Einen gebrauchten Organizer navigationstauglich machen
Günstige Navigations-Lösungen für gebrauchte Organizer
Michael Knott
GPS-Empfänger als Compact-Flash-Karte
Eine elegante Zwischenlösung, um auch ältere PDAs fit für den heutigen Straßenverkehr zu machen, stellt der Compact-Flash-Kartenslot dar. Ohne extra Strippen ziehen zu müssen, wird das GPS-Modul einfach in den Schacht für die Speicherkarten gesteckt. Solche Empfänger gibt es bereits ab etwa 90 Euro.
Neben einigen Vorteilen hat diese Möglichkeit auch ein paar unschöne Nachteile. Denn zum einen bezieht der Empfänger den Strom direkt vom Organizer. Ohne eine direkte, zusätzliche Stromversorgung, etwa über den Zigarettenanzünder im Auto, ist meistens schon nach einer Stunde Schluss mit Navigieren.
Auf der anderen Seite ergibt sich oft ein Speicher-Problem. Denn schließlich wird zur Navigation eine umfangreiche Software benötigt. Ist der intern verbaute Speicher dafür nicht groß genug, hilft nur ein zusätzlicher Slot, etwa für SD-Speicherkarten. Leider verfügen nur die wenigsten, älteren Organizer sowohl über einen CompactFlash- als auch einen SD-Speicherkarten-Schacht.
Vor dem Kauf testen
Egal für welchen Typ von GPS-Empfänger Sie sich entscheiden, manche Modelle bieten mehr als nur die pure Navigation. Neuere GPS-Empfänger verfügen über einen so genannten "Traffic Message Channel", kurz TMC. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, kostenfreie Zusatzinformationen über ein im GPS-Modul verbautes Radio-Empfangsteil zu beziehen.
Sofern die verwendete PDA-Software diesen Service unterstützt, bindet das Navigations-Gerät diese Infos automatisch in die Zielführung mit ein. Staus, Baustellen oder Geisterfahrern kann man so viel schneller aus dem Weg gehen, als dies mit Hilfe der halbstündigen Verkehrsnachrichten im Radio möglich ist. Die Software berechnet einfach innerhalb kürzester Zeit eine Ausweichroute.
Um Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich die anvisierte Kombination aus Organizer, Software und GPS-Empfänger vor einem endgültigen Kauf ausgiebig zu testen. Denn zum einen besteht immer die Möglichkeit, dass das Team zur Routenführung überhaupt nicht kompatibel ist. Zum anderen weisen nicht nur die PDAs selbst, sondern auch die GPS-Mäuse erhebliche Leistungs-Unterschiede auf.
Manche Modelle brauchen sehr lange, um eine Verbindung zu den Satelliten aufzubauen, andere genehmigen sich fünf Minuten und mehr, um diesen Kontakt nach einer Tunnel-Durchfahrt wieder herzustellen. Die richtige Autobahn-Ausfahrt liegt dann schon in weiter Ferne.
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