System-Tool analysiert Dienste, Prozesse und Autostart
Freeware der Woche: Volle Kontrolle mit Runscanner
Software
Etliche Programme im Autostart, Hunderte Dienste, die stets im Hintergrund laufen - hier können selbst gewiefte Nutzer nur schwer sicherstellen, dass nicht irgendein Schädling dabei ist. Die Freeware Runscanner erledigt diesen Job: Sämtliche Prozesse, Treiber und Co. werden aufgelistet, ihre Funktion erläutert und bei gefährlichen Daten eine Warnung ausgegeben.
Nach dem Download von Runscanner startet die EXE-Datei des Systemtools ohne Installation direkt. Der angefragte Kontakt zum Internet sollte zugelassen werden, da Runscanner nur so überprüfen kann, ob alarmierende Funde auf dem eigenen PC lagern. Außerdem kann Runscanner so die Prüfsummen der installierten Programme mit den echten vergleichen und so feststellen, ob sich ein Spion unter falschem Namen in das System eingeschleust hat.
Über Full Scan wird der PC komplett durchleuchtet, sämtliche Entdeckungen werden in einem umfangreichen Logfile aufgelistet - sortiert nach Kategorien wie Running Processes, Services oder Drivers. Klickt man jetzt auf einen Eintrag, kann zwischen Help about item und Lookup entry online ausgewählt werden. Die Hilfe erklärt, was die einzelnen Farben und Symbole zu bedeuten haben, der Online-Check versorgt den Runscanner mit detaillierten Informationen zur jeweiligen Datei.

Runscanner listet sämtliche Prozesse auf (Klick vergrößert).
Dr. Online und der Farbcode
Wurde ein kompletter Scan gemacht, ist der Eintrag Online analysis im Runscanner freigeschaltet. Das Ergebnis öffnet sich in einem Tab des Browsers und gibt allerlei Auskünfte über die untersuchten Daten. Über einen Farbcode sticht sofort ins Auge, falls ein Eintrag offenkundig schadhaft ist (rot). Die beiden Grüntöne deuten sichere und von Microsoft zertifizierte Einträge an, gelb bedeutet, das zu diesem Punkt noch keinerlei Informationen in der Datenbank vorliegen.
Zu jedem Prozess oder Dienst wird zudem der Pfad angezeigt, ein Klick ruft auch hier wieder die genaue Erklärung der Datei auf. Eine eigene Schaltfläche sucht den entsprechenden Eintrag in Google, um zusätzliche Erfahrungswerte beispielsweise zu einer noch unbekannten Datei zu bekommen. Zurück im Runscanner selbst können einzelne Schlüssel oder Prozesse jetzt abgeschossen werden - vor diesen endgültigen Schritt ist es allerdings dringend zu empfehlen, sich online von der Schadhaftigkeit des Eintrags zu überzeugen.

Die Online-Analyse nutzt den Farbcode (Klick vergrößert).
Social Networking als Kammerjäger
Mit einem Klick auf Save .run file kann die komplette Liste abgespeichert und dann im offiziellen Forum von Runscanner veröffentlicht werden. Hier können sich dann Experten der Einträge annehmen und Empfehlungen zu unklaren Punkten abgeben. Ein korrigiertes run-File kann bequem wieder in den Runscanner geladen werden. Eine weitere Funktion wurde in den Runscanner integriert: Der Process Killer kann als schädlich oder einfach störend empfundene Prozesse beenden, ohne dass der Task Manager von Windows bemüht werden muss. So bleibt die Sicherheit nicht auf der Strecke.
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