Mit Aluminium gegen Kratzer
Der Nano im Minirock: Apple iPod Nano der 2. Generation im Test
Michael Knott
Auf der anderen Seite ist kein Team so komfortabel zu bedienen wie das Duo iPod/iTunes. Die aktuell siebte Version hat wieder ein Stück hinzugelernt und ist optisch ein echter Leckerbissen geworden. Sämtliche Aufgaben rund um das Abspielen, Konvertieren, Kaufen und Verwalten von Musik übernimmt die Software.
Trotzdem - besser ist es, die Wahl der Synchronisation dem Nutzer und Käufer zu überlassen. Für den zwanghaften iTunes-Abgleich erntet daher auch der Nano Kritik von unserer Seite. Immerhin lassen sich nackte Daten auch von jedem anderen Rechner an den iPod übertragen.
Bedienung: Click macht süchtig
Bei der Bedienung des iPods bleibt sich Apple zum Glück treu. Sobald der Daumen eine Zeit lang über das Click-Wheel gekreist ist, dürfte jedem die Steuerung einleuchten. Einträge werden mit der mittigen Taste bestätigt, ein Druck auf den Menü-Button führt eine Ebene zurück. Zusätzlich kann das Startmenü den eigenen Anforderungen angepasst werden. Schnell mal in der Hosentasche einen Titel vor- oder zurückspulen oder die Lautstärke ändern? Mit dem Nano kein Problem.
Neu ist der Menüeintrag "Musik suchen". Dieser erlaubt die schnelle Suche von bestimmten Stücken oder Interpreten anhand der Anfangsbuchstaben. Beim Ausschalten merkt der iPod sich zudem die zuletzt gespielte Stelle im Stück und setzt die Wiedergabe nach einem Neustart an eben dieser fort. Auch ist es möglich, Stücke aus dem laufenden Betrieb heraus in eine Wiedergabeliste zu kopieren.
Hörtest: Der Ton macht die Musik
Eine Neuerung, auf die viele iPod-Fans gewartet haben, wird erst auf den zweiten Blick sichtbar, oder besser hörbar - Gapless Playblack. Diese Funktion erlaubt die unterbrechungsfreie Wiedergabe von aufeinanderfolgenden Stücken. Dies ist vor allem bei Live-Aufzeichnungen sinnvoll. Die Stücke gehen jetzt fließend ineinander über.
Neben dem Apple-Format AAC spielt der neue Nano auch MP3-, WAV-, Apple Losseless- und AIFF-Musik ab. Apple ging zwar in ein paar Fällen auf Kundenwünsche ein, der frei vom Nutzer einstellbare Equalizer gehört leider nicht dazu. Dafür warten 22 bereits voreingstellte Klang-Presets darauf ausprobiert zu werden - mit mehr oder weniger großer Wirkung. Immer noch wirken einige Einstellung sehr unnatürlich, verzerren den Klang in negativer Hinsicht.
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