Schicker MP3-Player im Aluminium-Gewand
Underdog gegen iPod Nano: Packard Bell Vibe 360 im Test
Michael Knott
Ein schicker und hauchdünner MP3-Player aus Aluminium liegt auf dem Prüfstand. Mit dem Vibe 360 schickt Packard Bell die direkte Konkurrenz zum iPod Nano ins Rennen. Im ausführlichen Test wird sich zeigen, inwiefern sich die optisch sehr ähnlichen Player von einander unterscheiden.
90-60-90 sind die Idealmaße eines jeden Foto-Models. Wer diese Zahlenkombination als perfekte Werte für weibliche Rundungen festgelegt hat, ist heute nur schwer nachvollziehbar. Das Gardemaß eines MP3-Players mit Flash-Speicher lautet 9,0 x 4,0 x 0,69 Zentimeter. Und hier ist die Recherche nach dem Urheber dieser Zahlenkombination schnell ausfindig gemacht: Denn exakt so viel misst Apples iPod Nano.
Inhalt
- Vorbild und Verfolger
- Anschluss an den Rechner
- Hörtest
- Foto, Video und Mikrofon
- Fazit: Sieg nach Punkten
Der Vibe 360 von Packard Bell übernimmt diese Maße fast eins zu eins. Er fällt lediglich einen Hauch dicker aus, statt 6,9 Millimeter sind es hier immer noch sehr schlanke 8,5 Millimeter. Die übrigen Abmessungen sind exakt die gleichen. Zum Glück trennen sich dann die Wege zwischen Vorbild und Verfolger, bloßes Abkupfern kann schließlich jeder.
Vorbild und Verfolger
Der schon auf den ersten Blick sehr gefällige Vibe 360 ist mit einer Kapazität von einem oder zwei Gigabyte erhältlich und mit 46 Gramm ein echtes Fliegengewicht. Verpackt in edlem Aluminium, übersteht das Gehäuse auch den ungeschützten Transport in der Hosentasche ohne hässliche Kratzer. Infos werden auf der fünf Zentimeter großen Bildschirmdiagonalen des Farbdisplays mit bis zu 65.000 Farben angezeigt.
Kopfhörereingang und Schnittstelle liegen wie beim großen Vorbild auf der Unterseite des Players. Glücklicherweise spendiert der Hersteller dem Vibe 360, genau wie seinem ebenfalls von uns getesteten großen Bruder Vibe 500, einen handelsüblichen Mini-USB-Anschluss. Sowohl der Datenabgleich mit dem Rechner als auch die Energieversorgung des fest verbauten Lithium-Polymer-Akkus läuft über diesen Anschluss.
Anschluss an den Rechner
Die Kontaktaufnahme zum Rechner verläuft reibungslos. Entweder man synchronisiert die Musikdatenbank mit dem Windows Media Player 10 von Microsoft oder man bemüht den Explorer. Daten und Musik wechseln in diesem Fall per Drag-and-Drop den Speicherort. Vor Zwangs-Software, wie Apple sie dem Nano diktiert, bleibt Packard Bells Vibe 360 zum Glück verschont.
Packard Bell Vibe 360
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Etwas oberflächlich der Test. Eben so, wie ich das von Windows Benutzern erwarte, weil dort einfach die Anforderungen gar nicht so hoch sind.
Hier wird nur auf das Gerät geschaut, überhaupt nicht auf die Anbindung an den PC von dem ja nun mal die Musik kommt, ach ja und man kann den Explorer verwenden ... traurig, wie gering die Ansprüche sind. So niedrige Ansprüche kann ja fast jeder Player erfüllen.
Was ich damit meine:
Ich möchte, solange nicht die kompletten zB 60 GB auf dem Gerät Platz finden, immer eine unterschiedliche Auswahl an Musik haben, die mir gefällt und die ich zB bisher am wenigsten gehört habe, oder die bestimmten Kriterien erfüllt. Das geht nicht mit dem Media Player sehr wohl aber von der "Zwangs-Software" iTunes von Apple.
In Sachen Bedienkomfort hat für mich der Apple Player gewonnen!
Wie der Titel schon sagt: Gewonnen nach Punkten, nicht nach den Erfordernissen!
