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04.08.2006
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Luxus fürs Wohnzimmer

Lüfterloser Edel-PC: Hush E5 im Test

Sascha Hottes

Er ist sozusagen der Bentley unter den Wohnzimmer-PCs. Beim Hush E5 sind nur die wenigsten Teile Standard, außerdem arbeitet er geradezu unheimlich leise. Kein Wunder, denn Lüfter gibt es keine. Trotz der rein passiven Kühlung wiegt er kaum mehr als ein gewöhnlicher Rechner. Sogar zum Zocken taugt der flache Flüster-PC.

Angesichts stetig steigender Energiepreise kommt ein Strom sparender Notebook-Prozessor eigentlich gerade recht. Im vorliegenden E5-System steckt der schnellste Intel Core Duo mit 2,16 Gigahertz, begleitet von einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer leistungsstarken Spiele-Grafikkarte mit Nvidias GeForce 7900 GT. Für massig Speicherplatz sorgt eine 400 Gigabyte fassende Festplatte. Wie es sich für einen echten HTPC gehört, empfängt eine TV-Karte DVB-T, Radio und Analog-Fernsehen.

Hush E5 im TestInhalt

Marke Eigenbau
Wenig Vibration, wenig Elektrosmog
Durchdachtes Display
Strom sparender Vorzeige-Spieler
Temperatur und Energieverbrauch
Unheimliche Stille
Wohnzimmer-taugliche Handhabung
Anschlüsse und Erweiterbarkeit
Perfektionisten-PC

Marke Eigenbau

Über 600 Teile werden von Hush selbst oder nach eigener Anleitung angefertigt: Zum Beispiel die komplette Innenverkabelung mit allem was dazu gehört sowie die Anschlüsse an der Vorderseite. Allein in der integrierten Stromversorgung, die einem Netzteil aus dem Hi-Fi-Sekor entspricht, stecken fünf Jahre Erfahrung. Etwas Besonderes ist auch das von Hand gebürstete Gehäuse aus einer speziellen Aluminium-Legierung. Zusammen mit zahlreichen, mit Kühlmittel gefüllten Kupferröhrchen, so genannten Heatpipes, sorgt es für eine besonders gute Verteilung der entstehenden Wärme.

Und die lässt sich bei einem lüfterlosen Konzept nur schwer vermeiden. Die Heatpipes werden nach den Vorgaben von Hush produziert, inzwischen 16 verschiedene, wobei die größte eine beachtliche Länge von fast einem Meter erreicht. Normalerweise sind die dünnen Rohre nur für den Hitzetransport auf kurze Distanz ausgelegt. Am schwarz eloxierten Leichtmetall wurde nicht gespart: Die Seiten sind 15 Millimeter dick, die Frontblende fällt mit 13 Millimetern kaum dünner aus, während Boden und Deckel auf immerhin zwei Millimeter kommen.

Wenig Vibration, wenig Elektrosmog

Viel Wert wurde aber nicht bloß auf die Verarbeitungsqualität gelegt. Durch konsequente Abschirmungsmaßnahmen gibt der E5 sogar noch weniger Elektrosmog von sich als ein Radiowecker auf dem Nachttisch. Unter der massiven Hülle kommt unter anderem versilbertes Kupfergewebe zum Einsatz, um eine möglichst hohe elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) zu erzielen.

Damit erfüllt der edle Entertainer selbst die weltweit strengsten Standards. Entstehende Strahlung kommt somit weder dem menschlichen Körper noch anderen technischen Geräten ins Gehege. Und das ist auch gut so, denn schließlich kommen leicht abgewandelte Varianten von Hush-PCs auch in der Medizin zum Einsatz.

Hush E5 im Test: Lüfterloser Edel-PC

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