Bissfester iPod-Rivale oder microsofter Kuscheltyp?
Microsoft Zune im Test: Teil 1
Michael Knott
Weiße Kopfhörer im Ohr, iPod-Freund? Festhalten, da kommt was über den großen Teich geschwappt. In den USA verkauft Microsoft seit kurzem den iPod-Rivalen Zune. Netzwelt hat sich den Player mit der sozialen Komponente bereits jetzt schon besorgt und untersucht sowohl die Hardware als auch das Konzept, die Software und die möglichen Modifikationen hinter der etwas klobigen Fassade. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Hardware.
Und da liegt sie nun auf dem Schreibtisch, die Antwort des Software-Giganten auf das Weiße-Kopfhörer-Phänomen. Das graue Gehäuse fühlt sich leicht rauh zwischen den Fingern an, weit und breit ist kein Microsoft-Schriftzug zu erkennen. Ein großes Display mit einer Diagonalen von knapp acht Zentimetern und ein buntes Logo müssen als Ersatz herhalten.
Inhalt
- Hello from Seattle: Kauft Zune, habt euch lieb
- Derzeit noch nichts für deutsche Rechner
- WLAN: Willkommen im sozialen Microsoft-Gefüge
- Bedienung: Mit Klicken, ohne Fallstricke
- Hörtest: Keine Patzer, aber ohne Auszeichnung
- Foto und Video: Aufgepumpte Cover, versteckte Qualitäten
- Für Ungeduldige: Lohnt sich der Import aus den USA?
- Fazit zur Hardware
Hello from Seattle: Kauft Zune, habt euch lieb
So viel Zeit bleibt Microsoft nicht, um den Zune unters Volk zu bringen. Denn der schärfste Konkurrent ist mit dem Duo iPod/iTunes schon längst ein paar Runden im Stadion gelaufen, seit Jahren unterwegs, während Microsoft sich mit Zune gerade warmgelaufen hat und nun in den Startblöcken kauert. Doch um den iPod einholen zu können, benötigt Microsoft eine Geheimwaffe, eine Art Siebenmeilenstiefel. Im Hause des Windows-Vaters ist man zu den Schluss gekommen, dass diese Waffe der Nutzer selbst sein soll. "Welcome to the social" steht bereits auf der Verpackung. Kauft diesen Player und habt euch lieb.
Bedienelemente gibt es nur sehr wenige. Auf der Oberseite findet sich neben dem Kopfhörereingang eine mechanische Tastensperre, unten wartet ein nicht handelsüblicher USB-Anschluss auf das zum Lieferumfang gehörende Spezialkabel. Bedient wird der Player über ein leicht gewölbtes Bedienrad, welches Apples Clickwheel verdächtig ähnelt, aber dennoch anders funktioniert.
Statt wie bei Apple zu drehen und klicken, wird bei Microsoft nur geklickt. Unter dem Bedienelement findet sich ein Vier-Wege-Joystick mit einer mittig platzierten Bestätigungstaste. Der Druckpunkt ist ordentlich, die Bedienung logisch, nahezu narrensicher. Links und rechts befinden sich zwei weitere Tasten, eine Start- und Stopptaste sowie ein Zurück-Drücker. Mit diesem Tasten-Ensemble kommt man auch in der Hosentasche gut zurecht, zumindest lassen sich die Grundfunktionen wie Titelsprung und Lautstärkeregelung gut ertasten. An der Verarbeitung des rund 160 Gramm schweren Players gibt es nichts auszusetzen.
Derzeit noch nichts für deutsche Rechner
Zur Systemvoraussetzung gehört unter anderem eine englischsprachige Windows-Version. Beim Anschluss an unsere Redaktions-Rechner regt sich daher zunächst überhaupt nichts. Ohne Tricks und vor allem ohne die ebenfalls nach dem Player benannte Microsoft-Software "Zune" taugt die USB-Schnittstelle nur zum Befüllen des internen, nicht austauschbaren Lithium-Ionen-Akkus. Selbst ein Musikabgleich mit dem hauseigenen Mediaplayer ist nicht möglich. Unser Modell aus den USA wird unter Windows XP nicht als externes Laufwerk erkannt. Demnach kann man weder Musik per Drag-and-Drop auf den Zune ziehen, noch gelangen Daten auf diesem Weg auf die 30 Gigabyte fassende Festplatte.
Microsoft Zune
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Ich bleib bei meinem Ipod weil:
1.er hat 80GB HDD
2.er sieht besser aus
3.ich lass mich doch nicht baschränken (DRM)
und
4.ich hab was gegen MS
3. bist du auch bei itunes/ipod
2. stimmt. wobei das display vom zune besser ist.
naja also das display is beim zune 3 Zoll und beim Ipod 2,5 Zoll hat aber die gleiche auflösung, außerdem gibt es bis der zune bei uns rauskommt hoffentlich den Ipod Touchscreen
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beim display war ich gar nicht von der größe erstaunt, das ist mir bei briefmarken-tv ohnehin egal. vielmehr empfand ich es als sehr klar. ich hatte da einen unterschied gemerkt, ähnlich wie bei guten und mittelmäßigen laptops.
die 80 gb sind übrigens ein echter vorteil vom ipod. da hast du natürlich vollkommen recht.
ein ipod touchscreen wäre natürlich genial.
gut finde ich die wifi-funktion. ALLERDINGS ist diese mit der beschränkung total verkrüppelt. vom gewicht, handling, steuerung und der größe geben sich die beiden nichts, da spürt man keinen wirklichen unterschied.
Wobei bei dir wohl besonders Punkt 4. den Ausschlag geben wird. Da würdest du MS auch keinen guten Player gönnen, wobei man immer bedenken sollte, dass es einen Unterschied zwischen Betriebssystem und einem mp3-Player gibt.
ZitierenStimmt. Naja erst mal abwarten, ich glaube nicht das der Zune der letzte Windows player ist dazu ist der Mp3 Player Markt einfach zu lukrativ
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der letzte ist das bestimmt nicht. und konkurrenz tut gut. so wollten wir es beim internet explorer mit opera und firefox. das ergebnis waren bessere browser und ein höheres innovationstempo. und so wollen es bestimmt auch viele im mp3-player-markt. eine dominanz von apple in dem markt ist genauso schlecht wie eine im betriebssystem- oder browser-markt.
apple-freunde dürfen mich nun schlagen, geschlagene ms-freunde dürfen mir nun recht geben.
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