Einen gebrauchten Organizer navigationstauglich machen
Günstige Navigations-Lösungen für gebrauchte Organizer
Michael Knott
Wer einen Organizer hat, besitzt auch ein potentielles Navigations-Gerät. Mit wenigen Handgriffen macht ein GPS-Empfänger den mobilen Rechenknecht zum waschechten Pfadfinder. Netzwelt stellt die gängigsten Lösungen, ob kabelgebunden oder drahtlos, vor.
Technischer Fortschritt macht bekanntlich vor nichts und niemandem halt. Wer vor einem oder zwei Jahren einen damals brandneuen PDA gekauft hat, ärgert sich jetzt über die Billig-Angebote in diversen Werbeblättchen. Denn voll ausgestattete Organizer haben heutzutage nicht selten einen GPS-Empfänger gleich mit an Bord und werden ab einem Einstiegspreis um 300 Euro gehandelt.
Doch bevor das mühsam ernährte Sparschwein Bekanntschaft mit dem Hammer macht, lohnt ein Blick auf diverse Zubehör-Seiten. Denn oft genug lässt sich auch der angegraute PDA mit wenigen Handgriffen zum Pfadfinder aufrüsten. Wer in der Schublade keinen ausgedienten Organizer findet, wird bei eBay fündig. Ältere Palm- und Pocket-PC-Modelle werden dort schon ab 50 Euro gehandelt.
Welcher Organizer lässt sich zum Navigations-Gerät aufrüsten?
Prinzipiell gibt es drei verschiedene Möglichkeiten einen PDA navigationstauglich zu machen, die sich aus der Anschluss-Art des GPS-Empfängers ergeben. Neuere Organizer verfügen meistens über eine drahtlose Bluetooth-Schnittstelle. Bei diesen Modellen kann der GPS-Empfänger bequem im Rucksack verstaut werden oder im Auto im Handschuhfach bleiben. Sowohl für Palm-PDAs als auch für Windows-Organizer sind Navigations-Lösungen erhältlich.
Bluetooth-GPS
Diese Gattung der drahtlosen Empfänger, häufig auch GPS-Maus genannt, ist nicht viel größer als ein aktuelles Mobiltelefon. Ein eingebauter Akku sorgt für die nötige Stromversorgung. Die Preise für solche Wegfinder schwanken stark, je nach Ausstattung und Ausführung. Als Richtwert sollten sie circa 120 Euro einkalkulieren. Oft gehört zum Lieferumfang nützliches Zubehör, etwa ein KFZ-Adapter zum Anschluss an den Zigarettenanzünder.
Um einwandfrei funktionieren zu können, müssen PDA und GPS-Modul zunächst gekoppelt, also miteinander verbunden werden. Im Geräte-Menü findet sich der entsprechende Eintrag meistens in den Einstellungen. Wer die Empfangsleistung in schwachen Gebieten erhöhen möchte oder muss, sollte auf eine Möglichkeit zum Anschluss einer externen Antenne achten. Vor allen in neueren Fahrzeugen wird solch eine Antenne häufig benötigt.
Kabelgebundene GPS-Lösungen
Wesentlich günstiger als Bluetooth-Mäuse sind kabelgebundene GPS-Empfänger. Und da die meisten älteren Organizer sowieso nicht über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügen, stellen sie mehr als nur eine Alternative dar. Diese Navi-Hilfen wechseln ab etwa 50 Euro den Besitzer. Da nur die wenigsten Organizer älteren Semesters über einen standardisierten USB-Anschluss verfügen, sollten Sie beim Kauf auf einen für ihr Modell passenden Anschluss achten. Bei der Empfangsleistung unterscheiden sich kabelgebundene Empfänger von Bluetooth-Modellen übrigens nicht. Auch sie bieten die Möglichkeit, eine externe Antenne anzuschließen.
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Interessantes Artikel, jedoch vermisse ich Infos darüber, welches altes PDA dafür verwendet werden konnte und wieviel die entsprechende Software kostet.
MG
das ist schonmal richtig, dann könnte man auch auf smartphones verweisen, der sda z.b. kann so einiges an navigation (zb. mit tomtom) und ist mittlerweile auch für recht kleines geld gebraucht (teilweise auch neu oder mit restgarantie) zu haben.
ausserdem scheint mir die preisangabe 120 euro für ein bt-gps nicht ganz der realität entnommen, in auktionsgewerbe sind solche empfänger bereits für unter 60 euro zu haben. zwar keine markengeräte, aber da ich selber so ein gerät besitze kann ich behaupten dass die qualität in keinster weise unter dem preis leidet, höchstens die optik.
habe im märz bezahlt 67,90 euro, bt gps empfänger, zwei akkus (laufzeit mit einem > 20h), kfz-ladegerät (praktischerweise mit usb-anschluss, so dass ich den sda drüber laden kann beim navigieren) und porto. nach tunneldurchfahrt 3d-fix in 2 sekunden, und zwar IMMER (bei handelsüblichen tunneln, max. wenige km).
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