logitech diNovo Edge im Test: Eingeben für Angeber
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Selbst an zwei sauber ausgewiesene Bereiche fürs horizontale und vertikale Scrollen wurde gedacht, in deren Mitte eine winzige Halbkugel treffsicheres Feedback vermittelt. In unmittelbarer Nachbarschaft sitzen zudem zwei vollwertige Alternativen zu den Maustasten, weiterhin bietet sich ein weiterer Linksklick am linken Rand für die beidhändige Bedienung an.
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