Benutzerdefinierte Toolbar glänzt mit vielfältigen Funktionen
Firefox-Erweiterung Prefbar: Individuelle Menüleiste
Moritz Zielenkewitz
Wenn der Firefox zu unübersichtlich wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie löschen Icons und Schaltflächen, um nicht im Funktionsdschungel zu versinken. Oder Sie installieren die Firefox-Erweiterung Prefbar. So haben Sie eine eigene Toolbar, deren Inhalte Sie selbst konfigurieren können. Egal ob fürs Browsing, höhere Anonymität oder optische Änderungen - Prefbar ist dazu in der Lage.
Die Erweiterung ist schnell installiert: Einfach Prefbar herunterladen, indem Sie mit Ok bestätigen und den Firefox einmal neu starten. Von jetzt an ist das Addon fester Bestandteil des Browsers und kann genutzt werden. Mit einem Rechtsklick auf die Menüleiste des Browsers und Anpassen... können Sie die Prefbar anzeigen lassen; alternativ klappt auch die Taste F8. Über die Schaltfläche Customize auf der Prefbar kommen Sie in die Optionen.
Anpassen, damit es passt
Wenn Sie im Konfigurationsmenü auf das Plus-Symbol klicken, bekommen Sie Zugriff auf einige wichtige Einstellungen. Hier können Sie unter anderem bestimmen, ob die Prefbar nur im Hauptfenster des Firefox angezeigt werden soll oder auch in Popups ihren Platz hat. Wenn Sie möchten, kann die Prefbar auch ihren Toolbar-Status verlieren und neben Navigations-, Symbol- oder Menüleiste angezeigt werden. Mit einem Klick können alle Änderungen auch schnell wieder rückgängig gemacht werden, falls etwas nicht mehr wunschgemäß funktioniert.
Die Löwenarbeit steckt aber hinter Preferences Toolbar: Hier kann über einen simplen Dialog eingestellt werden, welche Funktionen in der Prefbar stehen sollen. Rechts stehen die Elemente, die bereits vorhanden sind, von links können Sie über Hinzufügen weitere Schaltflächen ergänzen. Grundsätzlich hängt das von Ihrem persönlichen Geschmack und der Nutzung ab, einige Anwendungen lohnen sich aber generell mehr als andere.
Wenn Sie möchten, können Sie normales Browsing über die Prefbar kontrollieren: Die Standard-Knöpfe Vor, Zurück, Stop und Aktualisieren können Sie auf die Toolbar legen und auf diese Weise durch das Netz surfen. Um mehr Struktur in die Prefbar zu bringen, können Sie an der gewünschten Stelle Separators einsetzen, die dann als Trennstriche fungieren. Falls Sie weitere Schaltflächen im btn-Format besitzen, können Sie diese importieren.
Mit Sicherheit mehr Sicherheit
Auch was die Anonymität und Absicherung des Systems betrifft, hat die Prefbar etwas zu bieten: Durch einfaches Setzen von Häkchen können Cookies, Verlauf und Cache gelöscht werden. Die Funktion Cookie Warning zeigt sogar jedes Mal einen Warndialog an, wenn eine Website einen neuen Cookie setzen will - diesen können Sie akzeptieren oder blocken. Interessant ist auch die Option, in der Toolbar von der normalen auf Proxy-Nuzung umzuschalten. Mehr zu Proxy-Diensten erfahren Sie in einem netzwelt-Artikel.
So können Sie sich beispielsweise das Installieren mehrerer Erweiterungen sparen, wenn Sie JavaScript, Flash und Popups mit in die Prefbar nehmen; auf diese Weise können Sie bequem einen Haken setzen, wenn die jeweilige Funktion aktiviert sein soll. Darf eine Website Ihrer Meinung nach eines dieser Elemente nicht ausführen, entfernen Sie einfach den Haken. Beachten Sie aber, dass diese Änderungen so lange für alle aufgerufenen Seiten gelten, bis sie rückgängig gemacht werden. Deaktiviertes JavaScript beschränkt sich also nicht nur auf eine Homepage. Über User Agent ist es zudem möglich, den Firefox inkognito arbeiten zu lassen - er gibt sich dann als Browser Ihrer Wahl aus.
Von Minibar bis Wunderbar
Die Prefbar bietet Ihnen viele Möglichkeiten, das tägliche Browsing komfortabler und auch sicherer zu machen. Zusammen mit einer Erweiterung wie der All-in-One Sidebar können Sie aus dem Firefox eine mächtige Kontrollzentrale machen, die zudem noch individuell angepasst werden kann. Einen komplett anonymen Browser oder werbefreies Surfen ermöglicht das Addon zwar nicht - aber dafür können Sie mit wenigen Klicks eigens angepasste Ergebnisse erzielen.
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