Ein Überblick über das neue iTunes
Apple iTunes im Portrait: Zwangssoftware oder Alleskönner?
Patrick Woods
Was ist iTunes eigentlich? Eine Playersoftware? Eine Musikdatenbank? Einerseits ja und andererseits noch einiges mehr. Vor allem aber ist es Apples Zugpferd im Multimediabereich. Denn iTunes ist die Schnittstelle zwischen dem iTunes Store, dem Computer und natürlich dem iPod. Denn wer bei Apple Musik kaufen will, braucht iTunes - zum Kaufen und Abspielen. Wer einen iPod hat, braucht iTunes ebenfalls.
Das hat dem Programm den Ruf der unsympathischen Zwangssoftware eingebracht, macht aber die Bedienung einfach und einheitlich. Itunes ist zwar kostenlos, als richtige Freeware kann man es aber kaum bezeichnen, da es zu offensichtlich darauf abzielt, dem Benutzer etwas zu verkaufen. Idealistische Freeware- oder gar Open-Source-Projekte sehen anders aus. Damit wird das Programm sozusagen zur "Einstiegsdroge" in Apples Entertainment-Sparte, ein Köder.
Das Hauptfenster von iTunes
Der Software MP3-Player erschien im Frühjahr 2001 und das zunächst auch nur für Macs. Man hatte die Entwickler einer Softwareschmiede übernommen und ihr Projekt "SoundJam MP" weiterentwickelt. Apple gestand damals, den Trend etwas verschlafen zu haben, und kündigte an, dies durch besondere Anstrengungen aufholen zu wollen. Ein halbes Jahr später erschien der iPod, der Rest ist bekannt.
Etwas aufdringlich
Die Links zum Store in der Grundeinstellung nerven erheblich. Der so genannte Mini Store, der dem Nutzer ähnliche Künstler wie der gerade laufende aus dem Store vorschlägt, nervt ebenso. Letzterer hat Apple auch erhebliche Spyware-Vorwürfe eingebracht, weil für diese Funktion die Daten des gerade spielenden Songs an Apple übertragen werden. Beide Funktionen lassen sich aber immerhin abschalten. Das gilt ebenso für die neue Funktion, sich automatisch CD-Cover kostenlos von Apple herunterzuladen, wenn man einen Store-Account hat.
Damit ist klar, dass iTunes kein reiner Service am Kunden ist, sondern den Umsatz im "iTMS" ankurbeln und den Verkauf von iPods unterstützen soll. Dennoch ist es ein äußerst umfangreiches Musikprogramm, das im Laufe der Zeit immer weiter gewachsen ist. Wir stellen die wichtigsten und vielleicht eher unbekannteren Features des mittlerweile fast unübersichtlichen Programms vor. Auf den ersten Blick ist es auch unverständlich, warum man iTunes nur zusammen mit Quicktime installieren kann. Blickt man hinter die Kulissen, klärt sich die Frage auf: Itunes basiert auf dem Quicktime-Unterbau.
iTunes
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Die Einstellungen
Wer die Link-Pfeile in den Store abschalten möchte, findet diese in den allgemeinen Einstellungen. Den umstrittenen Ministore, den es seit Version 6.0.2 gibt, muss man zum Glück erst ausdrücklich aktivieren. Anfänglich war er automatisch aktiv, aber nach zahlreichen Beschwerden ist er dies nicht mehr.
Wofür ist iTunes gedacht?
Neben der reinen Verwaltung und dem Abspielen von Musik beherrscht iTunes noch einiges mehr. Es kann CDs als verschiedene Formate importieren und Musikdateien konvertieren. Es ist Podcatcher, Internetradio und mittlerweile sogar Filmarchiv für Quicktime-Filme. Spätestens seit der iTunes Music Store auch Videos und Filme verkauft und nur noch "iTunes Store" heißt, wird es immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt in Apples Multimediasparte.
Ein Blick in die Einstellungen lässt den Nutzer erahnen, was alles möglich ist. Es gibt unter anderem Einstellungen für Musiksharing, für Podcasts, für den Import, die Wiedergabe und den iTunes Music Store. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren. Auf insgesamt sieben Reiter verteilen sich die Einstellmöglichkeiten.
Was ist neu in iTunes 7?
Auffälligste Neuerung ist die "Cover Flow" genannte Blätterfunktion. Damit lässt es sich recht komfortabel und ansehnlich durch die Musiksammlung scrollen. Vorausgesetzt, alle Alben haben ein Cover. Dafür gibt es eine weitere Neuerung: "automatisch fehlende CD-Cover laden". Das funktioniert aber nur, wenn der Nutzer einen Account für den iTS hat, da die Cover aus dessen Datenbank geladen werden. Wichtigster Grund für Apple, Version 7 herauszubringen, war wohl die Implementierung der neuen Videofunktionen. Denn da zumindest im US-Store schon Spielfilme gekauft werden können, bekam iTunes neue Sortierungsmöglichkeiten für Filme. Zusätzlich gibt es neue Kindersicherungsoptionen, damit die Kleinen nicht alle Filme kaufen können.
Cover Flow
Itunes unterstützt jetzt auch endlich die Verwaltung mehrerer Bibliotheken und kann die Bibliothek komfortabel als Backup auf einen Datenträger kopieren. Der Kommerz wurde übrigens auch perfektioniert: Es gibt jetzt auch iPod-Spiele im iTunes-Store, die man für jeweils fünf Euro herunterladen kann. Die Verwaltung des iPods in iTunes ist zusätzlich übersichtlicher geworden.
Technische Änderungen gibt es anscheinend kaum, bis auf die Tatsache, dass die Albencover nun nicht mehr mehr in den Songdateien selbst, sondern in einem separaten Ordner gespeichert werden, damit sie für Cover Flow schnell genug ausgelesen werden können. Doch leider reicht scheinbar auch das nicht immer, denn wenn man zu schnell durch die Alben scrollt, kommen selbst kräftige Rechner mit dem Nachladen der Cover nicht nach.
Wir sehen uns jetzt einige Funktionen in iTunes an.
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Was mir an iTunes so gefällt ist, dass ich Songs einfach in das Fenster ziehen kann und sie in den iTunes-Ordner kopiert werden. Somit brauch ich mich überhaupt nicht mehr um die Speicherung und Ablegung in Ordnern kümmern.
Das zweite Top-Feature, das ich leider bisher in keinem anderen Player finden konnte, ist die Auflistung der Genres (neben Interpret und Album).
Ich hatte bisher einen anderen mp3 Player, bei dem ich eine einfach Ordnerstruktur hatte Interpret >Album1, Album2, etc. > jeweilige Titel.
Aber die Struktur in itunes verstehe ich bisher überhaupt nicht, zumal es nach dem Import meiner bisherigen mp3 Dateien einzelne Titel, die der Interpret gemeinsam mit einem anderen Interpreten singt, als extra Album speichert.
Wer hat denn mal Tipps für mich? Vielen Dank!!
Zitat:
in itunes > rechtsklick auf songs > informationen > compilation.
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