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06.03.2007
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So kommt die Tintenfülle in die Markenhülle

Druckfrische Druckreife: Leere Patronen selber auffüllen

Moritz Zielenkewitz

In der Tinte: Patronen-Chips überlisten

Seit einigen Jahren kommt noch ein weiteres Problem auf Füllfreunde zu: Neuere Patronen besitzen einen Chip, der den Füllstand der Tinte speichert. Was auf der einen Seite von großem Nutzen im laufenden Betrieb ist und auf dem Monitor die Füllstandsanzeige ermöglicht, stört beim Nachtanken. Denn selbst wenn die Patrone manuell aufgefüllt wird, weiß der Chip das nicht und überzeugt den Computer weiterhin zuverlässig davon, dass die Patrone leer und ein weiterer Druckauftrag nicht möglich ist.

Was ist also zu tun? Verschiedene Methoden können hier Erfolg versprechen: Die einfachste ist, so lange weiter zu drucken, bis die Druckersoftware meldet, dass die entsprechende Patrone leer sei. Jetzt muss am PC von Hand die Tintenfüllstandsanzeige deaktiviert werden, der Chip wird in Zukunft nicht mehr nerven. Nachteil: Der Füllstand muss geraten werden, die Anzeige gibt es nicht mehr. Deshalb sollte von jetzt an direkt nachgefüllt werden, wenn beim Ausdruck die ersten Streifen auftauchen - ansonsten nehmen Düsen und Druckkopf Schaden. Der zweite Dämpfer: Mit dem Deaktivieren des Chips verfällt die Garantie, der Hersteller haftet ab jetzt nicht mehr für etwaige Schäden.

Patronenkontakt

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Kontakte und Chips erschweren den Füllvorgang.


Wird später übrigens wieder eine Originalpatrone eingesetzt, aktiviert sich der Chip automatisch und nimmt seine Arbeit wieder auf. Oftmals genügt das Deaktivieren der Füllstandsanzeige allerdings nicht, um mit dem eigenen Refill Erfolg zu haben: Bei manchen Druckern wie beispielsweise Epson ist ein Chip-Resetter notwendig, der schlicht eine Neuprogrammierung vornimmt und der Patrone klarmacht, dass sie wieder voll ist. Bei älteren Modellen hilft oft nur das zwischenzeitige Abkleben einzelner Kontakte - bei einer Auswahl von mehreren Dutzend eine Geduldsprobe.

Fazit: Anfangs mehr für Abenteurer als Sparfüchse

Zugegeben, es sind schon ein paar Versuche nötig, bis das Nachfüllen von Hand zur Routine wird. Einfacher wird der gesamte Vorgang nach dem ersten Erfolgserlebnis vor allem dann, wenn immer die gleiche Patrone nachgefüllt wird, weil die Handgriffe sich nicht ändern. Beliebig oft lässt sich eine Patrone allerdings nicht auffüllen: Die Qualität des Schwamms lässt mit der Zeit nach, da er nicht für eine so lange Zeit konzipiert ist - billige Universaltinte beschleunigt diesen Verfall noch. Da die Aufnahmefähigkeit des Schwamms rapide abnehmen kann, tun Nachfüller sich und ihrem Geldbeutel keinen Gefallen, ewig die gleiche Patrone zu verwenden - irgendwann sollte dann doch eine neue, frische Basis geschaffen werden. Druckfrisch.


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