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06.03.2007
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So kommt die Tintenfülle in die Markenhülle

Druckfrische Druckreife: Leere Patronen selber auffüllen

Moritz Zielenkewitz

In vielen Fällen ist es unabdingbar, vor dem Bohren die Plastikstreifen abzuziehen, die die Luftlöcher verschließen. Der Haken: Bei den verschiedenen Patronenarten gibt es große Unterschiede, wie nach dem Befüllen mit den Klebestreifen zu verfahren ist: Bei manchen muss er drauf bleiben, bei anderen darf er nie wieder aufgeklebt werden - und wieder anderen ist es einfach egal. Hier hilft nur genaues Informieren über die eigene Patronenversion.

Druckt die entsprechende Patrone nach dem Befüllen trotzdem nicht, ist vermutlich Luft in die Kammer gelangt. Um die heraus zu befördern, müssen alle Öffnungen außer einem Einlass für die Spritze und der Drucköffnung unten geschlossen werden. Wenn jetzt Luft mit einer leeren Spritze hineingedrückt wird, verdrängt diese die bereits vorhandenen Luftblasen. Sobald Tinte anstatt Luft die Drucköffnung verlässt, ist mit Sicherheit die störende Luft draußen. Die herausgetropfte Tinte am Druckkopf sollte vorsichtig abgetupft werden; Düsenplatten wie bei HP üblich werden am besten mit warmem, destilliertem Wasser gesäubert.

Markenfixiert: Firmenexklusives Patronendesign

Beim Nachfüllen von Farbpatronen legen die Hersteller den Bastlern Steine in den Weg: Die Firmen benutzen eigene Systeme, welche Farbe an welcher Stelle liegt. Wo Canon sich (im Uhrzeigersinn und ab Einbaurichtung oben) für die Reihenfolge Rot, Gelb und Blau entschieden hat, nutzen HP und Lexmark Rot, Blau und Gelb. Bei Fotopatronen ändert sich das Spielchen auf Blau, Rot und Schwarz. Farbvielfalt für Fortgeschrittene.

Refill-Set

Bild verkleinernBild vergrößern

Geschick und der richtige Füllpunkt sind Pflicht.


Wenn also die Patronen nicht durchsichtig sind und anhand der Oberseite nicht zu erkennen ist, welche Farbe sich in welchem Bereich befindet, sollte die Patrone nach dem Bohren der drei nötigen Löcher ins Licht gehalten werden. Auch bei relativ leeren Patronenkammern ist an den Schwämmen meistens zu erkennen, um welche Farbe es sich handelt.

Beim Einfüllen der Farben ist Vorsicht geboten: Die Kanüle sollte nicht zu tief in die Kammer eingesteckt werden, da sonst das Drucksieb beschädigt werden kann, welches die Druckköpfe abdeckt. Um bei blickdichten Patronen zu erkennen, wann die Farbkammer voll ist, kann einfach so lange Tinte nachgefüllt werden, bis die Farbe zu sehen ist. Jetzt wird wieder ein wenig Tinte abgezogen - fertig. Einmal abgezogene Tinte sollte allerdings nicht wieder in die Patrone zurückgeführt werden, weil sonst Luftblasen und Verschmutzungen in die Kammer gelangen könnten.


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