Eine SIM-Karte, viele Geräte
Ratgeber - alles über Twincard, Tricards, Multi-SIMs
Handy
Es soll ja Leute geben, die mit einem einzigen Handy auskommen. Ihnen stehen aber auch Power-User gegenüber, die für den Mobilfunk ein umfangreiches Gerätearsenal einsetzen: etwa ein Handy zum Telefonieren, ein im Kfz installiertes Autotelefon sowie ein Smartphone oder ein Notebook mit UMTS-Funkkarte beziehungsweise eingebautem UMTS-Modem. Solche Multi-Mobilfunker haben dann häufig ein Problem: Jedes der erwähnten Geräte braucht eine eigene SIM-Karte - also die Chipkarte, mit der sich das Mobiltelefon am Funknetz anmeldet und die für die Erreichbarkeit unter der eigenen Rufnummer sorgt.
Wer zwei oder drei Mobilfunkgeräte besitzt, kann für diese natürlich zwei oder drei separate Mobilfunk-Verträge abschließen. Doch das ist nicht gerade billig und aus technischer Sicht überhaupt nicht nötig. Denn speziell für die Nutzung eines Mobilfunk-"Anschlusses" mit mehreren Endgeräten bieten die Netzbetreiber so genannte Twincards, Tricards oder Multi-SIMs an. Sie liefern ihrem Kunden statt einer SIM-Karte einfach mehrere. Wie diese Mehrfach-Karten im Detail funktionieren, unterscheidet sich allerdings deutlich zwischen den verschiedenen Anbietern. Netzwelt hat die entsprechenden Angebote der vier großen deutschen Mobilfunknetze unter die Lupe genommen und stellt sie im Einzelnen vor.
T-Mobile Multi-SIM
Unter der Bezeichnung "Multi-SIM" erhalten T-Mobile-Abonnenten auf Wunsch bis zu drei separate SIM-Karten zu ihrem Vertrag. Der große Vorteil der T-Mobile-Lösung: Alle drei Karten können gleichzeitig im Mobilfunknetz angemeldet sein und sind dennoch allesamt für ankommende Anrufe unter derselben Rufnummer erreichbar. Nutzen Sie die Multi-SIM also zum Beispiel im Handy, Autotelefon und einem Smartphone oder Organizer mit Mobilfunk-Funktion, klingeln alle drei Geräte gleichzeitig - bis Sie den Anruf an einem der drei Geräte annehmen.

Unter der Bezeichnung "Multi-SIM" erhalten T-Mobile-Abonnenten auf Wunsch bis zu drei separate SIM-Karten zu ihrem Vertrag (Klick vergrößert).
Wenn Sie auf diese Weise ein Gespräch führen und in dieser Zeit ein weiterer Anrufer durchklingelt, gelten die anderen Multi-SIMs als besetzt. Das ist sinnvoll, damit nicht ständig die beiden anderen, gerade nicht genutzten Geräte klingeln, während Sie telefonieren. Haben Sie für den Besetztfall eine bedingte Rufumleitung programmiert (etwa auf die Mailbox), führt das T-Mobile-Netz diese natürlich aus. Dabei gelten immer die Umleitungs-Einstellungen, die Sie zuletzt vorgenommen haben - unabhängig davon, von welchem Endgerät Sie die Programmierung ans Netz gesendet haben.
Anders bei abgehenden Verbindungen: Sie können gleichzeitig von mehreren Geräten genutzt werden. So können Sie zum Beispiel parallel auf dem Handy telefonieren und sich mit einem UMTS-Modem in Ihrem Notebook ins Internet einwählen. Oder Lebenspartner, Freunde, Kollegen können von Ihrem Handy aus telefonieren, während Sie selbst ein Gespräch am Autotelefon führen.
Solche gleichzeitigen Verbindungen werden aber natürlich parallel abgerechnet - kosten also gegebenenfalls doppelte Minutenpreise beziehungsweise gehen vom Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrages ab. Es ist allerdings nicht möglich, Gespräche zwischen den Multi-SIMs zu führen - weil diese ja alle dieselbe Rufnummer haben.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Mobiltelefon, Mobilfunktarif, Hintergrundwissen
-
Multi-SIM: Mit nur einem Vertrag drei Handys nutzen
Die Multi-SIM Angebote der Netzbetreiber -
Audi-Studie: Gleichzeitig Handy und Fernsteuerung
Ein "Mobile Device" für Audi-Fahrzeuge -
Apple iPhone mit Vertrag: Exklusiv bei T-Mobile?
Kult-Handy kommt wahrscheinlich ohne UMTS nach Europa
Links zum Artikel
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Ratgeber - alles über Twincard, Tricards, Multi-SIMs
Was sagen Sie dazu?
nach oben



