Mit Aluminium gegen Kratzer
Der Nano im Minirock: Apple iPod Nano der 2. Generation im Test
Michael Knott
In der Mitte des genialen Click-Wheels, dem zentralen Bedienrad fast aller iPod-Modelle, sitzt jetzt ein leicht eingebeulter Bestätigungsknopf, der mit geschlossenen Augen zielsicherer zu treffen ist. Die übrigen Anschlüsse sind mit dem Vorgängermodell identisch.
Immer noch liegt der Eingang für den Kopfhörer auf der Unterseite, genau wie der Spezial-Anschluss für das USB-Kabel. Hier findet ausschließlich das Original-Kabel von Apple Zugang. Oben schützt eine mechanische Tastensperre vor ungewolltem Ein- oder Ausschalten der Jukebox. Auch Abmessungen und Gewicht bleiben mit 9,0 x 4,0 x 0,7 Zentimetern und 40 Gramm fast unverändert.
Änderungen gibt es beim Display. Apple verspricht beim neuen Nano eine um 40 Prozent gesteigerte Leuchtkraft, welche auch direkt nach dem Einschalten sichtbar wird. Die Fläche mit einer Diagonalen von 3,8 Zentimetern ist sehr gleichmäßig ausgeleuchtet und dank einer Auflösung von 176 x 132 Pixeln recht scharf.
Wermutstropfen für Stromsparer - die Intensität des weißen Hintergrundlichtes lässt sich immer noch nicht regeln. Immerhin hält der fest verbaute und vom Nutzer nicht austauschbare Akku etwa zwanzig Stunden durch. Frischen Strom gibt es vom Computer, ein USB-Ladegerät ist jedoch nur als optionales Zubehör erhältlich und kostet mit Apfel-Logo 30 Euro.
Anschluss an den PC: Zwang macht einsam
Die einen schwören drauf, andere schütteln mit dem Kopf. Die Rede ist von so genannter Zwangs-Software. Hiermit ist ein Programm gemeint, das den Abgleich der Musikdatenbank des Rechners mit dem Musikspieler in die Hand nimmt. Die meisten MP3-Player verzichten mittlerweile auf diese Art der Synchronisation oder lassen dem Nutzer die Wahl zwischen einem Daten- und Musikabgleich mit Hilfe des Windows Explorers oder einer entsprechenden Zusatz-Software.
Apple geht einen anderen Weg: Wenn ein iPod mit frischer Musik versorgt werden soll, führt kein Weg an iTunes vorbei. Im Klartext: Es ist nicht möglich, den Nano an einem fremden Rechner anzuschließen und ihn mit der dort vorhandenen Musikdatenbank abzugleichen. Dies bringt in der Praxis einige Nachteile mit sich, denen man sich vor dem Kauf bewusst werden sollte.
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