Von Peer zu Peer zu mir - Internetfernsehen auf der Festplatte
Tutorial: Streams aufzeichnen mit dem P2P-TV Recorder
Moritz Zielenkewitz
Internetfernsehen, das über ein P2P-Netz verschickt wird, ist eine feine Sache. Nur leider sind solche Streams flüchtig - einmal nicht hingeguckt und schon ist ein Tor gefallen oder der Protagonist tot. Mit dem P2P-TV Recorder können solche Streams während der Wiedergabe aufgenommen werden. Mit wenigen Klicks landet so eine Videodatei auf der Festplatte, die beliebig oft angeschaut werden kann - unabhängig von Bandbreite und Schwarmgröße.
P2P-TV Recorder: Archivierter Datenstrom
Der P2P-TV Recorder ist schnell installiert, am sinnvollsten ist die Wahl der englischen Installation. Die Oberfläche wirkt auf den ersten Blick etwas überfrachtet, wirklich benötigt wird aber nur die Eingabemaske hinter Channel URL: Hier wird die Stream-Adresse eingetragen, mit Enter bestätigt und die Aufnahme startet. Mit einem Rechtsklick auf den Stream kann angegeben werden, wann der Recorder die Aufnahme stoppen soll. Über Options kann der Zielordner für die fertigen Aufnahmen geändert werden, standardmäßig ist das C: > pprecorder. Die Datei liegt im ASF-Format vor und kann dann nach Belieben geschnitten oder konvertiert werden.
Optimaler Handlanger: PPLive
Wie aber kommt man am besten an diese Stream-URL? Eine der komfortabelsten Methoden läuft über den P2P-Streamer PPLive. Wie bei dieser Freeware ein Stream ausgewählt und gestartet wird und welche Aspekte noch beachtet werden sollten, steht in dem netzwelt-Artikel Fernseh-Filesharing. Nachdem für eine Sendung bei PPLive genügend Gleichgesinnte gefunden wurden und das Puffern beendet ist, startet der Stream. Hier öffnet ein Rechtsklick auf das Bild ein Kontextmenü, in dem Mit Standart Player abspielen ausgewählt werden kann - das ist zwar falsch geschrieben, aber wichtig für den Recorder.
Durch diesen Befehl startet der P2P-Stream jetzt nicht mehr in PPLive selber, sondern im voreingestellten Abspielprogramm - standardmäßig der Windows Media Player. Hier findet sich in den Video-Eigenschaften endlich die gesuchte URL, im Media Player Speicherort genannt. Diese Zeile wird jetzt beim P2P-TV Recorder in Channel URL kopiert - los geht es. Nachdem die Aufnahme begonnen hat, kann der Media Player übrigens wieder geschlossen werden. PPLive muss aber unbedingt an bleiben, sonst stoppt die Aufnahme. Die Dateigröße des fertigen Videos hängt immer von der Bitrate des aufgenommenen Streams ab, genügend Speicherplatz sollte also bei längeren Sessions vorhanden sein.
Nach einem Monat mit Aufnahmegebühr
Leider ist der P2P-TV Recorder Shareware, die Nutzung des Programms ist nur 30 Tage lang kostenfrei. Danach sind knapp 30 Dollar für eine Lizenz fällig. Die Möglichkeit, immer beliebter werdende Live-Streams nicht nur anschauen, sondern auf der heimischen Festplatte abspeichern zu können, ist dennoch enorm praktisch. Unabhängig von Pufferungen und Bufferungen kann die Sendung oder das Sportereignis dann in einem Rutsch genossen werden.
Weitere Artikel zum Thema
-
China-Streamer im Visier: PPLive verklagt
P2P-Plattform verletzt Urheberrechte
-
Tutorial: Images brennen mit ISO-Recorder
ISOs auf CD brennen
-
Bundesliga kostenlos übers Internet
P2P-Streamer machen es möglich - legal?
Links zum Artikel
Mehr über: Software, Internetfernsehen, IPTV, P2P-TV, Tutorial, PPRecorder
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Tutorial: Streams aufzeichnen mit dem P2P-TV Recorder
Was sagen Sie dazu?
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben











