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05.05.2007
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Tipps und Tricks für eine kurze Leitung

Ratgeber: Empfang und Reichweite von WLAN-Routern verbessern

Netzwerk

Diese Faktoren sollten Sie bei der Standortwahl für Ihre WLAN-Basisstation berücksichtigen. Grundsätzlich sollte die Basisstation zentral in der Mitte des Versorgungsbereichs stehen und nicht durch die gerade genannten WLAN-Störer abgeschattet werden. Üblicherweise strahlen WLAN-Antennen in die Breite aus. Sollen sich die Signale - etwa in einem mehrstöckigen Einfamilienhaus – eher in die Höhe ausbreiten, kann es sich lohnen, die Antennen um 90 Grad zu drehen beziehungsweise die Basisstation auf die Seite zu legen.

Die meisten WLAN-Basisstationen stellen 13 Kanäle von Nummer 1 bis Nummer 13 zur Wahl. Für den US-Markt entwickelte Geräte unterstützen möglicherweise nur 11 Kanäle, weil WLAN-Kanal Nummer 12 und 13 außerhalb des dort freigegebenen Frequenzbereichs liegen. Geräte für den japanischen Markt bieten möglicherweise noch einen Kanal Nummer 14 an - dieser darf aber wiederum in Deutschland nicht genutzt werden.

Insbesondere in Innenstadtbereichen oder größeren Wohnhäusern kommt es nun vor, dass viele Nachbarn eigene WLANs betreiben, die sich mit Ihrem eigenen teilweise überdecken. Oder Sie wollen aus bestimmten Gründen zwei unterschiedliche Funknetze in Ihrem Haus einrichten. In solchen Fällen sollte man vermeiden, dass sich physikalisch überlappende WLAN-Netze dieselbe Trägerfrequenz, sprich: denselben Kanal, teilen.

Die Qual der WLAN-Kanal-Wahl

Dabei gibt es eine zusätzliche Schwierigkeit: denn die 13 WLAN-Kanäle sind nicht sauber voneinander getrennt, sondern überlappen sich ihrerseits. Jeder WLAN-Kanal hat eine so genannte Bandbreite von drei Kanälen. Das heißt, dass Kanal Nummer 2 teilweise in die Frequenzen von den Kanälen Nummer 1 und 3 hineinfunkt. Vollkommen überlappungsfrei funken in Europa deshalb nur die WLAN-Kanäle 1, 6 und 11.

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, sich mit den Betreibern anderer WLANs in Ihrer Umgebung abzusprechen und die verwendeten Kanäle wie beschrieben anzupassen. Wenn es zu eng wird, kann man die Übersprech-Effekte zumindest ein wenig dämpfen, wenn man die Netze wie im Abschnitt WLAN-Frequenzen mit unterschiedlicher (horizontaler oder vertikaler) Ausbreitung oder Polarisation betreibt. Sie könnten dann zum Beispiel auf den Kanälen 1, 6 und 11 drei horizontal funkende WLANs und auf Lücke dazwischen (etwa auf den Kanälen 3, 8 und 13) drei vertikale Netze einrichten.

Besonders anfällig für die Störung durch Mikrowellenherde sind im übrigen die WLAN-Kanäle 9 und 10. Ihre Trägerfrequenzen (2,452 und 2,457 GHz) liegen sehr nah an der "Mikrowellen-Frequenz" 2,455 GHz.

Netstumbler-Screenshot

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Das Programm NetStumbler hilft beim Analysieren Ihrer Funk-Umgebung: Welche Netze funken mit welcher Feldstärke auf welchen Kanälen? (Klick vergrößert.)




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