Traditionelles Design trifft neue Technik
Erfolgsverwöhnt: Canon Ixus 75 im Test
Digitalkamera
Wer lieber ohne Blitz unterwegs ist, wird über die ISO-Erweiterung bis ISO 1600 erfreut sein. Diese ist durch den neuen DIGIC III-Bildprozessor möglich, der weitere Funktionen mitbringt. So etwa die automatische Retusche von roten Augen und eine Gesichtserkennung. Dazu sollen Speichervorgänge und Autofokus deutlich schneller geworden sein. Eine ISO-Automatik ist nun auch bei der Ixus-Reihe mit an Bord und sichert in Situationen mit bewegten Motiven scharfe Fotos durch ein automatisches Erhöhen der ISO-Empfindlichkeit. Die höhere ISO-Empfindlichkeit realisiert eine kürzere Verschlusszeit und sorgt so für scharfe Bildergebnisse bei bewegten Motiven.
Ein kleiner Schieber auf der Oberseite des Kameragehäuses befiehlt der Ixus, in welchem Betriebsmodus sie arbeitet. Es besteht die Wahl zwischen Kamera-, Scene- und Filmmodus. In der Betriebsart Kamera gelangt der Fotograf über ein Untermenü zur Auswahl zwischen Automatik- oder manuellem Modus. Wer manuell arbeiten möchte, kann an vier Einstellungen Veränderungen vornehmen: eine Belichtungskorrektur für maximal plus oder minus zwei Stufen, verschiedene Weißabgleiche, Farbeffekte und die drei Arten der Belichtungsmessung.
Die Möglichkeit Blende oder Verschlusszeit frei zu wählen, wird vergeblich gesucht. Wenigstens ist die ISO-Empfindlichkeit von ISO 80 bis ISO 1600 veränderbar. Im Scenemodus stehen dem Fotografen zehn Motivprogramme zur Verfügung, die situationsabhängig für bessere Ergebnisse sorgen sollen: Es gibt Einstellungen für Porträt-, Nacht- und Innenaufnahmen sowie einen Modus, der das Fotografieren von Kindern und Haustieren besonders erfolgreich gestalten soll. Für das Ablichten von allem unter der Wasseroberfläche gibt es einen speziellen Unterwassermodus, der Farben und Belichtung optimiert.
Schnell gelingen im Konfigurationsmenü Korrekturen der Aufnahmeeinstellungen. Die Ixus 75 gehört zu den Schnappschusskameras und bietet leider nicht viel an manuellen Eingriffsmöglichkeiten, was sicher nicht jedem gefällt.
Ein Druck der Menütaste öffnet das Hauptmenü der Kamera, das in allen Betriebsarten zugänglich ist. Schnell blättert man durch drei klar strukturierte Untermenüs und stellt die Ixus ganz nach seinem persönlichen Geschmack ein. Hier findet sich auch die Möglichkeit, die neue Gesichtserkennung der Kamera zu aktivieren und es besteht Zugriff auf die Displayhelligkeit. Zuschaltbar ist auch die Einblendung von Gitterlinien für das genaue Fotografieren von Architektur oder Landschaften und eine 3:2-Formathilfe. Mit dieser kann der Fotograf Bilder so aufnehmen, dass ein späteres Beschneiden in das traditionelle Bildformat einfacher gelingt.
Der iPod lässt grüßen: Fährt der Daumen um den Vier-Wege-Controller, öffnet sich ein Menü zum Durchblättern der Motivprogramme. In der Wiedergabe scrollt der Nutzer so seine Bildersammlung durch.
Leider steht keine gesonderte Auflösung für das Fotografieren im 3:2-Seitenverhältnis zur Verfügung, dafür jedoch eine für die optimale Wiedergabe im 16:9-Breitbildformat. Die Ixus 75 liefert im Filmmodus eine maximale Auflösung von 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde. Der Sportmodus für Filme mit erhöhter Bildrate schafft 60 Bilder pro Sekunde bei 320 x 240 Pixeln. Letzterer ist auf eine Gesamtlänge von drei Minuten begrenzt, der Standard-Filmmodus ist in der Laufzeit nur durch die Kapazität der Speicherkarte limitiert. Ton wird von der Ixus ebenfalls aufgezeichnet. Im Wiedergabebetrieb zeigt das drei Zoll große Display Fotos automatisch gedreht an, je nachdem, ob die Kamera im Hoch- oder Querformat gehalten wird.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 weiter »
Mehr über: Hardware, Digitalkamera, Testbericht, Canon, Foto-Special
-
Canon: Drei neue IXUS mit zehn Megapixeln
Nur kleine Unterschiede bei IXUS 85 IS, 90 IS und 970 IS -
Digitalkamera-Zubehör: Graufilter
Warum weniger Licht manchmal doch mehr ist -
CeBIT 2007: Reichlich Megapixel
Die Neuheiten der Messe rund ums Fotografieren
Links zum Artikel
nach oben





