Online-Musik-Dienst unter der Lupe
Mein Musikshop: Den Warenkorb auf CD brennen lassen
Christoph Scholl
Warenkorb und Bestellablauf: CD nach drei Tagen im Briefkasten
Hat man sich für einen Song entschieden, landet dieser mit einem Klick im Warenkorb. Dort können alle Songs in der Reihenfolge geordnet werden, wie sie später auf der CD landen sollen. Am rechten Bildschirmrand wird zudem angezeigt, wie viel Platz auf der aktuell zusammengestellten CD noch vorhanden ist. Auch ein Cover für die CD kann ausgewählt oder auf die Website hochgeladen werden.
Sind alle Songs ausgesucht, stimmt die Reihenfolge im Warenkorb und ist das Cover hochgeladen, kann der komplette Bestellablauf mit wenigen Schritten abgeschlossen werden. Wie üblich werden Name und Adresse angegeben sowie die Bezahlart ausgewählt. Dabei stehen derzeit Lastschrift und Kreditkarte zur Verfügung.
Preislich bewegt sich "Mein Musikshop" in vergleichsweise hohen Regionen: Zwar sind einzelne Songs bereits ab 99 Cent zu haben, jedoch werden die meisten Musikstücke für 1,29 Euro und mehr verkauft. Hinzu kommen noch einmal knapp fünf Euro für die CD und den Versand. Ein von netzwelt zusammengestellter Sampler mit knapp 20 Titeln kam so auf über 30 Euro - vergleichsweise viel Geld für ein paar Musikdateien.
Fazit: Gute Idee, schlechte Preise
"Mein Musikshop" hat eigentlich ein ganz nettes Konzept: Statt kopiergeschützter Musik-Downloads auf der Festplatte landet eine gebrannte Musik-CD im Briefkasten. Sowohl Oberfläche und Bedienung als auch der Bestellvorgang können dabei überzeugen. Die eigene CD ist einfach und schnell zusammengestellt - auch Webanfänger dürften sich schnell zurechtfinden.
Was die Anzahl der angebotenen Songs angeht, ist "Mein Musikshop" sicherlich noch ausbaufähig. 300.000 Musikstücke sind etwa im Vergleich zu den 3,5 Millionen Songs aus dem iTunes Store nicht gerade viel. Größtes Manko des Online-Shops sind jedoch die Preise. 30 Euro für knapp 20 Songs sind einfach zuviel. Vor allem die Kosten für den Versand schlagen mit fast fünf Euro ordentlich zu Buche. Zum Vergleich: Die gleiche Anzahl Musikstücke in Apples iTunes Store zuzüglich einem CD-Rohling für 50 Cent kommen gerade mal auf gut 20 Euro.
Insgesamt erinnert der gesamte Musikdienst sehr an den dm-Musicshop. Und tatsächlich: Beim direkten Vergleich fällt auf, dass sich die beiden Shops in den meisten Bereichen sehr ähnlich sind - leider auch im viel zu hohen Preis.
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