Basslastiges Spielgerät mit Digicam und mehr
Asus PG191 im Test: Edler Gaming-Flachbildschirm mit Subwoofer
Monitore
Besseren Klang als der Asus PG191 lieferte noch kein anderer Flachbildschirm auf dem netzwelt-Prüfstand. Die Reserven reichen locker aus, um 30 Quadratmeter und mehr Wohnfläche bis in die hinterste Ecke zu beschallen. Und dabei klingt die 2.1-Kombination aus Stereo-Lautsprechern und Subwoofer gar nicht mal schlecht. Ganz im Gegenteil: Musik dringt druckvoll sowie weitgehend klar und unverzerrt aus den Boxen, erst nahe der Maximallautstärke setzt eine hörbare Übersteuerung der Höhen ein. Für Musik eignet sich der zuschaltbare Möchtegern-Raumklang kaum, dafür bewährt er sich bei Spielen dank weiträumigerer Hall-Effekte.
Bewegte Bilder mit Nebenwirkungen
Beim Spielen zeigt der PG191, wofür er eigentlich gebaut wurde. Sein Schlierenaufkommen tendiert gegen Null und liegt näher am Röhrenbildschirm als bei jedem anderen zuvor getesteten LC-Display. Selbst bei rasanten Rennspielen wie "World Racing 2", die bisher jedem Flachbildschirm seine Grenzen zeigten, gehören Nachzieh-Effekte der Vergangenheit an oder sind zumindest so gut versteckt, dass sie nicht mehr negativ aufzufallen. Die schwerste aller Hürden genommen, verlangen weniger schlierengefährdete Spiele wie Ego-Shooter und Strategie-Games dem blitzschnellen Display allenfalls ein müdes Lächeln ab.
Des Weiteren überzeugt uns die Helligkeit sogar beim düsteren "Quake 4" und beugt virtuell lebensgefährlichen Überraschungen ausreichend vor. Ganz ohne Nebenwirkungen bleibt der fast ungetrübte Spielgenuss allerdings nicht. Der Preis sind starke Treppchen-Effekte, denen man nur durch Zuschalten der leistungshungrigen Kantenglättung beikommen kann, und eine bloß mittelmäßige Darstellung von niedrigeren Auflösungen (Interpolation). Das Interpolationsverhalten ist leider nur über den Grafikkarten-Treiber einstellbar.
Beim Abspielen von Videos muss der PG191 wiederum einige Federn lassen, da er etwas grobkörnig zu Werke geht und Fehler bei komprimiertem Bildmaterial nahezu ungefiltert wiedergibt. Zur Ehrenrettung tragen dafür seine kräftigen Farben bei. Von den SRS-Effekten lassen wir hier lieber die Finger, da sie den sonst guten Ton unangenehm verfälschen und gelegentliches Krachen und Krächzen erzeugen.
Asus PG191 im Test: Edler Gamer-Flachbildschirm mit zwei Millisekunden und Subwoofer
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Fazit: Erstklassiges Gamer-Display
Ein sowohl optisch als auch qualitativ schöneres Gamer-Display als das Asus PG191 kam uns bisher nicht unter. Selbst schnellste Spielszenen meistet er ohne störende Schlieren. Für den professionellen Grafikeinsatz eignet er sich zwar nicht, doch das liegt auch nicht in der Absicht seines Schöpfers. Seine integrierten Stereolautsprecher mit dem kräftigen Subwoofer dürften dabei so manches 2.1-Boxenset in den Schatten stellen. Nicht so gut gefallen haben uns die mittelmäßige Video-Wiedergabe, die eingeschränkte Blickwinkelfreiheit sowie die schlecht befestigte Grundplatte des Standfußes.
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