Zitat:
Dies entspricht leider nicht der Wahrheit. Wir legen sehr großen Wert auf die Anbindung an den Rechner. Und hier bekommt nunmal der Player die meisten Punkte, der ohne Treiberinstallation von Windows als externer Datenträger erkannt wird, und der Nutzer selbst entscheiden kann ob er die Synchronisation einer bestimmten Software überlassen möchte, oder es lieber selber durchführt. Grob geschätzt lassen sich nur vielleicht die Hälfte der über hundert von uns getesteten Player auf diese Art und Weise synchronisieren. Es handelt sich also keineswegs um einen niedrigen Anspruch.
Zitat:
Ich möchte, solange nicht die kompletten zB 60 GB auf dem Gerät Platz finden, immer eine unterschiedliche Auswahl an Musik haben, die mir gefällt und die ich zB bisher am wenigsten gehört habe, oder die bestimmten Kriterien erfüllt. Das geht nicht mit dem Media Player sehr wohl aber von der "Zwangs-Software" iTunes von Apple.
Genau das ist ja der Grund, wieso ein Abgleich mit dem Explorer so wichtig ist. Wenn ich jedesmal, wenn ich neue Musik auf meinen Player schaufeln möchte, eine Extra-Software starten muss, nervt das schon. Dies funktioniert nur von meinem Rechner aus, auf dem diese Software installiert sein muss. Schon mal versucht iTunes auf dem Notebook und dem Desktop-Rechner paralell zu pflegen? Eben! Ein anderes Beispiel: Sämtliche Sony-Player setzen auf eine Software, die einfach viel zu instabil ist und sehr viele Probleme bereitet. Das Duo iPod/iTunes ist hier ein Positivbeispiel, und von uns auch mehrfach gelobt worden. Gerade die von dir angesprochene Bewertungsoption für einzelne Titel ist in der Tat Gold wert.
Grüße
Titel bewerten kann man mit dem Windows Media Player auch!
Aber das eigentliche Problem ist doch (nicht nur bei Apple), dass es nervt, wenn ein Player an eine Software gebunden ist. Mein Bruder hat einen IPod Nano und wir haben Musik auf seinem und auf meinem Rechner, dass ist ein Spaß wenn da was aufgespielt werden soll!!
Meinen Player (Philips HDD1620) stöpsel ich einfach an einen Rechner an und kopier mir die Musik die ich haben will rauf. Und das ist ja wohl kein niedriger Anspruch? Ich will wo ich will und was ich will aufspielen können, ohne irgendwas installieren zu müssen.
Zum Thema Erfordernisse und Apple fällt mir nur ein:
Ein MP3 Player ist ein mobiles Musikabspielgerät, dass nimmt man auch gerne mal mit in den Urlaub, doof ist nur, dass man auch einen Rechner brauch um den Akku über USB zu laden! Das ist doch eine Frechheit einen Player ohne Nezteil für 250€ zu verkaufen. Ich möchte damit nicht sagen, das der Player schlecht ist, ich find den auch gut, aber das ist ein Grund weshalb ich mich doch für ein anderes Gerät entschieden habe.
"Synchronisation einer bestimmten Software überlassen möchte, oder es lieber selber durchführt."
Ja eben, sagte ich doch: Schön selber Ordner und Musikdateien per Hand kopieren - typisch für Windows User.
Und wenn ich iTunes Verzeichnis von mehreren Rechnern pflegen will, geht das sehr einfach, indem ich das Verzeichnis freigebe und von 2 Rechnern benutze, allerdings eine sehr unsaubere Lösung. Besser wäre, iTunes streamen zu lassen. Was für Probleme Windows User doch haben können.
Na, ich hab die nicht und damit ist es gut.
ok, das stimmt. Netzteile gibt es aber für 10 Euro.
Na, wenn Ihr die Musik schon beliebig teilt, dann spielt sie doch einfach auf Euren Rechner und syncd dann.
Man kann zwar mit dem Windows Media Player Titel bewerten, aber die intelligenten Ordner, bzw. Playlisten um eben diese Bewertung und noch viele weiteren Kriterien einfließen zu lassen, fehlen eben.
Ich habe den Eindruck, das Windows User sich immer Ihre umständlichen Handlungsweisen irgendwie hinbasteln wollen und sich nicht auf einen sehr einfachen und sehr komfortablen Arbeitsablauf einstellen möchten. Also sei es drum: macht weiter so.
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