Dualphone-Konkurrenz für Festnetz und Skype
Skype ohne PC: Das Philips VOIP841 im Test
Christian Grohmann
Wer mit Skype einen Festnetzanschluss anruft, zahlt derzeit zwei Cent pro Minute. Warum also nicht gleich innerhalb des Skype-Netzwerks telefonieren? Das ist nach wie vor kostenlos und funktioniert mit dem passenden Telefon auch ohne eingeschalteten Computer.
Ein solches Gerät ist das Philips VOIP841. Das Schnurlostelefon unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von gewöhnlichen DECT-Telefonen. Ein Netzwerk-Anschluss an der Basisstation sowie die Aufschrift "Skype Certified" auf der Rückseite des Mobilteils zeugen jedoch von der Voice-over-IP-Fähigkeit nach Skype-Manier. Und die galt es im netzwelt-Test zu beweisen.
Inhalt
- Edle und robuste Staubfänger
- Erfüllte Ansprüche
- Menü mit Sprachfehlern
- Typisch Skype: Nahezu einheitliche Bedienung
- Fazit: Warum nicht einzeln und günstig?
Ladeschale und Basisstation sind in glänzend schwarzem Kunststoff gehalten, dessen Oberfläche an edlen Klavierlack erinnert. Diese will oft gepflegt werden, denn leider sieht man darauf jedes Staubkorn und jeden Fingerabdruck. Die Basisstation ist außerdem mit zwei Status-LEDs für die Leitungen von Festnetz und Skype, je einer Taste für Paging und Reset sowie mit Anschlüssen für Festnetz und Netzwerk versehen. Gemäß ihrem Hauptzweck verfügt die Ladeschale abgesehen von der Stromversorgung über keine weiteren Eingänge. Die Möglichkeit zur Wandmontage fehlt beiden Geräten.
Das VOIP841 ist ab Werk für den internationalen Einsatz gut ausgestattet: Acht verschiedene Telefon-Adapter für die Festnetz-Anschlussbuchsen sämtlicher europäischer Länder gehören zum Lieferumfang. Aufgesattelt werden diese jeweils auf den amerikanischen RJ11-Stecker, der auch hierzulande längst Einzug gehalten hat. In Sachen Stromversorgung bleibt das VOIP841 dagegen europäisch: Die Netzteile für Ladeschale und Basisstation sind für den Gebrauch an Euro- und Schuko-Steckdosen bestimmt. Dabei geben sie Leistungen von 1,2 und 3,75 Watt an die Geräte weiter.
VOIP841-Set komplett: Basis, Ladeschale und Mobilteil
Das Mobilteil gibt sich wesentlich pflegeleichter: Bedienfeld und Vorderseite sind zwar schwarz glänzend eingerahmt, bedecken sich aber sonst mit einer Oberfläche in Anthrazit-Metallic. Die Rückseite ist in mattem Kunststoff eingefasst. Über einen Gürtelclip verfügt das Telefon nicht - zum Tragen am Gürtel wirkt das Mobilteil ohnehin ein wenig zu klobig, obwohl es insgesamt recht handlich ist.
Die Bedienung des Mobilteils gefällt ebenfalls: Der Tastenanschlag ist gut zu erkennen, zur Navigation stehen zwei Softkey-Tasten und eine Navigationsscheibe mit vier Druckpunkten zur Verfügung - das übrige Tastenfeld entspricht dem gängigen Standard. Im Gegensatz zu anderen Schnurlostelefonen wirkt die Tastatur alles andere als billig. Beleuchtet ist sie allerdings nicht - nur das in beide Dimensionen 128 Pixel große Farbdisplay leuchtet je nach Helligkeitseinstellung wie ein Weltmeister.
Die 65.536 Farben des Displays wird die Skype-Firmware kaum nutzen können. Zur Geltung kommen dagegen die hinter Metallgittern versteckten, sauber klingenden Lautsprecher für Freisprecheinrichtung und den Betrieb an der Ohrmuschel. Zur weiteren Ausstattung des Mobilteils gehört eine Verbindungsstatus-LED sowie ein 2,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss. Insgesamt wirkt die Hardware des gesamten Telefon-Sets recht robust und sehr edel. Der einzige Kritikpunkt liegt in der Geräte-Firmware.
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