Mehr TCP/IP-Verbindungen für Filesharing und IPTV
Tutorial: Schnelleres P2P unter Windows Vista
Windows Vista
Abhilfe per Doppelklick: Der Auto Patcher
Dank Programmierer YaronMaor gibt es mit dem Windows Vista EventID 4226 Auto Patcher jetzt auch für das neue Betriebssystem ein Tool, das automatisch das Limit hochsetzt - und zwar jenseits der Millionengrenze, damit jegliche Probleme bei der Nutzung von P2P-Programmen der Vergangenheit angehören. Nach dem Entpacken des Archivs muss je nach Vista-Version die zugehörige Batch-Datei per Doppelklick ausgeführt werden, entweder als normale x86 oder x64 für die 64-Bit-Variante.

Der Patcher ändert die tcpip.sys per Kommandozeile (Klick vergrößert).
Die Kommandozeile öffnet sich als neues Fenster, ein Klick auf Enter bestätigt das Ersetzen der tcpip.sys und setzt damit das Limit hoch. Damit die Änderungen wirksam werden, muss der Computer im Anschluss neu gestartet werden. Im entpackten Ordner des Patchers befindet sich ebenfalls eine Datei, die per Doppelklick die Änderungen der TCP/IP-Verbindungsversuche wieder rückgängig macht - falls doch Probleme auftauchen sollten.
Wichtige Anmerkung: Der Patcher passt das Limit nur für den aktiven Benutzer-Account an. Zudem muss dieser Administratorenrechte haben, um die tcpip.sys ersetzen zu können.

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Undo-Tools können das TCP/IP-Limit wieder zurücksetzen.
Kontrolle: Registry und Kommandozeile
Nach dem Neustart des Systems kann überprüft werden, ob alle Änderungen korrekt übernommen wurden. Dazu wird unter Start im Ausführen...-Feld "regedit" eingegeben, damit die Registry gestartet wird. Hier wird zu HKEY_LOCAL_MACHINE > SYSTEM > CurrentControlSet > Services > Tcpip > Parameters navigiert. In diesem Verzeichnis müsste jetzt ein Eintrag namens TcpNumConnections vorhanden sein, der Wert in der Zeile ganz rechts sollte einen hohen Wert über 25 anzeigen.
Zusätzlich hat der Patcher das TCP/IP Auto-Tuning deaktiviert: Diese Einstellung sorgt normalerweise unter Windows Vista dafür, dass für jeden Prozess individuell entschieden wird, wie viele TCP/IP-Verbindungen eingegangen werden sollen. Da sich dieser Wert aber nur im Rahmen der zulässigen Verbindungsversuche bewegt, würde das Auto-Tuning dem soeben angehobenen Limit entgegenwirken. Ob das TCP/IP Auto-Tuning wirklich deaktiviert ist, lässt sich ebenfalls in der Kommandozeile überprüfen, indem dort netsh int tcp show global eingegeben wird.

Nach dem Patch steht das Auto-Tuning auf "disabled" (Klick vergrößert).
Grenzenlos: Azureus und Joost freuen sich
Mit dem manuell angehobenen Limit für ausgehende TCP/IP-Verbindungsversuche ist die Meldung der EventID 4226 unter Vista Vergangenheit. Zwar wird im normalen Betrieb kein Unterschied bezüglich der Internet-Geschwindigkeit feststellbar sein, exzessives Filesharing oder TV-Streaming über P2P sollte allerdings ein merkliches Leistungsplus verzeichnen können. Damit laufen Azureus, Joost und Co. jetzt auch unter Vista bestimmungsgemäß.
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