Die C64-Erfinder treiben es bunt
CeBIT 2007: Commodore reloaded
Benjamin Schnitzler
Wer erinnert sich nicht an den sympathischen Brotkasten namens C64: Ein beige-graues Computerkind der 80er mit schwarzen Tasten und der Eleganz eines Ziegelsteins, das nicht einmal ein eingebautes Laufwerk besaß. Gut ein Vierteljahrhundert ist es her, dass der 64er auf den Markt kam und zum meistverkauften Heimcomputer der Welt avancierte. Jetzt will es Commodore noch einmal wissen und stellt auf der CeBIT gleich eine ganze Reihe eigener Spiele-PCs vor.
Wer ein System im altmodischen Design mit aktueller Technik erwartet, wird leider enttäuscht. Dennoch liegt in der Optik das Hauptverkaufsargument für die auf der CeBIT vorgestellten Rechner, nur ist sie bei weitem nicht so bieder wie vor anno dazumal. Individuell wählbare, sehr hochwertige Hochglanz-Lackierungen sollen Commodore von konkurrierenden Anbietern wie Alienware und VoodooPC abheben. Grundlage bildet ein selbst entwickeltes Gehäuse mit einem riesigen Lufteinlass in der Form des altbekannten "C"-Logos auf der linken Seite.

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C64 mit Monitor und Diskettenlaufwerk (Foto Bill Bertram)
Von quietschbunt bis apokalyptisch reicht das Aussehen der aufwändig gestalteten Gaming-PCs, daneben finden Zocker auch Grafik-Themen aus aktuellen Spielen auf der Außenhülle wieder. Wer es noch individueller möchte, kann sogar eigene Kreationen von Fotografien oder aus Bildbearbeitungsprogrammen aufbringen lassen. Zu den Besonderheiten des Gehäuses zählt die zuklappbare Vordertür, die selbst im geschlossenen Zustand noch die in den Frontanschlüssen eingesteckten USB-Kabel zur Seite abführt.

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So sehen die Erben des Computer-Klassikers C64 aus.
Als wirklich innovativ geht das Gebotene allerdings nicht durch. Zwar stimmt die Leistung der gewählten Komponenten, die von einem Core 2 Duo mit 1,86 Gigahertz bis hin zu einer Intel-Quad-Core-CPU mit 2,66 Gigahertz sowie einer Nvidia-Grafikkarte mit GeForce 7900 GS bis hin zu zwei 8800 GTX reicht. Aber das bieten andere Hersteller ebenfalls. Außerdem erweckt die Verarbeitung der Gehäuse beim Erstkontakt einen eher mittelmäßigen Eindruck.
CeBIT 2007: Commodore reloaded
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Die Systeme werden unter den spartanischen Bezeichnungen "Cg" (Einsteiger) sowie Cgs, Cgx und Cgxx (Extrem) auf den Markt kommen, laut eines Sprechers noch in diesem Halbjahr auch auf den deutschen. Ein Zugeständnis an die guten alten Zeiten konnten sich die Commodore doch nicht verkneifen: Jeder Gaming-PC wird mit einem vorinstallierten Emulator und 50 klassischen C64-Spielen ausgeliefert.

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Obwohl Innovation anders aussieht, war
der Commodore-Stand gut besucht.
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