Mit dem WSKP100 in jedem WLAN skypen
Getestet: Das Skype-Handy von SMC
Christian Grohmann
Beinahe ausgewachsener Skype-Client
Dafür ist der integrierte Skype-Client ziemlich ausgereift: Neben der Zugangsdateneingabe eines bestehenden Skype-Kontos lässt sich alternativ ein neues Konto anlegen - eine Routine, die SIP-Handy-Nutzer nur am Rechner vornehmen können. Überhaupt bietet die Software des WSKP100 sämtliche Funktionen, die die "große" Skype-Software ausmachen. Und die Bedienung ist dabei genau so intuitiv wie die eines Mobiltelefons.
Ist bereits ein Skype-Account vorhanden, lädt das WLAN-Handy die Kontaktliste aus dem Internet herunter. Damit kann es nicht nur den Online-Status, sondern auf Tastendruck auch das Profil des Kontakts anzeigen, allerdings ohne Foto. Eine komplette Kontaktverwaltung bietet Möglichkeiten zum Suchen, Hinzufügen, Ignorieren oder Aufnehmen anderer Benutzer. Kostenpflichtige Funktionen wie SkypeOut, SkypeIn, Voicemail und die Anrufweiterleitung ins Festnetz lassen sich ebenso verwalten wie der eigene Online-Status.
Auch über weiterführende Optionen wie - wahlweise automatische - Firmware-Updates, Proxy-Einstellungen oder verwendete Ports kann der Nutzer verfügen. Nicht möglich ist dagegen der Empfang von Anfragen zur Aufnahme in die Skype-Kontaktliste. Andersherum ist der Versand von Kontaktanfragen uneingeschränkt möglich. Da auch das Guthaben für die kostenpflichtigen Funktionen per Kreditkarte aufgeladen werden muss, ist es doch vorteilhaft, Skype zusätzlich auf dem Computer zu installieren.
Erschrecken lassen sollte man sich von den vielen bereits genannten Details nicht: Telefonieren ist so einfach wie mit dem Handy. Entweder wählt man aus der Kontaktliste, die dem Telefonbuch gleichkommt den Gesprächspartner aus oder gibt die gewünschte Zielrufnummer im internationalen Format über die Zifferntasten ein - Letzteres funktioniert allerdings nur mit vorher aufgeladenem Guthaben. Bei eingehenden Anrufen kann man sich nur an wenigen Klingeltönen aus dem Skype-Repertoire erfreuen. Wer keinen Ton wünscht, lässt das Handy einfach nur vibrieren.
Die Klangqualität von Skype zu Skype ist besser als die eines gewöhnlichen Mobilfunk- oder Festnetzgesprächs, kommt jedoch nicht an die eines guten PC-Headsets heran. Wird ein Anruf von Skype auf Festnetz getätigt, nimmt der Angerufene sowohl eine leichte, für VoIP-Gespräche früher typische Rückkopplung als auch eine kurze Verzögerung wahr. Beides beschrieb der im Test angeklingelte netzwelt-Redakteur jedoch nicht als störend.
Wer sich das WSKP100 aufgrund zuweniger Hände nicht an das Ohr halten kann, muss mit dem Headset vorlieb nehmen. Das ist zwar brauchbar, aber Mikrofon und Ohrhörer sind qualitativ etwas schlechter als die im Handy integrierten Bauteile. Eine Freisprecheinrichtung besitzt das WSKP100 dagegen nicht. Verzichten muss der Nutzer auch auf den möglicherweise heiß geliebten Zusatzdienst Instant-Messaging. Den unterstützt das SMC-Handy gar nicht. Schickt ein anderer Skype-Nutzer eine Nachricht, erhält er jedoch eine Fehlermeldung.
Wie jedes WLAN-Handy ist das WSKP100 als Reisebegleiter konzipiert. Es unterstützt die gängigen Funkstandards 802.11 b und g. Die Funkkanäle 10 bis 13 sind mit der aktuellen Firmware nicht nutzbar. In Sachen Verschlüsselung stehen WEP, WPA-PSK und WPA2 zur Verfügung. Wer sein Funknetz zusätzlich mit einem MAC-Adressfilter schützt, findet die Geräte-Kennung sowohl unter dem Akku als auch im Menüeintrag "Informationen". Die IP-Adresse kann entweder manuell oder per DHCP-Server automatisch vom Router vergeben werden.
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