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24.03.2007
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Durchdacht: Geschützte Hotspots für die Community

WLAN-Sharing im Test: Sicheres Sofanet

Christian Grohmann

Dem Gastnutzer an einem Sofanet-Hotspot erscheint anstelle der gewohnten Startseite in seinem Browser der Sofanet-Startbildschirm des Hotspots - hier hat auch der Betreiber die Möglichkeit, eine persönliche Nachricht zu hinterlassen. Wird nun der SofaLINK aktiviert, steht das gesamte Internet zur Verfügung. Ebenso schnell lässt sich der SofaLINK kappen, um die Verbindung zu beenden.

Wenn das erste günstige Gigabyte oder ein weiteres Volumen-Kontingent aufgebraucht ist und auf dem Paypal-Konto kein einziger Cent mehr liegt, besteht kein Grund zur Verzweiflung: Der Freegarden, eine Sammlung von knapp 50 Webseiten, steht auch ohne Guthaben jedem SofaLINK-Nutzer zur Verfügung. Auch wenn die eigenen E-Mails nicht nachgesehen werden können, hat der Nutzer mit dem Freegarden doch die Möglichkeit, sich im Internet über allerlei zu informieren oder die Zeit totzuschlagen.

Kabellose Sicherheit

Voraussetzung für den Betrieb von Sofanet ist in jeden Fall ein DSL-Anschluss von der Telekom oder einem Resaler: Der Sofanet-Hotspot benötigt eine eigene Verbindung zum Sofanet-Server, die wie ein gewöhnlicher Internet-Tarif im Router abgespeichert und aufgebaut wird. Die gleichzeitige Nutzung von Provider-Flatrate für den Anschlussinhaber und Sofanet-Verbindung für die Mitsurfer lässt sich nur an einem T-DSL-Anschluss bewerkstelligen. Auch akzeptieren die DSL-Anschlüsse von Alice, Arcor, Versatel und Co. keine direkten Fremdverbindungen.

Diese Provider stellen für das FON-Netzwerk dagegen technisch kein Problem dar: Die Mitsurfer nutzen den Internet-Tarif des Anschlussinhabers einfach mit. Das bringt jedoch rechtliche Probleme mit sich, da zum einen die Provider die Mitnutzung ihrer Tarife durch Fremde nicht gutheißen, und zum anderen die im Netz hinterlassene IP-Adresse auf den Hotspot-Betreiber zurückführt. Und der ist erst einmal in Erklärungsnot oder zumindest unter Verdacht, wenn ein Mitsurfer etwa Raubkopien verbreitet hat oder sonst irgendwie straffällig geworden ist.



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Der SofaLINK kann auch über DFÜ konfiguriert werden.

Durch die eigene Online-Verbindung schafft Sofanet diese Probleme aus dem Weg: Über eine Zugangs-Client, genannt SofaLINK, baut der Mitsurfer einen VPN-Tunnel auf, der die Datenpakete erst hinter dem Sofanet-Server in die Weiten des Internets entlässt. Jeder Tunnel erhält außerdem eine dynamische IP-Adresse, über die der Nutzer im Zweifelsfall identifizierbar ist.

Auch bietet das verwendete Point-to-Point-Tunneling-Protocol eine Verschlüsselung, die selbst auf dem unverschlüsselten WLAN-Zugangspunkt als sicher gilt - zumindest ab einer Passwortlänge von zwölf Zeichen. Ein positiver Nebeneffekt des VPN-Systems: Da der Sofanet-Tunnel nicht von der Sofanet-Onlineverbindung abhängig ist, lässt er sich ebenso an anderen Hotspots zur verschlüsselten Datenübertragung einsetzen.

Zweimal freie Hardware-Wahl

Genau wie bei FON betreibt auch bei Sofanet die Community ihre Hotspots selbst. Während den FON-Mitgliedern, genannt Foneros, eine FON-Firmware für sechs verschiedene WLAN-Router sowie die La Fonera als Ergänzungsgerät zur Verfügung steht, kann der Sofanet-Kunde aus einer Vielzahl von Routern selbst wählen - allerdings braucht er meistens gleich zwei Stück. Baugleich müssen die Geräte aber nicht sein.

Die Zwei-Router-Struktur basiert auf der Idee, dass der Hotspot-Betreiber seine Flatrate auf dem einen Gerät samt WLAN und Voice-over-IP weiterhin benutzen kann. Das andere Gerät ist allein als Hotspot gedacht. Nach welchem Modell der Nutzer die beiden Router zusammenschaltet, muss er für sich entscheiden. Allen gemein ist, dass mindestens der als Hotspot eingesetzte Router über ein WLAN-Modul verfügen muss.


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