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06.04.2007
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Interaktives Webradio

Musicovery im Test: Webradio mal anders

Christoph Scholl

Musicovery im Test: Webradio mal anders

Die besten Hits der 70er, 80er, 90er und von heute. Was besonders von lokalen Radiostationen gerne versprochen wird, können sich Internetnutzer bei dem Online-Dienst Musicovery selbst zusammenstellen. Das interaktive Webradio bietet zahlreiche Möglichkeiten, damit sich jeder User sein persönliches Radioprogramm zusammenbasteln kann. Ganz nebenbei eignet sich der Online-Dienst prima dazu, neue Musik im Netz zu entdecken.

Beim ersten Aufruf der Musicovery-Webseite überrascht diese vor allem mit schlichter Eleganz: Neben einem kleinen Bedienpult an der linken Seite des Bildschirms, ein paar kurzen, einleitenden Worten zur Steuerung des Webradios sowie einem zum Zeitpunkt des netzwelt-Kurztests ziemlich deplatziert wirkenden Harry-Potter-Werbebanners am oberen Bildschirmrand, gibt es auf der Musicovery-Seite zunächst vor allem viel weiße Fläche zu sehen.



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Ungewöhnliches Playlist-Format: Musicovery

Dies ändert sich schlagartig, wenn die ersten Einstellungen gemacht sind und das persönlich zusammengestellte Radio sein Programm abspielt. Je nach gewählter Musik entsteht auf dem Bildschirm in Sekunden ein bunt zusammengewürfeltes Muster aus blütenartigen Gebilden. Jede dieser Musicovery-Blüten enthält den Künstlernamen und Titel eines Songs. Mehr noch: An der Farbe sowie der Form jeder "Songblüte" lässt sich in etwa erkennen, welche Musik sich dahinter verbirgt, beziehungsweise welche Songs sich in dieser ungewöhnlich ausschauenden Playlist besonders ähnlich sind.

Einfache Musikauswahl und gute Ergebnisse

Eine Musicovery-Playlist lässt sich einfach durch einige Einstellungen in dem kleinen Bedienpult zusammenstellen. Dort kann beispielsweise festgelegt werden, aus welchem Zeitraum die abgespielten Songs sein sollen (die besagten 60er, 70er, 80er und so weiter) oder ob es sich bei der Playlist ausschließlich um Top-Hits oder eher unbekannte Songs handeln soll. Auch können ein oder gleich mehrere Genre wie Rap, Jazz, Reggae, Metal oder Funk festgelegt werden. Nettes Zusatzfeature: Je nach aktueller Laune lässt sich in einem "Mood"-Feld durch einen einfachen Klick wählen, ob die abgespielte Musik eher düster oder fröhlich, eher ruhig oder energiegeladen sein soll. Wer sich für Tanzbares interessiert, kann zudem einstellen, wie schnell die Musik sein soll, die später in der Wiedergabeliste landet.

Im netzwelt-Kurztest funktionierte die Musikauswahl anhand der Schieberegler und Klickbuttons bei Musicovery durchweg gut. Kein Wunder: Ähnlich wie bei Pandora sind zu jedem bei Musicovery verfügbaren Song zahlreiche Kriterien wie Stimmung, Geschwindigkeit oder Tempo hinterlegt, mit deren Hilfe die Software passende Songs zur Nutzereingabe findet. Diese Kriterien werden alle einzeln von Hand eingegeben, wodurch Musicovery ein verhältnismäßig hohes Niveau beim Finden von ähnlich klingenden Songs erreicht.

Abgespielt werden die Musikstücke direkt auf der Webseite. Die Qualität ist dabei mit 32 kBit/s ziemlich bescheiden. Wer die Musicovery-Songs hingegen mit 128 kBit/s hören möchte, kann dies für rund zwei Euro pro Monat tun. Bezahlt werden kann dabei per Kreditkarte, Telefonrechnung oder SMS-Versand. Wer gleich ein Abo für drei oder gar zwölf Monate kauft, bekommt Rabatt und bezahlt lediglich 3,99 beziehungsweise 9,99 Euro.


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    r.a., am 06.04.2007 19:14

    Ich habe diese Seite schon ein paar Monate gespeichert und hoere auch immer mal wieder rein, die Auswahl der Stuecke ist aber eher begrenzt und somit wird's recht schnell langweilig.

    Die Idee ist aber gut. :musik:


    MeYou, am 12.08.2008 15:21

    Ich hab von mehreren Seiten bereits gehört, dass der Umfang an empfehlbaren Songs bei Musicovery recht beschränkt ist. Habt Ihr ein Ahnung, in welchem Bereich sich deren "Katalog" bewegt?


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