Notebook oder PC: Was bin ich?
Dell XPS M2010 im Test: Alleinunterhalter mit Tragegriff
Benjamin Schnitzler
Laut Lexikon ist ein Notebook ein "tragbarer zusammenklappbarer Kleincomputer mit Akku oder Netzanschluss und flachem Flüssigkristallbildschirm im Deckel". Auf den Dell XPS M2010 trifft das zu einem gewissen Teil zwar zu, doch dieser Computer ist alles andere als klein. Netzwelt über einen edlen Wohnzimmer-PC, der sich nicht so recht zwischen Komplettrechner und Notebook entscheiden kann.
Eines vorweg: Den Gefallen, es dem US-Fabrikanten und anderen Magazinen gleichzutun und den XPS M2010 als Notebook einzustufen, werden wir dem 20-Zoll-Monstrum nicht tun. Dafür sind über acht Kilogramm einfach zuviel des Guten und ein integrierter Tragegriff noch lange nicht ausreichend. Vielmehr haben wir es mit dem komplettesten aller bisher getesteten Wohnzimmer-PC zu tun.
Inhalt
Elegant eingebläut
Sehenswertes Display
Tastatur, Maus, Fernbedienung & Co.
Leistungsentfaltung
Leisetreter mit passabler Laufzeit
Fazit: PC-Notebook-Hybrid mit Wohnzimmer-Anspruch
Spiele- und System-Benchmarks
Laufzeit und Energieverbrauch
Datenblatt
Ohne die charakteristischen Dell-Schriftzüge würde der XPS M2010 wahrscheinlich wie Bang & Olufsens erster Versuch wirken, einen eigenen PC zu kreieren. Beim Anblick des vor Aluminium nur so strotzenden Innenraums fühlen wir uns unweigerlich an die flachen Audio-Anlagen des dänischen Hi-Fi-Herstellers erinnert, für die ein Normalverdiener ganz schön tief in die Tasche greifen muss. Letzteres gilt leider auch für den XPS M2010, der den Geldbeutel derzeit um mindestens 2.700 Euro entlastet. Im Gegensatz zum vorliegenden System kommt darin mit dem Core 2 Duo bereits Intels nächste Prozessorgeneration zum Einsatz.
Wenn wir in diesem Fall von einem Komplett-System sprechen, meinen wir auch wirklich komplett, denn es handelt sich um einen voll ausgestatteten PC inklusive Breitbild-Monitor, abnehmbarer Bluetooth-Tastatur mit Touchpad, Subwoofer und acht eigenen Lautsprechern. Selten wurde das Konzept eines hochintegrierten PC konsequenter umgesetzt als mit dem XPS M2010. Mit dem iMac G5 und dem Vaio V3 verfolgen Apple und Sony zwar durchaus ähnliche Absichten, tragen aber deutlich dicker auf: Während der 20-zöllige Apple iMac G5 mindestens zehn Kilogramm auf die Waage bringt, legt der Sony Vaio V3 trotz 17-Zoll-Display nochmals um drei Kilogramm zu. Ohne separate Eingabegeräte geht hier allerdings nicht viel.
Zurück zum Design: Auffällig waren die Vertreter der XPS-Serie schon immer, doch so edel wie der M2010 noch keiner. Erstaunlicherweise ging das ehemalige "Mobile Concept" fast genauso in Serie, wie es netzwelt und anderen Presse-Vertretern auf der vergangenen Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentiert wurde. Für uns ist Dell ein ästhetisches Meisterstück gelungen: außen in braun strukturiertes Kunstleder gehüllt, das Interieur mit großflächigen Alu-Profilen aufgewertet. Optisch gelungen ist auch das schräg öffnende DVD-Laufwerk mit Sichtfenster und verchromtem Einschub, das sich wie bei einer Hi-Fi-Anlage bedienen lässt.
Dell XPS M2010 im Test
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ich finde das teil wahnsinnig schick. aber leider nicht brauchbar, weil viel zu spät.
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