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AIDAdiva: Multimedia-Infotainment auf hoher See
Christian Grohmann
Alle Leinen los - am 30. April sticht das neue Kreuzfahrtschiff der Reederei AIDA Cruises zur Jungfernfahrt Richtung Palma de Mallorca in See. Neben den üblichen Annehmlichkeiten von Sonnendeck oder Shopping-Center und weitaus exklusiverem Luxus wie Theatrium und Wellness-Paradies finden die Passagiere an Bord der AIDAdiva auch ein komplett IP-basiertes Infotainmentsystem vor. Dieses wurde von Cisco mit dem Networkers Innovation Award 2007 ausgestattet.
"Unser Anspruch ist es, unseren Gästen ein außergewöhnliches Urlaubserlebnis zu bieten," erläutert Alexander Esslinger, der bei AIDA Cruises für den Bereich E-Business verantwortlich ist. "Dazu gehört auch, dass sie an Bord die ganze Bandbreite an Information, Kommunikation und Unterhaltung nutzen können, die Teil ihres modernen Lebensstils sind." Doch bestimmt geht der Einfluss des AIDA-Infotainmentsystems etwas über das hinaus, was die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes von ihrer EDV-Einrichtung daheim gewohnt sind.
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Schon beim Anbruch eines jeden Reisetages macht sich dieser Einfluss bemerkbar: Während auf anderen Kreuzfahrtschiffen das Personal allmorgendlich Prospekte über anstehende Landausflüge und Veranstaltungen sowie Menükarten der Restaurants unter der Kabinentür hindurchschiebt, erhält der Passagier an Bord der AIDAdiva die Informationen auf dem Bildschirm seiner Kabine oder Suite: Jede der 1.025 Unterkünfte ist mit einem Netzwerkterminal ausgestattet.
Neu an derartigen Schiffseinrichtungen ist die IP-Architektur des Systems. Für die einzelnen Kabinen gibt es weder Telefondrähte noch Fernsehkabel - deren Funktion übernimmt ein Netzwerkanschluss. Dahinter kommunizieren 867 Switches und 18 Server über Datenverbindungen von mehr als 22 Kilometern Länge. "Unsere mobile Infotainment-Lösung basiert auf offenen IT-Standards. Dadurch ist es ein zukunftsfähiges System, das um alle benötigten Funktionen an Bord erweitert werden kann", sagt Dr. Hannes Pfister, Vice President Infrastructure Services bei Lufthansa Systems, dem Hersteller des Infotainment-Systems.
Dem Gedanken der einfachen Aufrüstung entsprechend, unterscheidet sich auch die Hardware-Ausstattung der Passagierunterkünfte nur unwesentlich von dem, was ein Normalbürger im Computerladen um die Ecke bestellen kann: Das IP-Telefon kommt von Cisco, der Flachbildfernseher von LG, die Set-Top-Box basiert auf einem Thin-Client-PC von HP. Die Schnittstelle zum Passagier bilden Fernbedienung und Funktastatur.
Ein Set pro Kabine: Unterhaltungs-IT auf der AIDAdiva.
Das Netzwerk dient nicht nur den Passagieren zur Unterhaltung und Kommunikation, es unterstützt als Hotelmanagement-System ebenso die Besatzung durch Planung und Vereinfachung von Arbeitsabläufen. Auch das System selbst macht es der Besatzung leichter: Während die Unterhaltungsgerätschaften auf anderen Schiffen ein fünfköpfiges Wartungsteam erfordern, sind auf der AIDAdiva lediglich zwei Besatzungsmitglieder für Überwachung und Wartung des Infotainment-Systems eingeplant.
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