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04.05.2007
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DRM weiter auf dem Rückzug

Filmindustrie will DVD-Kopierschutz entschärfen

DVD-Hardware und Medien

Filmindustrie will DVD-Kopierschutz entschärfen

Was das Major-Label EMI in der Musikindustrie vor einigen Wochen vorgemacht hat, soll nun auch in der Filmbranche Einzug halten: DRM (Digital Rights Management)-Systeme sollen geöffnet und technische Schranken für Nutzer aus dem Weg geräumt werden. Das forderte zumindest Dan Glicksman, CEO der Motion Picture Association of America (MPAA).

Die US-amerikanische Filmindustrie geht damit völlig neue Wege - eine Öffnung der Kopierschutzsysteme etwa auf DVDs wäre vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen. Ähnlich wie der Verband der Musikindustrie IFPI verfolgt auch die MPAA vehement Filesharer und unternimmt alles, um unerlaubte Kopien von Filmen zu verhindern. Um so erstaunlicher das jetzige Einlenken beim Thema DRM und Kopierschutz.

So sprach sich Glicksman auf einer öffentlichen Konferenz deutlich für etwas mehr Spielraum für den Kunden aus. Das soll vor allem heißen: Filme, etwa als DVD oder Download-Datei gekauft, sollen ohne Probleme uneingeschränkt auf allen Geräten genutzt werden können. Bisher ist es beispielsweise nicht möglich, eine gekaufte DVD mit legalen Mitteln zu kopieren und auf der Festplatte des eigenen Multimediarechners zu Hause zu archivieren. Der Kopierschutz auf der DVD machte hier bisher einen Strich durch die Rechnung.

Kopieren von Filmen und Urheberrechtsschutz kein Widerspruch

Ebenso fehlt derzeit eine Möglichkeit, gekaufte Downloadfilme auf DVD zu brennen, um diese dann etwa in einem mobilen DVD-Player abzuspielen. Das in den Downloaddateien integrierte DRM-System verhindert dies meist. Geht es nach Dan Glicksman, soll sich jedoch genau das zukünftig ändern. Privatkopien fürs eigene Archiv oder zur Sicherung sollen so möglich werden.

Dass ein Kopieren von Filmen mit dem Schutz von Urheberrechten ohne Probleme übereingehen kann, ist für Glicksman kein Widerspruch. Einen Schutz vor unerlaubten Kopien soll es nach seiner Vorstellung nämlich auch zukünftig geben - eben nur mit einer Öffnung für private Kopien. Voraussetzung für einen nutzerfreundlichen, aber trotzdem sicheren Kopierschutz ist jedoch, dass sich Filmstudios sowie Vertreter aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und IT zunächst zusammensetzen und einen neuen Kopierschutzstandard entwickeln.

Glicksman rechnet damit, dass erste HD-DVDs mit einem neuen, weniger strengen Kopierschutz bereits im Laufe dieses Jahres zu haben sein werden. Die Entwicklung eines einheitlichen Standards, von dem dann auch Käufer einer gewöhnlichen DVD oder eines Download-Filmes profitieren könnten, würde jedoch wahrscheinlich eine längere Zeit in Anspruch nehmen.

Autor/in: (cs)


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News Flash, am 08.01.2009 23:37

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